Nix wie weg: Wenn aus Planlos Schlaflos wird

Wie ich neulich bereits in einem Blog Post feststellte, bin ich also zwar planlos, nicht aber Aufgaben-los. Ich habe keinen eight till five job und nicht mehr ganz so geregelte Strukturen wie zu Vollzeit-arbeitenden Zeiten, aber dennoch ’nen Arsch voll Arbeit!
Im positiven wie auch negativem Sinne 😉
Und meist sogar so viel zu tun, dass es  mir an die Substanz geht, Kräfte raubt, an den Nerven zerrt, mich vor lauter Organisation orientierungslos und nicht zuletzt schlaf- und ratlos zurücklässt.

Vor fast vierzehn Tagen setzte unser Flieger in Nürnberg auf. Wunderbar erholt hatten wir uns im Urlaub. Eine wahnsinnig schöne Zeit mit unseren Freunden verbracht.
Was ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wusste:

Ab dem Moment, in dem ich diese völlig verspätete Maschine betreten sollte, reihten sich Aufgaben, Termine, Dringlichkeiten, Erledigungen in einer schier endlos langen Kette. Eine viel zu enge, mir fast die Luft zu schnürende und den Schlaf raubende Kette. Es gab ab der ersten Minute „Back to Germany“ Dinge zu organisieren, neue Ereignisse anzugehen und Alltags-Termine wahrzunehmen. Jeden einzelnen Tag. Ohne Pause, Sonn- und Feiertag.

Ich habe meine Kurse in der Kita wieder aufgenommen und darf mich riesig freuen, dass meine Nachmittags-AG in der Grundschule wieder stattfinden wird!
Es galt der Mittleren ein Versprechen einzulösen und die Geburtstagsparty in Garten und Carport nachzufeiern. Unmengen an Schulsachen mussten in der ersten Schulwoche besorgt werden, neu hinzugekommene Termine organisiert und der Start am Gymnasium erst einmal verdaut werden. Vom Sohn als auch von mir.
Stehen wir immerhin nun künftig noch eine halbe Stunde früher zusammen auf!
Und jede Mutter weiß, wie kostbar auch nur eine einzige zusätzliche Minute Schlaf sein kann! 😉

Es ist mir in der Tat in den vergangenen vierzehn Tagen nur einmal gelungen, 8 Stunden zu schlafen!

Ein verkacktes (Pardon!) einziges Mal! Ansonsten pendelte sich die eigentliche Schlafdauer so zwischen läppischen 5 und 5,5 Stunden ein.
Mein Körper ruhte also Nacht für Nacht nur sechs Stunden im Bett, teilweise davon schlaflos. Oder geweckt, mit mindestens einer Unterbrechung pro Nacht. Die Kleinste muss mindestens einmal auf’s Klo und kommt im Anschluss zu uns, die Mittlere plagen neuerdings Albträume.

Kurzum: Ich bin durch! Jetzt schon! Um fünf Jahre gealtert! Mindestens! 😉

Und es will mir nicht gelingen, diese lästig am Nervenkostüm kratzende Kette zu zerreißen! Mal Luft holen und Durchatmen!  Schlafen! Zeit als Familie haben und Natur genießen! Die anderen Menschen um mich herum überhaupt wahrnehmen!
Zuhören und reden können!

Denn die Konversationen zwischen dem Mann und mir (wenngleich die meisten Aussagen von mir stammten 😉 ) liefen in den vergangenen vierzehn Tagen zumindest in ungefähr wie folgt ab:

„Kannst Du vielleicht dies und jenes – Moment. Seid bitte einmal leise! NEIN JETZT!- besorgen?“

„Ich hatte Dir doch von dem Termin – Nein, ich kann jetzt nicht Popo abputzen – erzählt“

„Wie hab ich nicht!? Doch! Haste wieder nicht zugehört!“

„Was ich also jedenfalls sagen wollte  – WAS!? Welches Schulheft muss ich jetzt besorgen? Aber ich höre Dir eigentlich gar nicht zu, denn EIGENTLICH rede ich mit dem Papa!“

