Friends will be Friends: Geselligkeit in Zeiten von Corona – Ein langes Wochenende

16+

Wenn ich Eines in den vergangenen vierzehn Monaten gelernt habe, dann ist es, dem Leben immer Vorrang zu geben.

Und sei es dazu erforderlich, dann auch gut und gerne einmal absichtlich Probleme und Sorgen zu verdrängen.

Denn im Zweifel zählt nix mehr, als die Zeit und Tage mit den Menschen, die uns am Herzen liegen und uns gut tun.
(Und alle Anderen gehören mit einem gewaltigen Arsch-Tritt gefälligst zum „Donnerdrummel“ befördert! 😉 )

Die Menschen, deren Umarmungen wir so sehr schätzen und deren Geschichten wir rührselig lauschen.

Menschen, die Dein Innerstes kennen – oder auch Weggefährten bei welchen Du ein völlig anderes Wesen bist.

Ich beobachte es oft an mir selbst:
Ich verhalte mich den verschiedensten Menschen auch oft gänzlich unterschiedlich gegenüber.
Schlüpfe in eine Rolle, ein ganz besonderer Teil meines Ichs, der nur von eben dem jeweiligen Gegenüber hervor gekitzelt wird.

Doch auch wenn Mitmenschen oft nur Facetten meiner selbst wahrnehmen – solange, ich mich dabei gut und wohl fühle, sobald es sich richtig anfühlt, haben diese Begegnungen Vorrang.

Auch vor diesem Blog hier.
(Sorry, keine Zeit gehabt, eher zu schreiben!)

Denn Geschichten aus dem Leben kann nur erzählen, wer sich die Zeit für das echte Leben da draußen, für Gefühle, Empfindungen und Emotionen auch nimmt! Isso. 

Und all‘ dies tat ich die vergangenen Tage zu genüge!

Und es war wunderbar!

Das Leben ist nicht selbstverständlich und gegeben!

In den zuvor genannten vierzehn Monaten musste ein Teil meines ICHs sehr erwachsen werden.
(Hey! Das ist auch mit 41 noch eine ziemlich große Herausforderung! 😉 ) 

Innerhalb von Monaten musste ich mich von meiner lieben Oma und gerade einmal sechszehn Jahre älteren Patentante verabschieden.
Und der Verlust beider schmerzt noch sehr.

Es ist eine Trauer, welche mich in Wellen heimsucht.

Meistens dann, bin ich alleine – oder auch jetzt während ich diese Zeilen schreibe.

Leider weiß ich nur allzu gut, dass diese Momente niemals gänzlich verschwinden werden.

Ich musste beobachten, wie andere Menschen viel zu früh aus dem Leben schieden, sei es durch kurze aber schwere Krankheit oder gar aus freien Stücken – und lernte mit jeder dieser Erfahrungen das Leben einmal mehr zu schätzen.

…sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen – Bilder vom schönen Neckar-Ufer an Fronleichnam….

Es gibt sogar Muscheln an deutschen Flüssen! Sehr, sehr viele davon….

Und nix ist als selbstverständlich und gegeben hinzunehmen!

Die Fähigkeit, das Leben auch in den winzig kleinen Momenten zu begrüßen half und hilft mir auch durch diese eigenartige Zeit der Pandemie.

Doch bevor ich hier zu sehr Klug-scheißere und mich selbst über den grünen Klee lobe:
Klar ist auch manchmal alles einfach nur eine große ver****e Scheiße! 😉

Dann fällt es schwer, einem verkackten Tag auch nur eine positive Minute abzugewinnen.
Dann nervt jeder und alles – und vor allem ich mich selbst!

(Möglicherweise fluche ich dann auch ein ganz klein wenig und verwende Schimpfwörter, welche hier mit *** zu versehen sind! 😉 )

Und ganz selbstverständlich liebt mich auch in diesen Tagen rein gar niemand – nicht einmal der eigene Nachwuchs.

