Hallo neuer-alter Alltag – Du machst mich fertig! ;)

Alltag.
In dieser Woche bekam ich ihn in seiner ganzen Schwere zu spüren.
Knallhart war der, das (Pardon!) Ärschchen! 

DER Alltag, den sich ganz Deutschland so sehr zurück wünschte!
(Verzeiht mir ein dezentes Augenrollen an dieser Stelle! 😉 )

Nach Leichtigkeit und Unbeschwertheit sehne man sich, so hieß es.
Nach dem, was VOR Corona war.

Nun, ich tue mir gerade ziemlich schwer, mich in Gewohnheiten wieder einzuleben, die VOR der Pandemie waren!

Um hier einmal ganz ehrlich zu sein.

Hier wäre vielleicht ein klitzekleines „Mutti-Wiedereingliederungs-Programm“ von Nöten gewesen! 😉

Ja, ich fühle mich ein wenig überfordert von der Tatsache, dass für mich als Mama nunmehr wieder Alltag ist!

Denn…

…so fühlt es sich an.

Lockerungen? Neue Freiheiten? Mir doch schnurz!

Es ist mir in diesen Tagen schlichtweg völlig schnurz, wann welche neuen Lockerungen kommen und was ich wann wieder machen darf.

Denn Fakt ist, seitdem alle drei Kinder wieder vollständig in den Präsenzunterricht zurückgekehrt sind, IST für mich bereits zu einem ganz großen Teil wieder Alltag!

Fast so, wie vor jenem Ausnahme-Zustand.

Unser Terminkalender füllt sich wieder sichtlich und ich fahre wieder Taxi.

Sehr, sehr viel Taxi.

Nehmen wir den vergangenen Dienstag einmal als Beispiel:

Denn da verbrachte ich insgesamt 2 Stunden und 20 Minuten im eigenen Fahrzeug und schrubbte dabei locker 120 Kilometer.
Alles Mama-Taxi-Fahrten.

 

Schließlich galt es, drei Kinder in unterschiedlichste Schulen an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichsten Uhrzeiten zu bringen – und selbstverständlich auch entsprechend wieder abzuholen.
(Die beiden großen Kinder lasse ich ob der sicher noch immer existierenden Ansteckungsgefahr noch nicht im überfüllten Bus fahren) 

Landleben eben.

(Ja, das wo ich wohne nennt sich Kleinstadt – für mich gleicht es aber eher dem Leben auf dem Land.
Obs nun an der Infrastruktur liegt, sei nun einmal so dahingestellt!)

Einkäufe mussten erledigt werden, Besorgungen standen an – und der Termin beim Facharzt mit dem kleinsten Kind in der vierzig Kilometer entfernten Heimatstadt.

Macht – schwupps ehe Mutti sich versieht – einhundertzwanzig Kilometer!!! An nur einem Tag. 

Ich habe auch wieder mehr Aufgaben

Ich bin wieder in die Grundschul-Arbeit mit eingestiegen und helfe dort in der Hausaufgaben-Betreuung und schulischen Mittagsbetreuung aus.

Das macht mir unheimlich viel Spaß, ist ein Herzensjob und bringt Abwechslung in den Alltag als Dreifachmama!

Aber auch hier muss ich mich erst wieder organisieren und in neue Strukturen und Regelmäßigkeiten einfinden.

Elternabende und Elternbeiratssitzungen finden wieder in Präsenz statt!

Termine, an die zu denken mir aktuell noch schwer fällt.
Des Ungewohnten wegen – und TROTZ Erinnerung im Handy!

Zeit zum Bloggen? Kaum….

Selbst mit Aufträgen für diese Seite hier, bin ich aktuell ganz gut eingedeckt.

Was mich zum Einen so, so sehr freut, lässt mich aber auf der anderen Seite gerade in diesen Tagen grübeln, wann ich diese Extra-Zeit ebenfalls noch unterbringen kann und koordiniert bekomme.

Denn – man glaubt es nicht – bezahlte Kooperationen in Form von Blog-Artikeln sind ein Job!

Ein Nebenjob, falls die liebe Frau von der Familien-Krankenversicherung alsbald wieder einmal kritisch nachfragen sollte! 😉

Der aber auch irgendwann mal erledigt werden sollte!

Hobbies sind toll! Fressen aber Zeit…

Die Mädels reiten wieder und das Freibad hat endlich wieder geöffnet!

Und auch wenn die letzten beiden Punkte durchaus ganz wunderbare sind, so benötigen diese Dinge auch Eines:

Zeit

Ein Nachmittag im Freibad ist ganz und gar zauberhaft, doch mehr als zwei Stunden sind im Alltag im Grunde gar nicht drin und zeitlich erlaubt!

(Zwei Stunden „Auszeit“, die mir einerseits sehr gut tun, aber im Ablauf dann wiederum fehlen – hin und wieder darf ein entspanntes Gewitter gerne sein! 😉 ) 

Denn die Kinder schreiben wieder Klassenarbeiten – viele Klassenarbeiten – und müssen Hausaufgaben erledigen.

Und immer muss ich auf die Uhr kucken!

