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Wenn Fünf eine Reise tun: Ein wunderschönes Wochenende in Paris! – Oder einer motzt immer ;) – Tag 2&3

Die letzten Tage war ich mit leben beschäftigt.

Und zwar so sehr, so intensiv (und so sehr brennenden Fußes), dass sich nicht einmal auch nur die geringste Gelegenheit bot, diese ganz besondere Reise zu Fünft hier festzuhalten!

Und Eindrücke und Erlebnisse zu konservieren.

Leben oder Schreiben?

Denn ich hatte die Wahl, mich hinter dicken Vorhängen zu verschanzen um zu schreiben, während draußen vor den alten Mauern das Pariser Leben pulsiert – oder aber ich konnte teilhaben an einer bunten Mischung aus Trubel, Menschen aller Nationen, historischen Gemäuern, hübsch angelegten Gärten, beeindruckenden Wahrzeichen und diesem unfassbar blauen, fast schon Frühlings-haften Himmel!

Und das mit meinen vier Herzensmenschen.

Nun, es ist offensichtlich, wofür ich mich entschieden habe.

Leben! JETZT

Denn sollten wir nicht GERADE jetzt – in dieser verrückten, schmerzenden Welt – unser Leben leben?

Und zwar mit all‘ den Menschen, die uns von Bedeutung sind!?

Solange es uns möglich ist?

Vage, glaube ich mich gerade daran erinnern zu können, derartige Zeilen bereits vor zwei Jahren schon – zu Beginn einer fremden, für alle neuen Pandemie – geschrieben zu haben.

Nun haben wir alle es mit einem neuen Feind zu tun.

Ebenso unberechenbar wie jenes Virus, wenn nicht gar gefährlicher und bedrohlicher.

Das macht mir Angst, das lässt ungewiss und zutiefst bedrückt in die Zukunft blicken!

Das verleitet aber gleichermaßen dazu, jeden glücklichen und schönen Moment unseres Daseins einmal mehr zu begrüßen und auszureizen!

Und auch dazu, den Besuch in dieser wunderbaren Metropole bis zur letzten Minute zu nutzen und auszukosten!
Unsere Familie lieb zu haben (gelingt gewiss nicht in jeder Minute eines Tages ;) ) und uns bewusst zu werden, womit uns das Leben bereits beschenkt hat!

Auch diese Reise ist ein Geschenk!

Auch dann, wenn am Ende eines Tages Füße schmerzten und Wangen ob so viel Sonne und frischer Luft glühten – und auch dann, wenn wir ebenso am Abend auf Gemecker, Gezanke und Gezeter (ganz sicher auch meinerseits! ;) ) zurückblicken konnten!

Auch dann konnten wir uns glücklich schätzen!

Fühlten wir uns am Anreisetag noch ein klein wenig gestresst und unbeholfen, waren wir an Tag 3 im Flow!
Ja wirklich!

Wir hatten die richtige Mischung für uns gefunden, die Kinder bekamen ihre Pausen und Auszeiten, Wünsche wurden erfüllt – und selbst als Paar konnten wir alleine unterwegs sein!

Sonntag, 27.02.2022

Auch wenn ich Sonntag-Morgen mit starken Kopf-und Nackenschmerzen aufwachte (ich schlafe zuerst schlecht in fremden Betten und auf anderen Kopfkissen – zudem macht mir meine „blaue Schulter“ dann arge Probleme), so versöhnte schnell das leckere Frühstück in der Wohnung!

 

Und für den Rest sorgte ein großer Becher Kaffee und eine alles erlösende Ibuprofen!
(Und etwas Voltaren für den Nacken – aber damit war’s tatsächlich immerhin auch gut! :) )

Die Bedürfnisse der Kinder kommen zuerst

Uns war es wichtig, zuerst die Wünsche der Kinder zu erfüllen!

Seit Wochen sprach die kleinste Tochter davon, gerne einmal mit ihrem Penny Board auf dem Trocadero vorm Eifelturm fahren zu wollen!

