Wenn Mutti zweigleisig fährt: Von alter Liebe & neuer Saugkraft

Es war an einem hübschen, schwül-warmen Sommer-Nachmittag. Damals im August. Da habe ich ein Versprechen gegeben. Hoch und heilig. Vor Gottes Angesicht. Und damit es mir bloß nicht entfällt, dieses Ehrenwort, werde ich tagtäglich daran erinnert. Brauch‘ nur den alten, mittlerweile leicht ranzigen Ring an meiner Hand anzukucken. Check! Ja klar, da war was! So ist das halt in der Ehe und mit Altbewährtem. Das gibt Frau nicht so schnell auf. Denn vorschnell und unüberlegt sich Hals über Kopf dem Neuen hingeben? Weil’s schöner ist und so hübsch neu glänzt? In dessen Arme schmeißen und jedes Zurück ausschließen, jede Hintertür versperren? Nah! Da versuch ich lieber, beim „Alten“ zu bleiben. Nicht immer so leicht, aber Hey! Alles auf Neu und von vorn? Viel zu anstrengend! 😉

Ach! Könnte ich’s mit der Treue bei Staubsaugern nur genau so halten!

Denn: Ich hab schon wieder ’nen Neuen!

Doch, genau genommen, bin ich auch hier zum Vertrauten, zum Altbewährten zurückgekehrt. Nach einem kurzen Ausflug zum spannenden Fremden, dem Neuen, hab ich ihn doch schmerzlich vermisst. Meinen alten Dyson. Jahrelanger, treuer Begleiter. Er hat mir so leid getan! Fristete sein Dasein in Muttis Hauswirtschaftsraum und wurde zu allem Überfluss jeden Abend von seinem jungen Robotor-Konkurrenten umschwänzelt. DEN Anblick konnte ich nicht länger ertragen!

Zumal ich mich eh nie richtig trennen konnte. Ihr wisst schon, das heimliche und schnelle Bad- und Teppichsaugen! 😉 So etwas MUSS Mutti einfach selbst erledigen! Auch zwischendurch mal schnell selber und effektiv staubsaugen! Und so soll es auch bleiben! Von der tollpatschigen Unfähigkeit des neuen „Blenders“, Treppen zu fegen, ganz zu schweigen.

Also habe ich ihn nun wieder in der Hand. Meinen alten Freund. Hab‘ ihn doch wieder zu mir geholt. Denn so ganz ohne? No Way! Einziger Unterschied: Er ist nun durch ein neueres Modell ersetzt! Sprich: Ein wenig verjüngt und aufgepeppt. Das, was Frau sich mit Ehemännern natürlich niemals trauen würde!

Und so musste ich nicht mehr traurig sein und ein schlechtes Gewissen haben. Alter, vertrauter Name, neues Modell? Dann bleibt ja quasi alles “in der Familie D.“ !

Er nennt sich jetzt „Dyson V8 Absolute“, mein neuer Schwarm.

Und zählt, wie schon sein Vorgänger, zur Kategorie kabellose Akku-Sauger.

V8! Allein der Name klingt ja schon supersexy! Wie könnte ich da widerstehen?  So gar nicht Hausmütterchen-like! Wrrrummm! Mutti gibt Gas und reitet auf ihrem heißen Feuerbesen durchs Erdgeschoss. Oder so ähnlich. Ich wisst, ich bekomme immer die wildesten Phantasien.

Und mit zittrigen Händen, voller Vorfreude und Erwartung nahm ich ihn entgegen. Den Neuen-Alten.

Sofort bestach allein schon die Optik. Ist der Alte blaß und grau, so glänzt mein neuer Freund in den leuchtendsten Farben! Todschick in rot, grau, blau und Kupfer und dennoch nicht zu aufdringlich. Yup! Mutti war überzeugt vom Äußeren. Jetzt mussten nur noch die inneren Werte stimmen.

Er kam auch nicht einfach so zu mir, dieser nächste Neue. Nicht einfach, ohne was mitzubringen. Nein!

Der V8 erfreut mit jeder Menge nützlichem Zubehör.

Als da wären: eine Elektrobürste mit Direktantrieb sowie eine mit Softwalze für’s Laminat bzw. gute Parkett, eine Mini-Elektrobürste, die sogenannte „Kombi-Zubehör-Düse“ und – ganz unverzichtbar – die Fugendüse!
Sehr nützlich im Auto und bei sämtlichen verborgenen und tiefen Ritzen des Fünf-Personen-Haushaltes. Und glaubt mir, ich finde täglich neue! 😉

Ich weiß, das macht man nicht gleich mit neuen Liebhabern: Aber ich nahm ihn nach dem ersten Probe-Zusammenbauen (sympathisch einfach!) wieder so richtig auseinander! Ich wollte ihn gleich vor seine erste und größte Bewährungsprobe stellen. Ist ja bekanntlich kein Spaziergang, mich zu überzeugen 😉

So nahm ich ihn, nun verwandelt zum Hand-Staubsauger, in eben diese und spazierte schnurstracks nach draußen. Zu meinem Auto. Seit jeher stark beanspruchtes Nutzfahrzeug und bemitleidenswertes Sammeltaxi für 3 Kinder & Co.!

