Von Akzeptanz & sonstigen Tugenden, einer Bike-Tour und viel Regen – Unser Wochenende in Bildern 15./16.05.

Samstag

Akzeptanz.
Sie begegnet mir in meinem Leben immer wieder und doch werde ich was jene Tugend betrifft wohl nie auslernen.

Dabei erkenne ich gerade an diesem Samstag einmal mehr, wie wichtig doch jene Sache mit der Akzeptanz für das eigene Seelenwohl ist.

Und heilsam gleichermaßen.

Ich wache mit einer tiefen Schwere und Traurigkeit auf, deren Ursprung ich mir nicht einmal selbst erklären kann.

So viele Emotionen, welche in mir keimen, sich aufbäumen oder dann auch wieder schlummern, kann ich mir mit pragmatischer Logik nicht erklären.

Und vielleicht liegt die wahre Kunst ja darin, sie einfach anzunehmen.
Nicht dagegen anzukämpfen.

Denn lässt man sowohl negative als auch positive Empfindungen zu – und versucht nicht zu verdrängen – so nimmt dies gleichermaßen Macht und Schrecken.

Die Akzeptanz, dass Dinge nun einmal so sind, wie sie sind – dass ich fühle, wie ich fühle – kann durchaus befreiende (!) Wirkung haben.

Weil Akzeptanz weniger schmerzt und im günstigsten Fall sogar so viel mehr Raum für neue positive Kraft schafft.

Genug philosophiert!

Und nebenbei bemerkt…

…muss ich an jenem Samstag-Morgen ebenfalls akzeptzieren und hinnehmen, dass ich – laut Aussage der Kleinsten – offensichtlich eine sehr, sehr „doofe und vergessliche Zahnfee“ bin!

Sie“ – welche selbstverständlich NIX mit meiner Person zu tun hat – steckt noch immer im tiefen Dschungel Amazoniens fest, hat sich in einer Liane verfangen – und knutscht lieber Alligatoren, statt endlich den Gummitier-Kaninchen-Stall mitzubringen!!!
(Notiz an mich: Endlich bei Amazon einloggen und bestellen!!)

Meine nachdenklichen Gedanken jedenfalls verfasse ich noch am Vormittag in folgendem Instagram-Post:

Das Foto ist von gestern.
Gestern war die Welt noch in Ordnung, ich fühlte mich schön und sonderbar leicht und beschwingt.
Dass dieser Zustand nicht allzu lange währen wird, war mir von vornherein bewusst, dazu muss ich weder Protokoll führen, noch irgendetwas zu analysieren versuchen.
Dazu KENNE ich mich mittlerweile zu sehr!
Und als hätte ich es gestern schon erahnen können, wachte ich heute mit einer eigenartigen Schwere und Traurigkeit auf.
All‘ die Euphorie, das Glück und Selbstwertgefühl der letzten Tage? Gone!
Und ich ertappte mich dabei, wie ich mir Texte und Instagram-Posts im Kopf zurecht legte, die lustig sind, albern und erheiternd.
Um das Dunkel zu übertünchen und bloß nicht zuzulassen. Auch mir selbst gegenüber nicht.
Aber wisst Ihr was?
Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, diese (andere) Seite seiner selbst einfach anzunehmen!
Ja, ich habe meine Höhen und Tiefen. Punkt.
Die werde ich immer haben. Damit gilt es zu LEBEN.
Und vielleicht sind das keine Hormone, ist das kein Zyklus.
Wenngleich „wir“ die Schwelle zur zweiten Hälfte gestern (daher jene überschwängliche Freude „alles was bei drei nicht…“ wissta Bescheid?) überschritten haben.
Vielleicht bin das einfach nur ICH.
Und dieses ICH sollte ich annehmen und lieb haben.
Dieses ICH darf Trauer und Trübsal (aus-) leben.
Ich muss nicht täglich tolle und witzige Dinge auf social media posten und von mir hören lassen.
Ich darf auch untertauchen und Dingen ihren Lauf lassen.
Denn vielleicht tut es sogar weniger weh, wenn man sie einfach zulässt und auch dem Schatten seinen berechtigten Raum gewährt.
Es ist OK, traurig und schlecht gelaunt zu sein und es ist auch OK, an sich selbst zu zweifeln!
Solange wir wissen, dass da immer jemand ist, der sich erst mit ins Loch hockt, dann aber die Hand reicht und kräftig daran zieht!
Und solange wir selbst erkennen, wann wir laut nach Hilfe rufen müssen…

Und tatsächlich bessert sich meine Laune im Laufe des Samstags!

Der lähmenden Traurigkeit weicht fast ein Hauch von Fröhlichkeit und Aktionismus.

Es hat sich nichts in meinem Umfeld geändert, doch gelingt es mir, meine innere Einstellung – vielleicht durch eben jene Akzeptanz – zu lenken! (Klingt doof, is‘ aber so! 😉 )

Eine Radtour mit dem Sohn

Mein großer Sohn tut mir leid.

Denn seit Wochen hat er kaum sein eigenes Zimmer verlassen.
Pandemie- und Gesundheitsbedingt.

So gerne möchte ich ihn jetzt da raus holen und ein Zeichen setzen, dass es wieder aufwärts geht!