Sie hatte es irgendwo auf YouTube entdeckt (immerhin – ich fand es erstaunlich, dass somit die Achtjährige von dem Platz überhaupt wusste!) und es war ihr seitdem ein großes Bedürfnis!

Und so nervig es auch sein mag, ein pinkes Pennyboard durch die Großstadt zu schleppen, ist es gleichermaßen bedeutsam einem solch fest entschlossenen Vorhaben nachzukommen!

Wie gut es tat, endlich wieder wärmende Sonnenstrahlen auf dem Näschen zu spüren!

Wie wunderbar blau der Himmel daher kam!

Hoch hinaus!

Beide, sowohl der Gatte als auch ich, waren bei unseren jeweiligen vorherigen Paris-Besuchen noch nie ganz oben auf dem Eiffelturm.

Und auch wenn das bei fünf Personen sicherlich nicht ganz kostengünstig ist – heute lud das Wetter einfach dazu ein, sich in schwindelerregende Höhen zu begeben!

(Und sich den Wind kräftig um die Ohren pusten zu lassen! ;) )

Ich bin mir sicher – und hoffe – unsere Kinder werden noch in vielen Jahren begeistert von diesem Erlebnis berichten.

Entlang der Seine zurück Richtung Wohnung

Zumindest zeigten sich die drei im Anschluss so befriedigt, dass die mittlere Tochter mit einem überzeugten

„Jetzt reicht’s aber auch mal“

ihren Wunsch äußerte, zurück in die Wohnung gehen zu wollen. ;)

Hier an dieser Stelle muss ich im übrigen unbedingt unterstreichen, dass in unserer Konstellation eine Wohnung direkt in der Innenstadt mehr als Gold wert ist, denn nur so bietet sich bei Fünfen eine gewisse Flexibilität!

Doch dazu gleich.

Denn sooo leicht wollten wir es dem Nachwuchs bei jenem grandiosen Wetter auch nicht machen – und wir spazierten noch ein wenig am Ufer der Seine entlang, bestaunten Hausboote und imposante Brücken.

 

Mittlerweile routiniert im Metro-fahren, befanden wir uns im Anschluss auch schnell wieder in unserer „Base“ – doch hielt es den Gatten und mich nicht lange dort.

Nachdem Kinder erfolgreich geparkt und vor Handy, Tablet & Co. verstaut wurden, durften wir beide noch einmal alleine zum Sundowner-Spaziergang losziehen!

Wie schön ist es bitte nochmal, bereits ältere Kinder zu haben!? :)

Zum Abendessen trafen wir dann alle wieder zusammen – den Cocktail im Anschluss gab es wieder nur zu zweit.

Nun, ich weiß nicht, was man mir in den Drink tat (offenbar viiiiel Wodka) – oder aber ob es an den langen Fußmärschen lag, doch nach einer heißen – eigenartig wackligen – Dusche, war ich schlichtweg nicht mehr imstande, jenen wunderbaren Tag zu verbloggen.

Doch soll es nicht genau so sein!? ;)

Montag, 28.02.2022

Ich hatte mir den Wecker gestellt, denn auch ich hatte noch einen offenen Wunsch auf meiner Paris-to-do-Liste!

Einmal wollte ich mich unter die Läufer der Metropole mischen und entlang der Seine und durch den Jardin des Tuileries laufen!
Früh am morgen – nur ich alleine!

Zwar bin ich es nicht gewohnt, durch belebte Straßen zu laufen oder gar an großen Kreuzungen und Ampeln anhalten zu müssen – und dennoch war diese meine Zeit einfach nur kostbar und so toll!

Am Nachmittag stelle ich dann fest, wie leer es am Morgen noch im Vergleich zu einem üblichen Nachmittag im Jardin war!

Die Sonne ruft!

Nach dem Frühstück aber zogen wir gemeinsam zu Fünft los.

