Zwischen Himmel und Hölle – Corona-Tagebuch – Tag 11

7+

„Mama, googel mal die natürlichen Feinde von Flusskrebsen“

Ein Satz, welchen ich wohl ohne Corona nie, niemals (!) aus dem Mund der beiden großen Kinder gehört hätte!

Wir stehen am plätschernden Fluss.

Wasser glitzert in der Sonne, Moos überzieht Steine – und verwunschen bahnt sich das Wasser seinen Weg durch zarte Blümchen und saftiges Grün.

Nur wenige Gehminuten vom eigenen Haus trennen uns von dieser wunderschönen, gar himmlischen, Idylle, welche wir unter normalen Umständen nur viel zu selten aufsuchen.

Eine himmlische Idylle

Doch wir beginnen gerade, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Auf unserem heutigen Streifzug durch die Natur schmieden wir Pläne für den Nachmittag und sammeln ganz nebenbei viele hübsche Steine.

Sie sollen für künftige Acryl-Kunstwerke herhalten – ganze Tage zu Hause sind schließlich lang! 😉

Heimlich muss ich in diesen Minuten zufrieden vor mich hinlächeln.

Denn ehrlich gesagt, finde ich diese Momente wunderschön!

Es ist noch immer Vormittag, alle Schulaufgaben sind erledigt – und wir befinden uns bereits auf unserem vormittäglichen kurzen Spaziergang zu viert.
Welchen jedes (!) Kind bereitwillig mit mir antrat!

Während die Kinder mit Stöcken im Fluss, der eigentlich ein Bach ist, herumstochern, entdeckt die Tochter plötzlich etwas sehr Merkwürdiges. Rot-orange sticht es zwischen dem Grau der Steine hervor – und lässt uns fasziniert den Gegenstand, welchen wir noch nicht identifizieren können, untersuchen.

Nach einigen Mutmaßungen (ich tippe auf Alien-Extremitäten) kommen wir auf die Idee, einmal nach Flusskrebsen zu googeln.
Volltreffer!
Der arme Geselle muss einem anderen Tier zum Opfer gefallen sein, was nun die Kinder nach dessen natürlichen Feinden rätseln lässt.

Wir lernen hier wohl gerade für’s Leben! 🙂

Vormittags-Spaziergang? Check! 🙂

…ein mysteriöser Fund….

Im Fegefeuer

Nun, ich will hier niemandem etwas vormachen.
Schon einmal gar nicht mir selbst.

Denn so harmonisch wie der Tag startet, bleibt es auch heute ganz und gar nicht!

Und fast hege ich die Vermutung, sollte ich einfach gleich nach dem Aufstehen, damit rechnen, dass nunmehr jeder Tag durchwachsen verlaufen wird.
Geprägt von vielen kurzen, schönen Momenten – aber auch ganz und gar fiesen und schrecklichen Situationen.
Situationen, welche zum Davon-laufen sind!

Willkommen in unserem neuen Alltag!

…noch ist alles friedlich…

Offensichtlich scheinen meine Kinder zudem nicht Pinterest-tauglich zu sein. 😉

Denn ebenfalls ohne Corona wäre es wohl auch niemals vorgekommen, dass ich am späten Nachmittag das dringende Bedürfnis verspüre, tatsächlich abzuhauen – und es sogar tue.

Dann nämlich, als ich mich inmitten eines Fegefeuers aus fliegenden Aluminium-Kugeln befinde.

Die Schwestern zoffen sich Zornes-rot – und sehen sich nicht in der Lage, einander beim Basteln der geplanten Mikrofone zu helfen.

Einen Gesangs-Wettbewerb wollten wir veranstalten.

Mit selbst gebastelten Mikros aus – Tadaa!! – Klopapierrolle.

Doch möglicherweise sehen sich die Schwestern aktuell ein klitzekleines bisschen zu oft – und können sich umso weniger aus dem Weg gehen.

Das – wie immer auf Pinterest so nett dargestellte – Bastel-Projekt scheitert, bevor überhaupt große Wohnzimmer-Bühnen erobert werden können.

..die fertigen Mikrofone, welche Minuten zuvor als Wurf-Geschosse dienten….

Und ich flüchte!

Die notwendige Fahrt zur Apotheke soll mir hier eine willkommene Abwechslung sein.

Da ein spontanes Durchbrennen oder gar Verreisen dieser Tage allerdings nur bedingt möglich ist, begebe ich mich nach einem kurzen Umweg über den Briefkasten, wieder zurück zu Haus und Heim.
Hurra. Nicht.

Ich werde wohl nun die Stunden bis zum Feierabend-Wein zählen – und dabei googeln.

Nach secret-Virus-freien-escapes!

Vielleicht hab‘ ich ja Glück! 😉

Nachtrag:

Lange vor dem Wein wird der Abend doch noch richtig spaßig!
Das Konzert im eigenen Wohnzimmer findet statt  – und ich darf auch einen kleinen Part singen! 😉 

Bleibt zu Hause! 

Eure 

Alex

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One thought on “Zwischen Himmel und Hölle – Corona-Tagebuch – Tag 11

  1. bloggermumofthreeboys Antworten

    Ich bin ja fasziniert, was Ihr für Bastelsachen da habt, daran würden wir hier scheitern. Vielleicht muss ich irgendwann doch mal was bestellen. Aber bisher sind die einfach so furchtbar beschäftigt mit allem. Der Kleine klagt schon, die Tage seien zu kurz. Die Mikros find ich aber cool! Nur singen sollte ich besser nicht.

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