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Bitte stellen Sie sich hinten an – Warum ich Eltern, die Kinder off-label impften, jetzt ein bisschen verstehen kann!

„Bitte stellen Sie sich hinten an“
(Ihnen wird im Zweifel nicht allzu schnell geholfen)

Ich-bin-frustriert-und-traurig.

Thema Kinderimpfung.

Ja, es gibt etwas, das mein Mann und ich uns von ganzem Herzen für unsere achtjährige Tochter – am Besten noch vor Weihnachten – wünschen.

DEN Pieks.

Dafür werden mich nun einige Eltern steinigen, in Stücke reißen, links und rechts schwurbeln wollen – doch so what!

I don’t f*****g care!!!

Wohl aber care ich um die Gesundheit meines Kindes und auch darum, diese beschissene Pandemie in den Griff zu bekommen!

Und möchte, dass unsere fünfköpfige Familie in einer Sache vereint ist:
Darin, zumindest halbwegs vor einem schweren Verlauf geschützt zu sein und auch Andere (!) zu schützen.

Hierfür fehlt noch eine Person, die sich sogar selbst – zwar mit einem Lachen – als „Außenseiter“ der Family bezeichnet.

Sehr wohl aber möchte mein Kind selbst die Impfung haben!
Und ebenfalls sehr wohl haben wir auch mit diesem Kind im Vorfeld gesprochen!

Mit der Impfbereitschaft ist es noch lange nicht getan…

Doch was nutzt alle Impfbereitschaft, wenn neben Freude und Hoffnung über einen nunmehr ausgelieferten Impfstoff uns Eltern jenes Vorhaben so schwierig und kompliziert gestaltet wird?

Und ganz ehrlich muss ich hier zugeben:

Wir hatten nie vor, unsere Tochter off-label impfen zu lassen, zumindest auf die EMA und den exakt zusammengestellten, „fertigen“ Impfstoff wollten wir warten.

Doch ich kann diejenigen jetzt ein kleines bisschen verstehen, die es in aller Stille und Ruhe – ohne am Bananen-Stand, ähm auf langen Wartelisten, anstehen zu müssen – getan haben!

KANN ICH.

Oder die haben Beziehungen spielen lassen und Gelegenheiten nutzten!

Nicht aber mag ich es, mich in einer Sache so unsicher und ungewiss zu fühlen.
Und Warten kann ich schon einmal gar nicht! ;)

Geht es um das eigene Kind, fällt Geduld schwer. Isso.

 

Denn zwar habe ich absolutes Verständnis dafür, dass vorrangig kleine Risikopatienten und Kinder mit Vorerkrankungen „dran kommen“ – aber nicht dafür, dass somit die Hoffnung, noch in diesem Jahr eine Impfung zu erhaschen, wieder stirbt.
(Weil aktuell Verteilung, Organisation hier in Hessen und die Kommunikation an Impfwillige auf mich aktuell irgendwie chaotisch wirken)

Und auch wenn ich hierfür sogar extra-nette Briefe aus Hessen mit der Bitte um „Geduld und Verständnis“ bekomme.
Gerichtet an Eltern, die ihre Kinder „ohne berechtigten Grund“ schützen möchten.
(Es ist in dieser Pandemie IMMER berechtigt!)

Und ich habe kein Verständnis dafür, dass durch die off-label-Impfungen in den letzten Wochen in mir nun doch wieder das Gefühl einer „Zweiklassengesellschaft“ entsteht.

Die Vorsichtigen, die ohne Know-How und Kontakte, die, die alles anständig und „richtig“ machen wollten,  stellen sich jetzt bitte nun sehr, sehr weit hinten an.

Ich kann und möchte hier niemanden beschuldigen, das steht mir in keiner Weise zu.
Keine Mitmenschen, keine Arztpraxen – und auch keine zentralen Impfstellen.

Impfzentren, die hier im Landkreis Kinderimpfungen avisieren, aber mal wieder mit der Planung und Online-Termin-Portalen nicht in die Pötte kommen! (Stichwort chaotisch)

Aber ich mag mich selbst nicht mehr dafür, was dieser Frust in mir drinnen anrichtet.

Ich-will-das-nicht!

Corona verändert. Auch mich.

Spätestens wenn es nicht mehr „nur“ um mich, sondern um mein Kind geht!

Auch ich werde fordernd. Nerve und hinterfrage hartnäckig.
Denn es geht um mein Kind!

Möchte ich dieser Mensch sein? NEIN!

Aber warum nur fühlt sich in diesem Jahr einfach alles so verdammt schwer an!?
(Ich persönlich finde – bis auf ein paar wunderschöne Reisen – 2021 so viel beschissener als 2020)

Vielleicht kann ich schon morgen Anderes berichten.

Vielleicht rutschen wir unverhofft zu einer zentralen Impfstelle oder gar ein Termin wird echt, wahr und greifbar!

Aber heute wiegt das Mama-Herz schwer…

Frustrierte Grüße.

Eure 

Alex

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