„Take it or leave it“: Elternsex

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Ich habe Euch vorgewarnt. Es bei meiner Blogvorstellung bereits angekündigt. Mir steht nicht der Sinn nach „Heile-Welt-Berichten“. Dies ist nicht einer dieser Super-Mami DIY-, Back-, Koch- und Ausflugsblogs in denen wir gemeinsam mit unseren Kindern strahlend um die Wette lächeln und einen wertvollen Tipp nach dem anderen raushängen lassen. Alles schön korrekt und perfekt. Nett und niedlich. Nö!

Ich notiere hier meine Gedanken. Und es wäre eine Lüge, wenn die nicht auch mal unter der Gürtellinie landen und vielleicht Themen anschneiden, die dem ein oder anderen die Schamesröte ins Gesicht wandern lassen.

Liebste Verwandten und Personen aus meinem näheren Umfeld: Ihr wolltet dass ich als Vollblutmutter ein “richtig schönes Kinderbuch“ schreibe. Nun, seht Euch an was dabei rausgekommen ist. Ich habe versagt. Wir Vollblutmütter haben‘s insgeheim faustdick hinter den Ohren!

Denn:

Ich möchte über Elternsex schreiben.

Wer dieses Wort nicht kapiert und nun empört nach Luft schnappt. Wir sehen uns beim nächsten Beitrag. Allen anderen: Viel Spaß!

IMG_20171210_185300878“Ja, ja“ denkt Ihr jetzt. Sicher wird sie uns jetzt darüber berichten wie schwer Sex als Eltern überhaupt noch umsetzbar, ja sogar schier unmöglich ist. Gerade mit mehreren, ganz kleinen Kindern. Wir sollen uns schon mal mit dem Gedanken anfreunden, dass der sowieso bald gar nicht mehr stattfindet. Viel zu müde! Null Zeitfenster! Unterschiedliche Terminpläne! Bla Bla.

Willkommen im mindererotischen Jammertal! Wissen wir doch alles schon. Steht ja überall geschrieben. Verdammte Mütter und Eltern Zeitschriften 😉
Welche sadistisch veranlagten Spinner machen darüber eigentlich Statistiken? Und habt ihr die mal gesehen? Gibt es wirklich Ehepaare die….so ganz ohne. In Echt?
Müssen wir wirklich an unser armseliges Dasein als gestresster, übermüdeter Mutti-Hulk auf Spaßentzug erinnernt werden! Pah!

Nein! Und das will ich Euch gar nicht erzählen. Machen ja die anderen schon. Und wisst Ihr was? Die lügen!

Klar findet „Es“ noch statt. Nur eben anders. Wer das akzeptiert hat, wird noch lange Spaß dran haben. Es wird kürzer, spontaner, zu anderen Zeitpunkten, flexibler und vielleicht auch anspruchsloser. Das kann ich Euch versprechen. Aber auch gleichermaßen reizvoll, spannend, verboten und gewagt! Warum?

Ich liebe  ja „Checker Can“ und „Willi will’s wissen“! Wieso? Nun, das hat jetzt nicht wirklich mit meiner Vorliebe für dunkelhaarige Männer zu tun. Obwohl. Aber findet Ihr nicht auch, dass unsere Kinder viel mehr über die Entstehung von Klangkästen, Holzschlitten & Co. lernen sollten? Ergeben sich nicht schier unbegrenzte Möglichkeiten unsere Kinder auch mit sinnvollen Fernsehsendungen (Ja! Verflixt! Fernsehen!) zu fördern?

Nun, mein Mann und ich haben zumindest noch nicht alle Folgen durch.
Lieber Willi Weitzel, Danke! Für unser drittes Kind 😉

Ihr seht, Ihr habt also die Wahl. Seid ihr die braven, vorbildlichen Eltern, die am Sonntag Nachmittag mit ihren Kindern im Wald Gefiederstimmen erraten, durchaus ebenfalls schön und nett. Ich mein, hat ja immerhin auch was mit Vögeln zu tun. Oder fesselt ihr die Kinder auch mal vor (sinnvolle) Fernsehsendungen und….Ihr wisst schon. Ihr müsst Euch nur schnell (!) entscheiden. Für Sex am helllichten Tag. Und nicht völlig übermüdet (oder gar nicht).

Eben nicht dann wenn endlich, endlich alle eingeschlafen sind, die Küche keinem Schlachtfeld mehr gleicht und Mutti geduscht hat. DER Versuch ist zum Scheitern verurteilt! Glaubt es mir! Ergebnis: duftende, frisch rasierte Mama, vorm Fernseh schnarchender Papa und drei kleine Wesen, die den geplanten Ort des Geschehens in der Zwischenzeit zum gruppenkuscheligen Familienbett verwandelt haben. Seid schnell! Spontan! Völlig ungeplant und vor allem für diesen (kurzen) Moment Rabeneltern! Eure Ehe wird’s euch danken. Oder habt ihr Mamas ganz vergessen wie pflegeleicht dann Papis für den restlichen Tag sein können!?

Und ihr müsst an dieser Stelle noch etwas einfach akzeptieren: Kinder zerstören jeden Sinn für Romantik.

Schnell und effektiv ist die angebrachtere Devise. Take it or leave it!

Große Verzweiflung was das Thema ehelicher Geschlechtsverkehr betrifft scheint sich allerdings, leider, dennoch oft breit zu machen 😉

So bekam ich neulich eine Einladung zum kollektiven Besäufnis vorm metallic-blauen Glitzer-Delfin. Kurz, eine Einladung zum „Dildo Abend“. What!? Jahrelang habe ich mich vor sämtlichen Tupper-Abenden gedrückt und jetzt DAS! Ich mein, ganz ehrlich nix gegen den ein oder anderen Freund und Helfer hier und da. Und ich bin gedanklich nicht mehr in der Küche. Aber schließlich suche ich mir meine Schuhe und Kleider ja auch ALLEINE aus. Dankend sagte ich also höflich ab. Vielleicht wäre in diesem Fall ja die Aussage „Ach nee, lass mal stecken“ treffender gewesen.

Aber hey, ich möchte niemanden verurteilen. Wie könnte ich auch? Jedem das seine. Hauptsache ihr seid glücklich und zwar ehrlich glücklich mir Eurer Entscheidung, wie auch immer sie ausfällt. Ihr seid keine schlechten Eltern wenn ihr Euch auch mal an vorderste Stelle setzt und Eure Kinder dafür austrickst!

Ich soll nicht so die Klugscheißerin raushängen lassen? Wer das an genau dieser Stelle denkt! Glückwunsch! Läuft bei Euch noch, seid auch schon lange auf den Trichter gekommen.

Und alle anderen? Nun, vielleicht war`s ja ein kleiner Denkanstoß, vielleicht auch nur weiterer Blödsinn aus meinem chaotischen Ehefrauen- und Mami-Dasein.

Liebe Grüße!

Eure 

Alex

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5 Gedanken zu “„Take it or leave it“: Elternsex

  1. gripseljagd Antworten

    Babysitter und mal frei nehmen für Sex. Täusche dich nicht, Kinder werden unabhängiger und dann muss von der Partnerschaft noch ohne Kinder genügend übrig bleiben. Dann ist der Lebensinhalt plötzlich nicht mehr die Kinder. Und die Veranlagung des Menschen ist sowieso eine andere als ein Partner fürs Leben, wollt ihr euch behalten müsst ihr euch immer wieder neu erfinden oder ihr oxydiert nur noch vor euch hin. Das machen auch Einige.

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  2. Mama steht Kopf Antworten

    Das nächste kinderfreie Wochenende ist schon in Planung 😉

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