Silvester? Find‘ ich doof: Gedanken zum Jahreswechsel

14+

Ich müsste jetzt eigentlich hier an dieser Stelle einen hübschen Jahresrückblick 2018 schreiben.
Sollte von tollen Ereignissen und erreichten Zielen berichten.
Hübsch präsentiert in bunten -gerne auch farblich abgestimmten, pastellfarbenen – Bildern!

Von Zielen und Plänen für das nächste Jahr sollte ich jetzt berichten.
Großes ankündigen und vor Tatendrang nur so strotzen!
Ich sollte Euch jetzt verheißen, dass einschneidende Ereignisse anstünden und Euch Fantastisches erwartet, was diesen Blog hier betrifft!

Denn das tun gerade Alle!

Und wäre es mein Ziel, mich dem zu fügen und mit der breiten Masse zu schwimmen, dann würde mein sorgfältig ausgearbeiteter Blog-Redaktionsplan (ich habe keinen!!!) nun genau dies vorsehen!

Dann stände jetzt der „Jahresrückblick“ an, gefolgt vom großen, weltverändernden Plan für das kommende Jahr und selbstverständlich den DIY-Tipps für die Silvester-Glücksbringer!
DAS macht man derzeit offensichtlich gerade.

Nun, ich sollte eigentlich auch freundlich zu „Alexa“ sein.
Denn auch das gehört sich und „macht man“.

Ich hingegen ließ die vergangenen Tage gar Fürchterliches vom Stapel:

Alexa, blöde Strebersau!“
„Alexa, halt die F….!“
„Alexa, Du nervst!“
„Alexa, schalte den Weihnachtsbaum aus – ALEXA SCHALTE DEN BAUM AUS! TAUBE NUSS!“
„Alexa, f……Dich in’s Knie!“
„Alexa, Du kannst mich mal!“

Alles selbstverständlich nur dann (!) geäußert, glaubte ich mich völlig alleine mit diesem nervtötenden (und dennoch durchaus nützlichen) Teil!
Nun, ich wusste seinerzeit noch nix von der Sprach-Aufnahme-Funktion des Gerätes…. 😉

Jedenfalls wäre ich nicht ICH, würde ich nicht immer alles ein bisschen anders machen als die große breite Masse.
Und nun, offenes Geständnis:

Ich mag kein Silvester!!

Ich find’s blöd, einer Sache derart entgegen zu fiebern, nur weil’s derweil einfach alle tun!
Und wenn man so möchte, hat sich das äußerst grinchige Gemüt in mir dieses Jahr einfach um ein paar Tage verschoben.
Gerne durchlebte ich auch selbst in diesem Jahr den ganzen Weihnachts-Hype!
Ja, ich habe es sogar in vollsten Zügen genossen. Das diesjährige Weihnachtsfest und auch den vorangegangenen Advent.
Doch von einem Hype zum Nächsen? Too much für mich!

Denn es ist nur ein Tag!
Die Welt verändert sich nicht, nur weil das Kalender-Datum ein Anderes wird.
Ich MUSS nicht pünktlich zur Silvester-Nacht einen Plan mit viel zu hoch gegriffenen Zielen und Vorsätzen haben! Muss ich wirklich nicht!

Ich weiß nicht, was 2019 bringt!

Ich kann nicht Großartiges verheißen, wenn ich es selbst nicht weiß.
Das will ich auch gar nicht.

Ich werde mich einigen Dingen stellen müssen, erneut Entscheidungen treffen müssen oder diese gar wiederholt versuchen aufzuschieben.

Ganz klar im Fokus, wird mich wie immer die folgende Frage umkreisen:
„Was soll nur noch aus mir werden?“.
Klingt bescheuert und bemitleidenswert? Ist aber Fakt! Ich habe nicht DEN großen Plan. Die Karriere, die es auszuleben gilt!

Ich bin Mama. Eine Mama, die ihre Kinder aus tiefstem Herzen liebt und in der Vergangenheit ein paar falsche Entscheidungen traf.
Ich bin gelernte Bankkauffrau und gefühlt schon die gesamte Kreidezeit entweder in Elternzeit oder Sonderurlaub.
Weil ich noch immer keinen Plan, keine Lösung habe, was einen etwaigen Berufs-Wieder-Einstieg betrifft.

Ich bin zudem gelernte Fremdsprachenkorrespondentin, weil mich der gewählte Beruf nicht mit Glück erfüllte.
Eine zweite Ausbildung nur für mich, aus der ich nie etwas „machte“. Wieder etwas, das ich wohl hätte tun „müssen“.

Stattdessen bekam ich die gefühlt wundervollsten (und zugleich nervigsten 😉 )  Geschöpfe auf Erden.
Meine beste Entscheidung seit Lebzeiten!

Ich habe viele Träume und nicht erfüllte Wünsche.

Aber das ist in Ordnung so.
Viele Ideen spuken in meinem Hirn herum, berufliche Veränderungen oder gar Neuanfänge.
Noch immer das Buch, welches endlich von mir geschrieben werden möchte.
Gerne möchte ich etwas bewirken und Gutes tun. Irgendwie. Mit irgendeiner Idee.