Ihr könnt Euch denken, welche Herausforderung DA wartete! Die restliche Erde, verbunden mit Grasbüscheln vom Soccerplatz, Mini-Ästchen, Kieselsteine, vergammelte Blätterreste und verklebte Gummibärchen. Keks- und Brötchenkrümel & alte Pommes.(WAS machen eigentlich alte Pommes in meinem Auto!? Dürfen die Kinder doch gar nicht im Auto!)

Eigentlich lebe ich mit der ständigen Angst, mein Fahrzeug würde von alleine lebendig werden und davonlaufen. Wie so’n fahrender Wald. Und ich hoffte sehr, dass mein neuer heißer Freund diese Sorge nun etwas mildern könnte!

Denn ein Staubsauger-Robotor im Auto? Nope! Denkt nicht mal dran! Hier MUSS einfach der kabellose Akku-Power-Sauger ran!

Für mein Vorhaben benutzte ich also die Mini Elektro Bürste, die Fugenbürste sowie die Kombi-Zubehör-Düse. Was soll ich sagen? Nach knapp 20 Minuten im Wechsel zwischen Normal- und Maximal-Saugkraft war’s wieder in einem befahrbaren Zustand, mein Auto! Und er hat alles gefressen! Selbst an den größeren Kieselsteinchen hatte der Neue nicht schwer zu schlucken. Schade, dass er nicht noch den Knatsch von den Rücklehnen lecken konnte! 😉 Aber ich möchte nach DER Leistung keine zusätzlichen Ansprüche stellen. Kennt Ihr diese Jumbo-Saugrohre von der Tankstelle? Die können sich warm anziehen und Mutti künftig getrost dran vorbei fahren!

Wie auch mit dem Alten saug ich mit dem Neuen das komplette Haus durch. Bei einer Akku-Laufzeit von bis zu 40 Minuten auch kein Problem! Und sollte Mami doch mal trödeln (für alle Feministinnen unter Euch: gerne auch der „Papi“): Die ebenfalls neue Akkulaufzeit-Anzeige gibt Bescheid, wenn Gas geben und auf die Sauger-Tube-drücken angebracht ist. Cool!

Rücksichtsvoll und leise isser auch noch, der Neue! Macht er doch deutlich weniger Krach als der Alte! Bei so viel Einfühlsamkeit lässt sich’s auch prima saugen, wenn die Kinder schlafen und Mutter endlich Zeit für sich und den neuen Hausfreund hat!

Und er hält sich dezent im Hintergrund. Nimmt nicht viel Raum in Mutters sowieso schon prall gefüllten Leben ein, hängt er doch platzsparend an der Wandhalterung im Hauswirtschaftsraum. Ohne Kabelgedöns versteht sich!

Denn ich habe als treuer Dyson-Fan schon seit Jahren keinen Staubsauger mehr mit Kabeln genutzt. Was in meinem besonderen Fall sicherlich auch das ein oder andere Mal lebensrettend war. Hey! „Ungeschickt“ ist mein zweiter Vorname! Ich wäre schon längst über’s Kabel gestolpert, hätte meine Beine fünffach damit umwickelt, mich gleichzeitig stranguliert und im Anschluss lautstark fluchend einen filmreifen Bungee-Sprung die Treppe herunter hingelegt. Ganz sicher! Alles wegen des Sch….Kabels. Gut, dass hier keines vorhanden ist!

Nicht zu vergessen, und jetzt aufgepasst Mädels: Wir haben es hier mit einer besonders reinlichen, hygienischen Spezies zu tun! So bleibt beim Entleeren des Behälters kaum Staub zurück. Der glatten Edelstahl-Ummantelung dessen sei Dank! Alle Filter sind übrigens einfach unter dem Wasserhahn abwaschbar. Einzig und allein die 24-stündige-Trocknungszeit danach stellt Staubsauger-Fanatiker wie meinerselbst auf eine harte Geduldsprobe 😉 Was übrigens bei der Ladezeit von fünf Stunden das ein oder andere Mal durchaus auch vorkommen könnte. Aber vielleicht bin ich ja hier auch nur ein ganz besonders ungeduldiger Härtefall! 😉

Kommen wir zu den Aufsätzen, den „Leckerlis“, die mein heißer Feger mitbrachte:

Sie sind größer! Das allein beeindruckt doch schon, findet Ihr nicht? Kommt schon, gebt’s zu! Denn größere Softwalze/Bürste gleich schnellere und effektivere Leistung und somit wiederum Zeitersparnis! Hier hat selbst der Langfloor-Teppich im Badezimmer keine Chance mehr!

Mit der Mini-Elektrobürste ist die Couch im Nu krümelfrei und bei den tief verborgenen Spalten springt die Fugenbürste gerne mit ein!

Mein ganz persönliches Fazit:

Manchmal kann Frau (und sicherlich auch Mann!) sich einfach nicht zwischen zwei Dingen entscheiden. Zwischen „Saugi“ und „Dysi“. Dann ist beides (!) im Leben kostbar und unverzichtbar. Erleichtern beide ungemein und schenken damit wertvolle Freizeit. Und solange wir hier „nur“ von Saug-Geräten aller Art sprechen, darf Mutti bestimmt zweigleisig fahren!

Ganz legitim und ohne furchtbar schlechtes Gewissen 😉

In diesem Sinne: staubfreie, zufriedene Grüße

Eure Alex

 

Wer sich auch verlieben will: Hier geht’s zum „Dysi“


2 Gedanken zu “Wenn Mutti zweigleisig fährt: Von alter Liebe & neuer Saugkraft

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s