Ich darf die Zeit nicht vergessen, so schön das Wasser auch in der Sonne glitzert und so ausgelassen die Kinder gerade plantschen!

Denn ich MUSS an ein frühes Abendessen denken – Ihr wisst schon, der Schule am nächsten Tag wegen.

Überhaupt musste ich oft in dieser Woche an kleinen Händchen ziehen und ein müdes Kind im Schlepptau hinter mir her ziehen.

Das will ich eigentlich nicht, das macht mich nicht glücklich – und doch muss es sein.

Denn das ist unser zurück ersehnter Alltag!

Nun muss ich wieder Kinder antreiben und Dinge liegen lassen, weil JEDE Sekunde zählt und den Zeitpuffer einzuplanen ich abermals vergessen habe.

Ich muss fordern und bestimmen und dabei stets hastig mit einem Auge auf die Uhr schielen.

Ich muss überreden.
Zum Anziehen, zum Schneller-laufen, zum in die Schule gehen.

Ich muss ziehen, an den Händen, wenn der Berg zu steil ist – und die Schulglocke gleich läutet.

Ich muss aus dem Spiel reißen, weil jetzt (!) nun einmal die Reitstunde oder der Arzttermin wartet und das Kind sich dafür noch umziehen muss.

Ich muss energisch fordern, damit das Kind die Hausaufgaben noch vor dem jeweiligen (Alltags-) Termin erledigt hat und ich muss gemein sein, wenn Abends – nach Ansicht des Nachwuchses – viel zu früh Duschens-Zeit ist, weil morgen um sechs der Wecker klingelt.

Ich muss NEIN sagen, weil keine Zeit mehr ist für die zweite Vorlese-Geschichte zur Schlafenszeit.

Ich selbst schlafe ohnehin zu wenig, um den neuen-alten Alltag wieder unter einen Hut zu bekommen.

Normal und dennoch ein Knochenjob!

Es sind alles „normale“ Dinge, von denen ich hier berichte, und doch fühlt sich alles noch so unbeholfen und ungewohnt an!

Nach einer langen Ausnahme-Situation, die durchaus auch ihre schönen, entspannten und vor allem Zeitdruck-freien Seiten hatte!
(Ich wusste, ich würde diesen Part schmerzlich vermissen!)

„Du hast mit drei Kindern den härtesten Knochenjob der Welt“

schrieb erst kürzlich eine liebe Person in meinen Kommentaren.

Die Kommentare, welche hier auf dieser Seite wegen irgendeines Bugs nicht auf sichtbar geschaltet werden können.
Verzeiht mir dies bitte noch immer – aber ich komme in diesem neuen-alten Alltag einmal weniger zu „adminstrativem Einstellungszeugs“, als ich es ohnehin schon nie kam.

Doch ich schweife ab.

Ich muss mich gedanklich sortieren!

Wie auch so oft – gedanklich – in den letzten Tagen!

Hektisch versuche ich, To-Dos nach Prioritäten zu sortieren und presse verbissen Kieferknochen aufeinander.
Knabbere aufgeregt an der Nagelhaut – und trinke völlig verzuckerte Energy-Drinks, um wach zu bleiben.

Eigenschaften, die mir in Zeiten des Lockdown erspart geblieben sind.

Ja, der härteste Job der Welt hat mich in seiner vollen Härte wieder!

Ich schrieb es hier schon so oft – MEIN Stress beginnt erst wieder im zurück gewonnenen Alltag.

Ich hatte während der Monate des Homeschooling und ewigen Lockdowns deutlich weniger Stress als zu „normalen“ Werktagen.

Das spüre ich in dieser Woche einmal mehr schmerzlich in den müden Gliedern!

Ich tue mir schwer mit der Anpassung an die Normalität.

Füge mich noch nicht ganz so geschmeidig ein, werde schusselig und vergesslich – und organisiere mich nicht mehr ganz so geschickt wie in Zeiten vor der Pandemie!

Und Corona?

Gibt es offenbar noch, spielt aber aktuell in meinem Alltag keine große Rolle mehr.

Nicht etwa weil ich jetzt durchgeimpft wäre – ich fiebere meiner zweiten Impfung Ende nächster Woche noch entgegen!

Sondern weil ich keine Zeit mehr habe, irgendetwas zu vermissen und keineswegs mehr das Gefühl des „Verzichts“ empfinde!

Nur Träumen würde ich gerne noch!

Von fernen Reisen und fremden Ländern.
Vom Häuschen mit Pool irgendwo im Süden und dem lauten Rasseln und Zirpen der Zikaden!

Denn der nächste Sommerurlaub?

Ist noch lange nicht gebucht und steht noch ein klein wenig in den Sternen.
Ist aktuell eventuell noch immer zu riskant.

Ja, ich glaub‘ ich brauch‘ bald Urlaub vom Alltag!
Dringend!!!

(Wann sind Sommerferien? 😉 ) 

Eure 

Alex

P.S. Während ich diese Zeilen tippe, klingelt mein Mobiltelefon. Ich hatte vergessen, die Kleinste von der Schule abzuholen, war ich doch der Annahme, das Kind hätte fünf statt vier Schulstunden…..Hallo Alltag!….Wissta Bescheid! 😉 

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