Es werden sich neue Wege finden.

Gewiss. So war es bisher immer.
Manche Abzweigungen verliefen im Dunklen , ließen mich im Dickicht umherirren und letztendlich ausgewählte Projekte wieder hinschmeißen. Denn auch das gehört zum Leben dazu. Das Scheitern. Das Hinfallen.
Die Erkenntnis, falsch entschieden zu haben und das Ganze dennoch für sich anzunehmen. Als prägende Erfahrung.

Doch ganz gewiss müssen all‘ diese Dinge nicht bereits zum Jahreswechsel bekannt sein. 

Und zu allem Überfluss auch noch groß angekündigt werden.
Und ich beneide diejenigen, die dies können!
Deren Ziele genau definiert sind und die auf der Erfolgswelle bereits jetzt standhaft und siegessicher reiten.

Nun, ich tue es nicht.

Meine Ziele für 2019 sind bescheiden:

Ich möchte Familie leben!
Möchte meine Kinder immer mit offenen Armen aufnehmen, ihnen Zeit und stets ein offenes Ohr oder gar Trost schenken!
Ich möchte den Sohn durch eine schwierige Zeit begleiten, denn nur zu oft erinnere ich mich an meine eigene Schulzeit.
An die Pubertät.

Und die Gewissheit, beobachten zu müssen, wie alle meine Kinder dies alles auch gegebenenfalls durchleben müssen, es schmerzt und brennt mir in der Seele!
Ich möchte versuchen durch schwierige Zeiten zu lenken und da zu sein, wann immer der Wunsch dazu besteht.

Ich freue mich darauf, die Welt mit der Kleinsten zu entdecken, die hoffentlich noch ganz ganz lange mein verschmustes Küken bleiben wird!
Und mit der Mittleren kreativ zu werden und selbst dazu zu lernen! Hey! Nächstes Jahr nähe ich meine ersten Kleider, ganz bestimmt! 😉

Es steht weder die Weltreise oder gar das Sabbatical an, noch der große Kanada-Urlaub (der verschiebt sich ja bekanntlich noch um ein weiteres Jahr). Ich werde wohl auch im nächsten Jahr nicht in Ruhm und Geld schwimmen und die weltgrößte Bloggerin und Buch-Autorin werden! 😉

Aber das alles ist in Ordnung!

Solange wir Fünf zusammenhalten und gesund bleiben!
Solange wir uns liebhaben und weder schwere Krankheiten oder Verluste durchleben müssen!
Und so bescheiden meine Wünsche für das nächste Jahr sind, so werden wir auch die Silvester-Nacht verbringen!

Einziges Muss: Das Fondue!

Für die Kinder ist das etwas ganz Besonderes und sie fiebern dem schon jetzt sehr entgegen!
Ich freue mich auf einen gemütlichen Familien-Abend der durchaus auch ein Anderer als ausgerechnet der 31.12. sein könnte!
Denn das Leben hält sich nicht an Feiertage, fixe Daten und Dinge, die jeder tut!

Und genau so halte ich es einfach auch!

Konsequenterweise dürfte ich nun und auch in der Nacht zum 01. Januar auch Niemandem ein glückliches, gesundes Jahr 2019 wünschen.
Denn es ist NUR EIN TAG! Der 31. Dezember oder 01. Januar.
Da aber Gesundheit (Glück ist jedermanns eigene Sache!) nun wirklich jeder gebrauchen kann:

Bleibt alle gesund!!!

Und eins noch, weil man dieser Tage auch das tut und es wirklich (!) von Herzen kommt:

Danke!!! Dass es Euch gibt!
Für’s Lesen, Kommentieren, Lachen, Verstehen und Gedanken-teilen!
Ihr seid wunderbar!

Eure 

Alex

P.S. Die DIY-Glücksbringer haben wir aber tatsächlich noch gebastelt! (Shame on me!)
Natürlich nur um gegen die schier unendliche Langeweile der Kleinsten anzukämpfen – und um etwas für die Omas in der Hand zu haben! 😉

Der Text gefällt? Dann Daumen hoch für die Alex! 😉

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2 Gedanken zu “Silvester? Find‘ ich doof: Gedanken zum Jahreswechsel

  1. Claudia Antworten

    Das ist echt witzig. Heute morgen noch, habe ich meinem Mann erzählt, ich habe keine Lust auf Silvester. Und so einiges was du geschrieben hast, könnten meine Gedanken sein. Ich überlege was wir an Silvester zu Essen machen. Diesmal Fingerfood anstatt Fondue? Wir machen es nur unseren Kindern zuliebe. Früher war das anders. Ich fand es toll, war dabei… Vielleicht liegt es am Mama sein? 😉

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    1. Mama steht Kopf Antworten

      Möglicherweise 😉 Aber Silvester war noch nie mein Ding! Ich hab‘ lieber in anderen Nächten gefeiert und dafür umso schöner! 😉 Liebe Grüße!

      0

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