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In a quiet (and a little bit dark) place – Warum mich diese #12 von12 im August Überwindung kosten

Ich lebe zurückgezogen in diesen Tagen.

Seit Tagen gibt es keine Insta-Story oder gar ein Foto von mir und meinem Alltag.

Keine Bilder aus meinem Leben als Frau und Mutter von drei Kindern.
Ich möchte aktuell (eigentlich) nichts dokumentieren und teilen!

Und gerade muss ich schmunzeln, während ich diese Zeilen hier tippe.

Kündigte ich jüngst erst groß eine social media und Blog-Pause an, um diese dann nach nur kurzer Zeit wieder zu beenden, passierte nunmehr tagelang still und heimlich einfach gar nichts.

Alex alias Mama steht Kopf fand in der digitalen Welt vorübergehend nicht statt.

Weil ich nicht konnte, weil ich nicht wollte.

In a quiet place

Weil es still um mich ist gerade.

Inmitten dieses wunderbaren Sommers und jener Sommerferien, die doch für uns alle Freiheit und Entspannung bringen sollten, sitze ich dieser Tage vermehrt da – und schweige einfach.

Hänge Gedanken nach und bin ganz still.

Kämpfe leise mit mir – inhale, exhale.

Und vielleicht ist dies alles auch ein Grund, warum mich diese #12 von 12 von draußennurkännchen gerade ein wenig Überwindung kosten.

Denn im Grunde mag ich noch ein wenig untergetaucht bleiben.

So unsichtbar, wie ich mich in jenen Tagen – dieser Zyklushälfte – gerade fühle.

Es ist diese Zeit im Monat…

Ja, es ist wieder diese Zeit im Monat und ich bemühe mich erneut.

Versuche, dagegen zu steuern und jene Dunkelheit während dieser Sonnen-durchfluteten Tage nicht allzu sehr durchdringen zu lassen.

Noch verliere ich nicht die Fassung, zürne und weine nicht!

Ich treibe täglich schon am Morgen auf dem Crosstrainer Sport, trinke (tatsächlich!) Tee – und versuche einige Lebensmittel zu meiden.
(Gelingt so semi, gestern war gut – von heute sprechen wir besser nicht! ;) )

Denn all‘ das soll helfen – und das tut es auch!!!

Ich bleibe ruhig und raste nicht aus.
Immerhin. ;)

Der Rest jedoch ist geblieben.

Ich melde mich aktuell bei niemandem, antworte seit Tagen nicht auf Mails (wenn ich so weitermache, dann ist das auch noch geschäftsschädigend! ;) ) und kontaktiere keine Freundinnen.

Rufe nicht an, schicke keine Fotos, mache keine Selfies, poste nicht im Netz, schreibe keine WhatsApp-Nachrichten.

Ich kenne das – ich fahre jene verflixte Straße jeden verfluchten Monat auf’s Neue entlang!

Stets darum bemüht, weder Wand noch Baum zu treffen, während der Fuß bleiern-schwer auf dem Gaspedal ruht.

Blicke starr gerade aus, versuche aus der dies-monatigen Kiste eben KEINEN Höllenritt werden zu lassen.

Und doch spüre ich „es“. Irgendwie.

Die Sicht ist ein wenig getrübt

Ich sitze am Rand des Schwimmbeckens im Freibad, Wasser glitzert und Sonnenstrahlen ruhen warm auf meinen Schultern.

Ich beobachte meine Kinder, welche ich so sehr aus tiefstem Herzen liebe, beim ausgelassenen Spiel und könnte in jenem Moment – inmitten der Ferien – doch eigentlich so, so gelöst und glücklich sein!

Bin ich aber irgendwie nicht so richtig, voll und ganz.

Alles ist gedämpft, vernebelt, als blicke ich durch Brillen-Gläser verschleiert und überzogen von zähem Sonnencreme-Film.
(Na gut, DAS tue ich vielleicht wirklich)

Als trüge ich mitten im Hochsommer erneut jene durchsichtige Last, jenen verkackten Mantel, der mich so leise und still werden lässt.

Ich zwinge mich dazu, lächelnd den Mädels energisch zu winken, damit jene Trübseligkeit bloß nicht nach außen dringt!