„Wer von uns fährt jetzt die Kleinste zum Schwimmen/reiten/etc.?“

„Ach stimmt, Du fährst morgen wieder auf Dienstreise“

„Doch! Klar hab ich das mitbekommen und Dir zugehört! Ich höre IMMER zu!“

„Nein, ich hab die Abrechnung für die Krankenversicherung noch nicht fertig gemacht. WANN um alles in der Welt hätte ich denn bitteschön DAS noch fertig machen sollen!?“

„Was brauchen wir jetzt noch für die Kinderparty?“

(Er) „Haste zehn Minuten Zeit?“
(ICH) „Ja grad so, aber mach schnell!!“ (FRAGT nicht!) 😉

Erspart mir, dies jetzt hier fortzusetzen.
Gepflegte Konversation unter Erwachsenen sieht jedenfalls anders aus! 😉
Fakt ist, wir hetzen seit vierzehn Tagen irgendwie so aneinander vorbei.
Alle fünf! Wie es so oft ist im Alltag!

Und schon jetzt könnten wir alle wieder eine Auszeit gebrauchen.

So lächerlich dies nun auch klingen mag, befanden wir uns doch noch in diesem Monat August im Urlaub!

PicsArt_08-17-11.49.01Doch scheint die Rettung in greifbarer Nähe! Steht frisch gepackt in Tüten und Kisten parat.

Wenn alles gut läuft, was bei fünf Personen und drei Kindern ja nie wirklich planbar und kalkulierbar ist. Dann könnte sich ganz bald alles ändern. Ein wenig entschleunigen. Zumindest für ein einziges Wochenende. Denn dieses ewige Leben in Überschallgeschwindigkeit? Bekommt mir gerade nicht ganz so gut.

Ich hoffe auf Schlaf, zwei Nächte 8 Stunden erholsamer Schlaf. Das wär’s!
Ich freue mich auf Natur und frische Luft!
Hach! Wie gerne würde ich an dieser Stelle jetzt noch satte, grüne Wiesen schreiben! Weil’s so schön klingt!
Aber braun und verdörrt soll mir auch recht sein.
Hauptsache die Picknick-Decke findet darauf ihren Platz! 😉
Ich freue mich auf Zeit mit Mann und Kindern, neue sportliche Herausforderungen
(was wird noch nicht verraten!) und lange Spätsommer-Abende.

Was nun ein deutscher Stau- und Badesee mit der kleinen Auszeit zu fünft zu tun haben wird? Und was wir genau vorhaben? Wovon ich hier überhaupt schreibe und sinniere?

To be continued 😉

Eure

Alex

 

 


3 Gedanken zu “Nix wie weg: Wenn aus Planlos Schlaflos wird

  1. Hallo Alex, du sprichst mir aus der Seele.Mal gut das dies auch mal angesprochen wird. Die Schlaflosigkeit und der ganz Alltagsstress. Wenn man gefragt wird und wie läuft es mit den Kids, dann hört man immer nur. Alles super, alles bestens.Ich kann mir nichts schöneres vorstellen.Keiner will zugeben, dass es auch anders laufen kann.Halte durch es kommen wieder andere Zeiten 🙂

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  2. Ich wünschte mir momentan auch ein paar Stunden mehr Schlaf und Zeit für mich. Unser Großer ist noch keine 2 und der Kleine ist letzten Monat auf die Welt gekommen. Da kannst du dir vorstellen, was bei uns abgeht… 😉 Zumal der Kindergarten diesen Monat auch geschlossen ist und ich mit beiden Kindern zu Hause bin. Bei 35 Grad im Schatten… Für den Mamablog habe ich daher diesen Monat auch sehr wenig getan. Aber in 2 Wochen ist unser ersehnter Sommerurlaub auf Sardinien da und ich erhoffe mir ganz viel Erholung davon.
    Liebe Grüße, Johanna.

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