Und eigentlich müsste es genau JETZT wieder so sein und ich mich – „naive, dumme, alberne und überaus nervige Kuh“ – über alle Maßen hassen!

Aber Sorry!
Klappt nicht!
Die vergangen Tage waren einfach zu geil! 😉

Donnerstag – Wiedersehen mit Freunden

Die Maske nehme ich mit, doch brauchen werde ich sie an diesem Tag nicht

Wir haben uns sehr genau und gewissenhaft überlegt, wann der Zeitpunkt geeignet wäre, um endlich wieder unsere lieben Freunde sehen und besuchen zu können.

Noch immer gilt es sehr gründlich abzuwägen, wen man wann wieder sehen möchte und welche „Blasen“ gebildet werden dürfen.

 

Doch bei unseren lieben Freunden aus Mannheim war ziemlich schnell klar, dass wir uns nach vielen, vielen Monaten (wir sahen uns lange vor Corona das letzte Mal) wieder gegenseitig besuchen möchten.

Wenn sich zwei Familien gegenseitig vertrauen und auch darauf, dass die jeweils Andere in den letzten Wochen keinen großen Kontaktkreis hatte, dann ist das auch in diesen Tagen in Ordnung!

Vor vier Jahren hatten wir uns auf der kroatischen Insel Rab kennengelernt.

Es war einer dieser Momente, die von fortan Jahre Deines Lebens prägen sollten.

Sofort verstanden wir uns alle, Männer, Frauen und Kinder gleichermaßen und dieses Gefühl des Zusammenhaltes, der „passenden Chemie“ und des Vertrauens ist bis heute geblieben.

Ich freu mich so!

So komme ich nicht umhin, mit einem breiten, voller Vorfreude geprägten Grinsen im Gesicht hinterm Steuer nach Mannheim zu fahren.
An jenem Fronleichnam-Donnerstag im Juni 2020.

Mitbringsel – aus Gründen ohne Gelatine!
tägliches, neuestes Hobby: Masken bügeln….

Soziale Kontakte, vertraute Gespräche, liebevolle Umarmungen und gutes, gemeinsames Essen – wie sehr hatte ich all‘ dies in den vergangenen Monaten vermisst!

Wie schön es ist, zu beobachten, wie Kinder gleich in’s gemeinsame Spiel finden und Stunden ohne uns beschäftigt sind!

Am Neckar-Ufer sinnieren wir viel über die vergangenen Monate, unsere kleinen Mädchen spielen ausgelassen am Spielplatz und Corona ist für ein paar wunderschöne Stunden aus unseren Köpfen verschwunden.

Fast ist alles wie früher, nix trübt die Stimmung und all‘ die doofen grämenden Gedanken der letzten Wochen scheinen wie weggepustet.

Posen mit der liebsten Freundin! 😉

Denn auch das macht Begegnungen und gemeinsame Stunden mit lieben Menschen aus:

Bei einigen gehören die Probleme einfach nicht hin.
Und das ist dann auch einmal gut so!

Da es sich beim Freitag um einen Brückentag (die gibt es schließlich – der deutschen Gründlichkeit halber – auch zu Corona-Zeiten! 😉 ) handeln sollte, beschließt der große Sohn kurzerhand beim lieben Freund zu bleiben  – und das nächste Treffen bereits zwei Tage später ist somit geritzt! 😉

Freitag

(aufräumen, Wäsche-waschen, Großeinkauf – das wollt Ihr alles gar nicht im Detail wissen! 😉 )

 

Samstag – Geselligkeit in Zeiten von Corona

Der Tag verspricht traumhaft – und vor allem heiß zu werden und somit planen wir auf der Terrasse zu grillen.

Grillgemüse schnippeln….
Der „sadistische“ Ehemann lässt mich die Zwiebeln schneiden!