Schließlich lockte die Sonne erneut und noch so vieles wollte entdeckt werden.

Ich weiß auch nicht, ob wir mittlerweile entspannter und gelassener unterwegs waren – oder es einfach nicht mehr so richtig wahrnahmen, aber fast schien es mir, als habe selbst das Gejammer und Gezeter des Bein-faulen Nachwuchses ein klein wenig nachgelassen. ;)

Allerdings muss ich betonen, dass wir auch oft genug Pausen einlegten!

Schließlich war es nach dem tristen Winter ohnehin eine Wohltat, einfach hier und da in der Sonne zu sitzen und das geschäftige Treiben zu beobachten!

Ein wenig Schwermut machte sich in mir breit, als wir ehrfürchtig vor der eingezäunten Kathedrale von Notre Dame standen.

Wie sehr muss den Parisern beim Großbrand vor drei Jahren das Herz geblutet haben!

So saßen wir auf der Mauer im Sonnenschein, lauschten Straßenmusikanten, verspeisten Crepes und Eis – und als Füßchen genug ruhten, Bäuchlein wieder gefüllt waren, überzeugten wir alle großen und kleinen Kinder zu einem weiteren Spaziergang entlang der – nunmehr so viel volleren – Seine-Promenade bis hin zur gläsernen Pyramide am Louvre!

Zurück im Jardin Des Tuileries

Waren bei meinem Lauf am Morgen die grünen Stühle rund um den Brunnen noch alle frei, taten wir uns nun schwer, ein freies Plätzchen für uns Fünf zu ergattern.

Ausgelassen alberte die Kleinste mit meinem Handy herum – und fast glaubte ich, jene gewisse Unbeschwertheit bei uns allen erkennen zu können, die wir doch im Alltag so sehr vermissten!

So schön, so kostbar.

So bedeutsam auch in Zeiten wie diesen!

Nur von der Idee, im Anschluss noch zur Galeries Lafayette zu spazieren, zeigte sich kaum ein Kind beeindruckt.

Und als wir endlich ankamen und ich den Kindern so, so gerne die hübsch-bunte Glaskuppel zeigen wollte, kam es, wie es kommen musste.

Denn es wäre ein Lüge, würde ich behaupten, ein jeder Urlaubstag verläuft durchweg schön und harmonisch!

Beschwerden über das „Warum“ unseres Besuches im berühmten Pariser Kaufhaus prasselten hinter meinem Rücken auf mich ein – und wutentbrannt marschierte ich mit allen drei Kindern im Schlepptau wieder nach draußen.

OHNE auf das Dach mit der traumhaften Aussicht hinauf gefahren zu sein.

Der „Ich-will-heim“ Moment…

Und da war er also wieder dieser eine Moment.

Ich wollte heim.

Nicht nur mit der Metro zur Wohnung, sondern ganz.
In mein doofes, verschlafenes, hessisches Nest.
Zum Motzen, in Selbstmitleid-versinken, Trübsal-blasen und  „mich als schlechte Mutter fühlen“.

Es kostete zehn Minuten vollster vorgeschobener Unterlippen und verschränkten Armen vor den Türen des Kaufhauses, bis wir doch alle einen zweiten Versuch starteten.

…war zum Glück schnell verflogen!

Und mit einem einzigartigen Erlebnis belohnt wurden!

Dann aber, dann zog es uns zu einem kurzen Zwischenstopp in die Wohnung zurück.

Ausgefallen wollten wir am Abend speisen, die Tochter wünschte sich koreanisches Fondue.

Nun, ich gebe zu, ein zweites Mal war ICH es, die mit verschränkten Armen da saß!
(Reisen zu Fünft. Einer motzt immer!! ;) )

Und dennoch blicke ich auch heute auf einen wertvollen Tag voller Leben zurück.

Ein Tag in MEINEM Leben mit MEINEN Lieblingsmenschen – und dafür bin ich unfassbar dankbar!

Merci beaucoup Paris!

Eure 

Alex

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