Ich lenke mich mit Aktionismus ab und konzentriere mich auf Aufgaben im Hier und Jetzt.

Und es hilft!

Wären da nicht noch andere Gedanken, die mich dieser Tage ein wenig traurig stimmen.

Denn jene Zeit ist und bleibt für mich nun einmal auch die Zeit des Nachdenkens.

Meine Gedanken haften an Entscheidungen, die ich traf und deren Richtigkeit ich nunmehr unter versteckten Tränchen anzweifele.

Als hätte ich nicht genug damit zu tun, mit mir selbst zu kämpfen, tobt da auch noch jener Battle zwischen Herz, Bauch und eben Verstand sowie Vernunft.

Ich habe Menschen in der Vergangenheit Unrecht getan und zu schnell geurteilt.

Habe verurteilt und mit zweierlei Maß gemessen.

Auch das tut mir gerade sehr, sehr leid und weh.

Stets habe ich nur meine Seite gesehen und vor den Kopf gestoßen – und vielleicht auch verletzt.

Nicht immer kann man wieder gut machen – vielleicht ist es manchmal auch einfach zu spät dafür.

Ja, in diesen Tagen brennt die Seele sehr.

(Frau die kryptisch schreibt – doch genau so soll es auch sein. Mein Blog, meine Regeln ;) ) 

Doch von alledem habt Ihr nichts mitbekommen.

Und ich gebe mir selbst die größte Mühe, dass meine ganz eigene Familie ebenfalls nicht zu sehr davon berührt wird, denn das hat keiner verdient!

Ich bin einfach nur ein wenig leise.

Einige Sorgen werden sich wie so oft mit Eintritt der Regel von selbst in Luft auflösen (ich fühle mich in jener Zeit auch stets so, so klein und mache mir viele, viele Gedanken um meine eigene – berufliche – Zukunft) – andere werden bleiben.

Tun aber dann nicht mehr so unfassbar weh.

Vitamin D & Sea!

Und vielleicht hilft künftig ja sogar ein Quäntchen Vitamin D.

(…uuund hoffentlich ganz, ganz bald eine ordentliche Portion „Vitamin Sea“!!!)

Das soll ich auf Anraten meiner lieben Gynäkologin (der Wert ist tatsächlich zu niedrig) einnehmen – primär aufgrund meiner familiären Vorgeschichte zur Krebsvorsorge.

Doch hat mir Dr. Google verraten, dass sich damit vielleicht, vielleicht sogar die ein oder andere Stimmungsschwankung an den Tagen vor den Tagen (und dazwischen auch!) regulieren lässt.

Wir werden sehen – und wenn das nicht reicht, dann hoffentlich noch viele, viele warme Sonnenstrahlen dieses so, so schönen Sommers!

(Nein, noch immer beteilige ich mich NICHT an Klimawandel-Diskussionen!)

Jetzt aber endlich 12 Bilder vom 12. August 2022! :)

Mit zerkratzten Armen und vielen vollen Garten-Säcken, noch mehr Rücken und Schweißperlchen auf der Stirn verabschiede ich mich von den dies-monatigen #12von12.

Doch wie ich bereits erwähnte, die besinnungslose Gartenarbeit, jenes manische Geschnippel tut mir gut, lenkt ab – und erledigt werden muss es ja ohnehin.

In’s Freibad allerdings schaffen wir es heute wohl nicht mehr… ;)

Kommt gut in’s Wochenende! 

Eure 

Alex

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Liebe Alex,

    also ich mag Deinen Beitrag. Und ich finde es völlig normal, dass man auch mal lustlose und vielleicht genervte grauen Phasen hat. Das ist doch Leben!! Ich hab‘ mich vom Insta- Algrorithmus verabschiedet und mache das, was für MICH passt. Wir haben vor 15 Jahren unsere Glotze entsorgt, um keiner Sendezeit mehr zu folgen und ich weigere mich irgendwelchen anderen „das-musst-du-tun-sonst-wirst-du-nicht-erfolgreich“ Dingen Folge zu leisten.

    Ich finde Deinen Beitrag deshalb so schön (ich hoffe, ich darf das hier schreiben), weil er so ehrlich, so echt, so still und ruhig ist. Das bist du – im Moment – und das ist wunderbar. Danke fürs Teilen.

    Liebe Grüße,
    Marita

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