Noch immer möchte ich nicht viel von den Problemen des Alltags wissen (ich habe zu diesem Zeitpunkt bereits einige Tage nicht mehr die Nachrichten verfolgt), sondern wertvolle Zeit mit kostbaren Menschen in unserer ganz eigenen Bubble verbringen.

Wasserrutschen-Trockentest
Warten auf die lieben Freunde – und den großen Sohn auch….

Klingt dumm und naiv?
Ist aber wahnsinnig befreiend!

Genau genommen verbringe ich viele Stunden an diesem langen Wochenende mit sitzen, essen, trinken und reden!
(Später noch putzen, räumen und polieren – doch davon will ich in jenen Stunden noch lange nichts wissen).

Geselligkeit in Zeiten von Corona?
Kann funktionieren!

Und vor allem die Seele streicheln – und den rund-gefutterten Bauch pinseln! 😉

Wir plaudern über Vergangenes und sinnieren über Kommendes.
Planen gemeinsame Urlaube, die noch in den Sternen stehen – einfach des Träumens wegen.

Wir lachen und streifen durch die Felder, meine Freundin und ich.
Männer fachsimpeln, Pubertiere pubertieren und Kinder spielen ausgelassen.
Schlittern juchzend die aufgebaute Wasser-Rutsche hinunter und ein weiterer perfekter Tag neigt sich dem Ende.

Posen mit der liebsten Freundin, Teil 2 😉

Spaziergang
Symbol-Bild für Erlösung! (Allergiker Insider!)

Grillen zirpen im Hintergrund, als wir uns zum Abschied in den Armen liegen und auf ein sehr baldiges Wiedersehen hoffen.

Dass ich im Anschluss tonnenweise Geschirr zu verräumen und Grasbüschel aus dem Haus zu beseitigen habe, abertausend Kinder-Fingerchen von der Terrassentüre wische und den Boden feucht pflege, Handtücher wasche und Wasser-Rutschen zum Trocknen aufgehängt werden müssen (ja, wir haben zwei aufgebaut – bisschen Protz muss sein! 😉 ) – all‘ dies blende ich jetzt geschickt aus!

Das zeugt von einem gelungen Tag mit Freunden und davon, dass wir unser Leben sehr gelebt haben!

An diesem langen Wochenende!

Es zeugt davon, dass es geschmeckt hat – und neun Menschen endlich wieder alles andere als einsam waren!

Davon, dass Kinder gackerten und glucksten und Frauen mal was anderes sahen als die (nach Wochen des Daheim-seins) nervtötenden Angetrauten! 😉

Und mit dieser Erkenntnis nehme ich noch einen beherzten Schluck von meinem „Feierabend-Wein“, jetzt um ein Uhr morgens, lausche andächtig dem fernen Donnergrollen – und alles Andere kann noch immer warten!

„Gute Nacht Ihr lieben Sorgen l. m. a. A. bis morgen!“

(Zitat vom früheren Bier-Krug meines Vaters – lange Zeit raffte ich als Kind den Aufruck nicht! 😉 )

Eure 

Alex

P.S. Warum der Sonntag hier nun nicht mehr hinein passt – und weshalb sich die gute Laune letzten Endes doch nicht halten konnte, habe ich Euch hier (bitte klicken!) separat verbloggt! 😉 

P.P.S. Viele andere Wochenenden in Bildern gibt’s drüben bei grossekoepfe! (Werbung wg Verlinkung)

Der Text gefällt? Dann Daumen hoch für die Alex!

16+
Teilt den Beitrag gerne auch über Facebook. Dazu einfach auf den Button klicken.  😉

Keinen Beitrag mehr verpassen?

Dann mach es wie viele Andere und folge mir! Gib dazu einfach Deine Email-Adresse ein und klicke auf 'MamaStehtKopf folgen'. Dann wirst Du über neue Artikel von mir persönlich informiert. So einfach kann's sein... 🙂 Beachte auch meine Datenschutzhinweise.

 

 

 

16+

Kommentar verfassen