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The dark side of me (is wieder gone!) – Jeder Monat ein neuer Kampf & Was es sonst noch so gibt!

Samstag. Mit der Kaffee-Tasse in der Hand sitze ich auf der Terrasse und lächle nahezu versöhnt vor mich hin.

Kindergeschrei dröhnt und hallt von Hauswänden wieder – doch es stört mich nicht.

Wasser spritzt, Spielzeug fliegt, Krümel zieren die nassen Terrassenplatten und irgendetwas fällt gerade scheppernd um.
Melonen-Wasser rieselt langsam den Outdoor-Tisch herunter und Sonnencreme-Hände kleben an der Terrassentüre.

Macht-mir-alles-nichts-aus.

Nicht mehr!

Heute habe sogar ICH all dies vorgeschlagen.

ICH habe Spaß am zugucken und freue mich für mein jüngstes Kind!

Es war meine Idee, die Kleinste gleich zwei Jungs (Leute! Noch ein paar Jahre und ich verriegele hier alles! Ernsthaft! MIT Vorhängeschloss UND Fenstergitterstäben! ) zum Spielen einladen zu lassen – und kurzerhand einfach noch die lange Garten-Wasserrutsche nebst Sprinkler aufzustellen.

Damit es so richtig schön knatscht, flutscht und eben ’ne richtige Riesen-Gaudi wird. :)

Weil-ich-es-jetzt-wieder-kann.

Weil sich gerade die ganz eigene Schale wieder bildet – und jenes Nervenkostüm welches vor wenigen Tagen noch so zerbrechlich daher kam, sanft ummantelt.

Das rohe, ungeschützte Ei? War gestern!

Weniger roh, klitzeklein und verletzlich fühle ich mich heute – als richte ich mich gerade wieder erhobenen Hauptes auf.
(WIE Phönix aus der Asche, he he!)

Ich ruhe wieder in mir selbst – endlich – noch ein wenig erschöpft von den vergangenen Tagen.

 

Jene Tage, an welchen ich hier auf dieser Seite einfach nicht schreiben konnte.

Tage, an denen es nicht ein einziges Foto (Nah! AUCH keine im Bikini! ;) ) – und schon gar keine Story – von mir drüben auf Insta (ich hass-liebe es noch immer!) gab, denn ich fühlte mich weder zeigenswert, noch mein Leben als sonderlich unterhaltsam oder gar zu erwähnen.

Ganz im Gegenteil, ich schämte mich ein wenig für das, was in der vergangenen Woche unser Familienleben ausmachte.

Denn es war nicht „schön“ – und auch nicht sonderlich hervorzuheben.

Dafür aber echt!!!

Und so möchte ich einfach jetzt erzählen.
Von mir – und auch von dem, was manchmal eben auch „Familie“ ist.

Weil-ich-es-jetzt-wieder-kann.

Weil „the dark side of me“ – jene Intensität – in welcher ich ALLES in den Tagen vor den Tagen
(Jaha! Wat habt Ihr denn gedacht, wovon ich schon wieder schreibe! ;) ) erlebe, sich allmählich wieder schleicht, verpisst (Pardon!) und zum Donnerdrummel schert!

(summt noch ein bisschen verschmitzt „She’s a maniac“…) 

Ja, wir waren nicht in unserer Mitte, die vergangenen Tage.

Manchmal ist Familienleben einfach nicht harmonisch!

Irgendwie wir alle nicht.

Unser Familienleben?
Kam nicht harmonisch daher in jener schwül-warmen und vor allem gewittrigen Woche!

Und ich wage zu behaupten, DAS lag nicht nur einzig und allein an mir!
SO viel kann ich allein nun auch net beeinflussen und manipulieren! ;)

Es gab viele Tränen und Geschwisterstreitereien in den letzten Tagen, gerade die  Kleinste zeigte sich als äußerst unausgeglichen.

Es kommt phasenweise – (und wehe jetzt spricht mir doch einer vom Spiegel!!! ;) ) – wirkt sich aber auf die Balance der gesamten Familie aus.

Das finde ich immer sehr schade, denn jenes Kind, welches ich von Herzen so sehr liebe, braucht und fordert an solchen „schlechten“ Tagen sehr, sehr viel Aufmerksamkeit.

Ich nenne sie dann immer „high-need-Kind“, denn das scheint es offenbar nicht nur bei Säuglingen zu geben.

Wohl aber beansprucht jenes laute und impulsive Wesen dann meine Aufmerksamkeit im Minuten-Takt – ähnlich eben doch einem kleinen Baby.