Und Dinge sich ganz bald wieder bessern.

Ich möchte ihm Gutes tun, befürchte ich, dass es nunmehr vielleicht sogar ein bisschen „Kopfsache“ ist, die ihn noch immer in seinem Zimmer hält!

Mit einem bisschen Abwechslung möchte ich ihm gerne helfen!

Und selbstverständlich – ganz uneigennützig – ein bisschen Mama-Sohn-Zeit verbringen! 😉

Dass es sich bei dem im Grunde von Herzen gut gemeinten Gedanken um eventuell ein bisschen zu viel überstürzten Aktionismus handelt und Geduld ebenfalls eine Tugend ist, welche ich mir stets nur sehr schwer aneignen kann, realisiere ich in jenem Moment leider nicht.

Auch das muss ich wohl akzeptieren.

Noch aber haben wir beide tatsächlich Spaß und unser kleiner Ausflug zur Eisdiele in der Nachbarstadt ist richtig schön!

Wir erwischen exakt die Regenpause (gut, bis auf die letzten 500 Meter) und fast meine ich zu erkennen, dass mein Kind sogar richtig, richtig Spaß hat!

Dass er dabei immer mal wieder verstohlen auf die Uhr schaut, hat mit Sicherheit rein gar nichts mit meiner Person zu tun! 😉
(Hat es auch nicht, er ist nur später wieder „online“ mit Freunden verabredet….)

Er darf das E-Bike nutzen, um sich weiterhin noch etwas zu schonen und Überanstrengung zu vermeiden.

Mein „Motor“ bleibt aus!

An dieser Stelle möchte ich es mir aber nicht nehmen lassen, anzumerken, dass sich sportliche Betätigung und E-Bikes (in unserem Fall Mountainbikes) im übrigen in keinster Weise ausschließen!

Das dachte ich zu Beginn auch, als ich mich selbstverständlich mit verschränkten Armen und vorgeschobener Schmolllippe gegen die Anschaffung eines solchen schweren und kostspieligen Teils wehrte!
„ICH-BRAUCHE-DOCH-KEINE-HILFE!!!“

Mittlerweile erkenne ich ein solches Bike aber vielmehr als Bereicherung und Unterstützung.

Wir erkunden damit Berge, an welche wir uns sonst nie herangetraut hätten.
Und die „Off“-Taste existiert ja schließlich auch noch!

Spät am Abend trainiere ich aber dennoch auf meinem Crosstrainer *räusper*. 😉

Bevor es aber soweit ist und ich meine spätabendliche „me-time“ (immer noch saublöder Begriff!!) genießen darf, haben wir herzallerliebsten Besuch!

Eigentlich habe ich noch viel Wäsche und Arbeit – und der Großeinkauf wartet auch noch.

Aber von jenem männlichen Geschöpf lasse ich mich gerne um den Finger wickeln und aufhalten! 

Später schaffen wir es dann doch noch zum Großeinkauf.

Der Gatte – welcher noch immer zutiefst mit der Optimierung des Smart-Home beschäftigt ist (Ihr seid herzlich eingeladen, hier nun ein überdimensionales Augenrollen einzufügen! 😉 ) – geht sogar mit!
(Daten zu Corona-Zeiten)

Sonntag

Der Papa möchte mit den Kindern die Schwiegereltern im Nachbarstädtchen besuchen – ich bleibe zu Hause.
Zu vieles muss ich noch erledigen.

Nachdem ich mich an die eigenartige Stille im Haus gewöhnt habe, beginne ich diesen Blog-Beitrag – und weil sich Gedanken einmal wieder überschlagen, starte ich parallel hierzu einen ausstehenden Kooperations-Beitrag.

Ihr kennt das, wenn Mutti endlich, endlich richtige, echte Zeit hat – und gar nicht weiß, was zuerst abgearbeitet werden soll!

Die vier Körbe Wäsche neben mir ignoriere ich selbstverständlich gekonnt! 😉

(Absatz enthält Werbung – unbezahlt)

Als Blogger bekommt man hin und wieder auch ungefragt Päckchen und Produkt-Samples zugesandt.

Meistens hab‘ ich das in der Regel nicht so gerne, denn Kooperationswünsche sollten meiner Meinung nach kommuniziert, abgesprochen und letzten Endes verhandelt werden.  😉

Überraschungspakete“ jener Art landen dann bei meiner Firmenadresse und nicht direkt im Einfamilienhaus – ein lieber Bekannter bringt mir heute ein solches Päckchen vorbei.

Dieses allerdings ist so nett und herzallerliebst zusammengestellt, dass ich es Euch hier einfach vorstellen muss.
Zumal keinerlei Gegenleistung erwartet wird – sehr sympathisch! 🙂

Dass meine Kinder den restlichen Nachmittag allerdings damit verbringen, voller Begeisterung „Ferien auf dem Bauernhof in Südtirol“ zu googeln, war mir nicht bewusst! 😉

(Corona scheint langsam sonderbare Auswirkungen zu haben….)

Kommt gut in die neue Woche! 

Eure 

Alex

P.S. Wie immer – noch mehr Familienwochenenden in Bildern gibt es drüben bei grossekoepfe! (Werbung durch Verlinkung!) 

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