Zauberei aus der Chleiderei: Wenn das Lieblings-Kleid mitwächst

*Werbung. Zweimal im Jahr ist es es soweit. Meistens gegen Ende September und Anfang März. Dann befinde ich mich ganz weit oben. Gefühlt mehrere Stunden lang. 
Ächzend und stöhnend und meistens auch ziemlich laut vor mich hin fluchend.

Entweder läuft mir dann vor Hitze und Panik der Schweiß in klitzekleinen Perlchen die Stirn herunter, und meistens stoße ich mir dabei auch noch den Rücken an – unerklärlicherweise im Wege befindlichen –  Holzbalken.
Oder aber ich fröstele noch in der Winterjacke und tiefgefrorenen Zehen vor mich hin.
Dort oben.

Da, wo ich nur widerwillig hoch gehen mag. Weil es meistens in einem heillosen Durcheinander und Desaster endet! Bewaffnet mit Schere, Edding, diversen Mülltüten und Taschenlampe mache ich mich auf die Suche. Bereit, Papp-Kartons aufzureißen, Stapel umzuschichten, einzutüten, zu beschriften und erneut zu verpacken.

Ich nenne es gerne liebevoll „Dachboden-Shopping“.

Denn so lästig es mir in jenem Moment auch erscheinen mag, so sehr befürworte ich auch diese Art der saisonalen Einkleidung für meine Kleinste!
Nein! Ich liebe es sogar!
Ja, es hat so ein klitzekleines bisschen was von Weihnachten. Zumindest wenn ICH in Kartons verstaue. Denn Frau weiß vorher nie, was drin ist.
Trotz vorheriger Beschriftung.
Denn mit drei Kindern mag es mir einfach nicht gelingen, Ordnung im Kleider-Dachboden-Chaos zu wahren.

IMG_20180921_111331454In meiner geistigen Idealvorstellung befinden sich dort oben hermetisch abgeriegelte voluminöse Plastik-Boxen. Alle feinst säuberlich nach Alter, Geschlecht, Größe und Jahreszeit sortiert! So, wie man es sich also für den allerfeinsten Frühjahrs- und Herbst-/Winter-Basar wünscht.
Nun, ich war noch NIE auf einem. Zum Verkaufen.
Was sicherlich auch ein klein wenig an meinem vermutlich nicht vorhandenem logistischen Verstauungs-Talent liegen mag. 😉

Trotz der drei Kinder und Unmengen, wirklich unvorstellbaren Unmengen (!) an Kinder-Klamotten horte ICH einfach alles!
Tendiere ich sonst eher zum voreiligen Entrümpeln, exzessivem Entsorgen und leidenschaftlichem – nahezu befreiendem – Wegschmeißen, hebe ich hier  für die Ewigkeit auf.
Und für die Kinder, die da ja eigentlich nicht mehr kommen.

Doch bringe ich es einfach nicht über’s Herz all‘ die schönen Lieblings-Teile, aus denen die Kinder längst heraus gewachsen sind, fortzugeben. Zu viele Erinnerungen hängen dran.

Und fast schon bin ich ein ganz kleines bisschen allein deswegen froh, noch meine Kleinste zu haben. Denn alle vier Jahre sehe ich die jeweiligen Lieblings-Teile der Großen wieder!

Hach! Ich finde das unendlich schön!

Ich möchte bewusst der Kleinsten gar nicht so viel Neues kaufen!
Ich freue mich jedes Mal, finde ich längst vergessene, wunderhübsche und herzallerliebste Pullis und Kleidchen der großen Schwester wieder.
Alle noch wunderbar erhalten und längst nicht aus der Mode gekommen.
Alles wahre Dachboden-Schätze!
Und spätestens in diesem Moment hat sich die ganze Mühe gelohnt!

Ja, ich bin eine absolute Vertreterin der Kleider-Wiederverwertung!

Und das hat gewiss nix mit „Kind dritter Klasse“zu tun, sondern ich sehe es als etwas Kostbares, als ein Privileg, die Kleider nochmals auftragen und nutzen zu können!
Meine Jüngste zum Glück auch! 😉
Ganz einmal davon abgesehen, dass gebrauchte Kleidung bereits mehrfach gewaschen wurde und somit frei jeglicher Chemikalien sein müsste!