Das ist nicht immer leicht – gerade geht es mir selbst nicht gut – und vor allem auch eine Belastung für die Geschwisterkinder, welche auch wenigstens ein bisschen Gehör und Beachtung von ihrer Mama wünschen!
(Und sind sie noch so groß! ;) )

Wir scheiterten also alle ein wenig an Harmonie, Frieden und Zusammenhalt in den letzten Tagen.

Aber alles wird meistens wieder gut! ;)

Jetzt aber sitzen wir einträchtig im Gerümpel auf der Terrasse, vernaschen den von der Tochter (!) gebackenen Käsekuchen – und die Kleinste braucht mich nicht mehr!

Und auch ich fühle mich besser!

Jene Schmerzen, die ich stets nicht lokalisieren kann (Herz?, Brustkorb?, Lunge? – Nahtoderfahrung? ;) ) sind verschwunden – ich kann wieder IN MIR wohnen und ICH sein!

Ohne dass jede Faser des Körpers und der Seele wie elektrisiert kribbelt, schmerzt – und das wandelnde Pulverfass droht, einfach im nächsten Moment schallend zu zerbersten.

Gedanken, welche mich noch vorgestern grämten, erscheinen urplötzlich wieder irrwitzig und über alle Maßen absurd! (HÄH!!??)

(To whom it may concern:
War es dieses Mal seeehr schlimm?
Ich kann mich nämlich des Öfteren in der Tat nicht mehr so ganz erinnern – jetzt wo der Nebel sich lichtet!
Tschuldigung jedenfalls!!!)

Das tut gut, das lässt aufatmen – das lässt endlich wieder laut lachen und die Frau in mir mögen!

Schön, DIESE Alex wieder begrüßen zu können! :)

Die Tage vor den Tagen – noch immer ein steter Kampf!

Ja, es geht mir noch immer nicht gut an den Tagen vor den Tagen.

Eine richtige, echte, greifbare Lösung dafür habe ich auch noch nicht finden können!

Noch immer versuche ich jene Kämpfe mit mir selbst auszumachen und ganz alleine (ohne Mittelchen und vor allem allzu viele Kollateralschäden!!!) auszumachen – doch kostet dieser stete fight so unfassbar viel Energie!

Es fühlt sich an, als versuche ich aus Leibeskräften gegen den Hebel zu drücken.

Ich stemme mich mit ganzer Körper- und Willenskraft dagegen, während eine andere, höhere Macht (lacht nicht!!!) dagegen wirkt.

Alles schmerzt, alles ist intensiv.
Negative sowie positive Gefühle.

Angst, Furcht, Eifersucht (….ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft – ich mag diesen Spruch!), Neid, Misstrauen, Verletzlichkeit, Demut, Zorn, Enttäuschung, Liebe  – ALLES brodelt, kribbelt, reizt und kratzt!

All das lässt Finger zittern – und die Stimme beben.

Habt Ihr eine Ahnung WIE anstrengend das ist?
(Haben mehr Frauen, als Man(n) denkt – das weiß ich mittlerweile!)

Es ist mir manchmal ein Rätsel, weshalb liebe Mitmenschen (und meine Familie! ;) ) trotz alledem treu an meiner Seite bleiben!

Mittlerweile – jetzt hier an diesem hübschen Sommertag – kann ich sogar wieder GLAUBEN, dass Ihr mich wirklich, tatsächlich mögt! :)

Und nun ist es mir doch gelungen, von den vergangenen Tagen zu berichten.

Ich mache Euch hier nix vor!

Denn dies ist ein ehrlicher Blog und es nutzt keinem, wenn ich mich verstecke und selektiere, WAS ein Familienblog präsentieren darf und was nicht.
(Das mache ich ohnehin noch zu genüge – keine Sorge! ;) ) 

Das ist das echte Leben.
Mein Leben.

Ich habe geweint und geflucht, die letzten Tage.

Habe geliebt und nach Aufmerksamkeit gelechzt, habe mich zurückgestoßen und ignoriert gefühlt, habe provoziert und mit dem Feuer gespielt, habe geflucht (Oh Leute, ihr hättet mich zischen hören sollen! ;) ) und war in Sorge um meine Kinder!
(In solchen Zeiten stets mehr denn je!)

Ich habe Jahre, die schwinden, betrauert – und meinen größten Sohn unter heimlichen Tränen (mitten in der Nacht) bereits ausziehen sehen.
Habe mich vor dem eigenen Altern gefürchtet.

All das, weil die Schale abgeblättert – und mein rohes ICH so sehr verletzlich war!

Solange bis alles wieder gut wurde.

Heute ist alles gut – wir sind ok, uns geht es gut!

Das Leben ist verflixt , verdammt-fucking-nochmal (EINMAL heute noch fluchen!!! ;) )  schön! :)

Habt’s fein!

Eure 

Alex

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