Wenn Fünf eine Reise tun…..So that’s it – Abschied

So that’s it.

Die ganze Nacht hat es geregnet und gestürmt, die Fußzehen sind noch immer kalt, die Badehandtücher klamm.

„Aber ich hab‘ doch noch Urlaub!“

tönt es nur noch ganz leise und zaghaft irgendwo aus meinem Inneren.

Ich lasse Luft aus „Fingo“, dem Flamingo der Kinder und streife mir die flauschige Kapuzen-Jacke über.
Es fröstelt mich.

Offenbar möchte uns Kroatien akklimatisieren – uns ganz behutsam auf die Temperaturen zu Hause vorbereiten.

Noch kralle und klammere ich mich an letzte Sonnenstrahlen, die allmählich – ganz vorsichtig – hervorblitzen, flüstere dass ich noch immer Urlaub habe!

Gestern noch…

…wollte ich kurze Strandkleider im Sale googeln – für das nächste Jahr.
Zum Vorfreuen und Daran-festhalten.

Heute steht mir das Gemüt nach groben, wärmenden Pullovern und Strickjacken.
Für den Herbst, der – so hab‘ ich mir sagen lassen – zu Hause schon energisch gegen Türen hämmert und mich in Gedanken die Regenjacke zurechtlegen lässt.

Ich habe aufgegeben, habe neue Masken bestellt und zerbreche mir den Kopf wann und wie ich meine Kinder bestmöglich schützen kann!
Plane und durchdenke Impfmöglichkeiten.
Wie gehen wir vor, wo geht es am schnellsten, was ist jetzt wichtig!?

Die Whatsapp-Gruppen sind noch auf stumm geschaltet, die E-Mail-Anhänge ungeöffnet – doch diese nervöse innere Unruhe lässt sich nicht mehr leugnen.

Ich möchte weinen – Nein ich tue es sogar – so wie ich es seit eh und je tue, muss ich wieder nach Hause reisen und den Süden verlassen.

Warum nur fühlt sich „Nach-Hause-kommen“ für mich nie so an?
Habe ich mein „Zuhause“ nicht ohnehin neben und hinter mir im Auto sitzen?!

Wofür nach Deutschland fahren?

Kann dieses „Zuhause“ nicht mit mir nur noch ein Weilchen vor der Realität fliehen?
Kann es bitte nie, NIEMALS (!) Montag werden?

Ich denke an den weiten Weg, der vor uns liegt, an die endlosen Stunden auf der Autobahn und muss ein weiteres Tränchen aus dem Augenwinkel wischen.

Fühle mich hilflos und ausgeliefert ob den Dingen, die ab nächster Woche auf uns zukommen werden und möchte nicht in ein Land zurückkehren, welches mir zwar eine Wahl gibt, mich aber dennoch ratlos und teils wütend zurück lässt!
(Und dennoch werde auch ich Kreuzchen setzen!)

That’s it – Ich kann es weder abstreiten, noch die Zeit anhalten.

Noch ein paar Stunden, vielleicht ein Spaziergang, vielleicht noch einmal untertauchen, ein letztes Abendessen….

Schon jetzt fühlt sich alles so falsch und traurig an.

„Aber ich hab‘ doch noch Urlaub“

ist für unbestimmte Zeit verstummt…

Eure 

Alex

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