Denn ehrlich gesagt, kaufen wir doch alle viel zu viele Kinder-Klamotten!

Viel zu schnell wächst der Nachwuchs aus diesen heraus! Viel zu verführerisch sind die Preise beim schwedischen Klamotten-Giganten, alle hergestellt in südasiatischen Textilfabriken ohne jegliche Sicherheits-Standards, Brandschutzmaßnahmen (!) und unter unvorstellbar schlechten Arbeitsbedingungen!

Teilweise von Kindern!
Kinder, die froh wären, einmal auf meinem Dachboden shoppen zu dürfen!
Und bei diesem Gedanken blutet mir das Herz!
Doch trotz aller Moral und dem Hintergrundwissen, trotz unzähliger Fernsehberichte und Artikel großer deutscher Zeitschriften,  kaufe auch ich dort für die Kinder ein.
So unwohl ich mich nun bei diesem Geständnis fühle.

Weil’s halt günstig ist. Weil’s nicht so weh tut, wenn’s nicht mehr passt.
Aber ist das nicht die größte Verschwendung? Dieser ganze unnötige Klamotten-Konsum!?
Immer wieder neu zu kaufen, weil’s nicht mehr passt?
Diesen Wahnsinn der Textil-Industrie stets zu unterstützen?

Da muss es doch etwas Besseres geben!

ptrUnd da hängen sie.
Zwei Kleider, die alle Idealvorstellungen vereinen!
Unsere beiden neuen Winterkleider von der Schweizer „Chleiderei“.
Kleider, die alles Andere als von der Stange sind.
Kleider, die zaubern können!
Kleider, die mitwachsen und einfach ein gutes Gefühl geben!

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Denn die Schweizer haben nicht nur ein wunderschönes Zuhause, sondern machen auch verdammt hübsche und intelligente Klamotten!

Mitwachs-Klamotten aus dem Chleiderei-Online-Shop! 

PicsArt_10-14-01.20.10Ja, ich muss zugeben, ich bin sofort verliebt. In die verzückenden Muster und das bequeme, weiche Material! Doch geht es bei diesen Kleidern noch um so viel mehr:

Nachhaltigkeit wird hier ganz groß geschrieben und hier hat man, Pardon Frau, sich wirklich Gedanken gemacht!
Denn die Idee stammt von der Schweizerin Manuela Gübeli, die hier wirklich Großartiges in’s Leben gerufen hat, wenn Ihr mich fragt.

 

Es handelt sich hier um sogenannte „Slowfashion“

Dadurch, dass die Kleidchen in Länge und Weite verstellbar sind, begleiten sie uns recht lang. Und dies vermeidet unnötigen Rohstoffverbrauch und Textil-Abfall!
Nicht wie bei den großen Giganten, muss nach einer Saison Neues nachgekauft werden, weil die Klamotten den Kleinen einfach nicht mehr passen.

Produziert werden die herzallerliebsten Lieblings-Teile unter fairen Arbeitsbedingungen in Deutschland und Polen, was unter Anderem auch kurze Transportwege mit sich bringt und somit wiederum unserer Umwelt zu Gute kommt!

Sicher, die Kleider sind nicht ganz günstig, aber dafür über mehrere Jahre belastbar und einsetzbar! Und in meinem Fall, zumindest was das Kleid der großen Schwester betrifft, ja noch viel länger! 😉

Hier wird nachgedacht!

cofAllein anhand des gelieferten Kartons, sprich der Verpackung kann ich sofort erkennen, dass man sich hier wirklich Gedanken macht und möglichst versucht Verpackungs-Müll zu vermeiden und somit die Umwelt zu schonen!
Und ganz ehrlich? Mich nerven diese dämlichen Plastiktüten bei den großen Klamotten-Giganten ohnehin jedes einzelne Mal. Völlig überflüssig und muss wirklich nicht sein! Wieso muss jedes einzelne Kleidungsstück in einem Plastik-Tütchen stecken!?

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Nun, diese Kleider kamen hübsch eingewickelt in Papier und selbstverständlich im recycelbaren Pappkarton! Ebenfalls fällt mir beim Auspacken keinerlei Chemie-Geruch auf, was ganz gewiss ein gutes Zeichen ist! Daumen hoch hierfür!

Aber wie wachsen die Kleider jetzt mit?

Hierzu gibt es sogar ein „Erklär-Video“ auf der Homepage! Wenngleich der „Mechanismus“ eigentlich selbsterklärend ist.
Doch finde ich die Story ganz süß:
Da ist die kleine Mia. Mia liebt ihr Kleid, denn mit ihm hat sie bereits viele tolle Sachen erlebt.
Und gewiss verbindet Mia auch so viele Erinnerungen damit, wie es mein sentimentales Mutterherz würde 😉
Sich davon trennen!? Niemals! Möchte sie nicht. (Na, sehr ihr Parallelen? 😉 )
Denn das muss ja Dank den Kleidern der Chleiderei auch nicht mehr sein!
Einfach die Verlängerung mittels Druckknopf anbringen und zack ist das Kleidchen genauso groß geworden wie Mia selbst!
Bereit, noch viele weitere Abenteuer mit ihr zu erleben!

Und irgendwie erinnert mich Mia an die eigene kleinste Tochter.
Die gelegentliche „Rotzgöre“, herzallerliebst und liebenswert, frech und dennoch niedlich, aber dem großen Bruder manchmal gehörig auf den Keks gehend! 😉

Es sind Kleider für Räubertöchter

Da bin ich mir sicher!
Also genau das Richtige für meine beiden Mädels.
Und so sind beide sofort Feuer und Flamme ihre neuesten
Errungenschaften gleich anzuprobieren.

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Denn der Stoff, welcher im Übrigen zu 100 Prozent aus Bio-Baumwolle besteht,  scheint wirklich alles mitzumachen! Ganz wunderbar fühlt er sich an, weich und bequem. Strapazierfähig und für alle Belastungen des Kita-, Wald-und Wiesen-Alltags gewappnet. Und glaubt mir, wir Mütter fühlen das! Allein durch die Fingerspitzen!
Durch den sogenannten mütterlichen Stoff-Kontroll-Griff! 😉

Bei beiden Töchtern entfernen wir den unteren Rocksaum und heben ihn für die Zeit auf, wenn die Mädels gewachsen sind. Mit Leggings darunter bevorzugen beide nämlich lieber die kürzere Version ;).

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Auch krempeln wir die Ärmel hoch, was hier wunderbar einfach geht und dennoch stimmig aussieht und schmälern die Taille mittels des angebrachten Gummizuges.
Den kennt man sonst ja nur von Kinder-Jeans, hier aber eine Spitzen-Idee, um das Kleid auch in der Weite mitwachsen zu lassen.

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Und insgeheim hoffe ich, hier wirklich zwei ultimative Lieblings-Teile für mehrere Jahre an meinen Mädels zu sehen! Die werden beide noch mindestens zwei Jahre passen!
Und das finde ich wirklich prima!

Zumindest eines davon, wird mir ja sogar in einigen Jahren abermals begegnen.
Dann wird es schon viele Jahre „auf dem Buckel“ haben, und somit seiner Bestimmung und der wunderbaren Idee dahinter gerecht werden!
Dann hüpft es mir aus einem der unzähligen Kartons wieder entgegen.
Oben auf dem Dachboden.
Bereit, neue Abenteuer mit Mia, pardon meiner jüngsten Tochter, zu erleben.
Und dies eben nicht nur für eine lächerliche Saison, sondern dann zum zweiten Mal für mehrere Jahre!
Eigentlich kann ich den Moment des Wiedersehens jetzt schon kaum erwarten! 😉

Viel Spaß beim Kleider-Wiederverwerten!

Eure

Alex

 

*Werbung. Die Kleider wurden uns von der lieben Manuela Gübeli kostenfrei zur Nutzung überlassen! Ich finde die Idee dahinter ganz prima und habe mich sofort in Design und Material verliebt! Ganz lieben Dank dafür und für die weitere Zukunft alles Gute! 

 


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