Corona & Schule? Mir macht das Bauchschmerzen!

17+

Gestern war ich den ganzen Tag unterwegs.

Nach einem Arzttermin bei unserem lieben Kinderarzt in der Heimatstadt war es mir ein wichtiges Anliegen, zusammen mit den Kindern noch einmal meine Eltern auf einen Kaffee und Plausch zu besuchen.

Ich denke nicht, dass wir in nächster Zeit noch oft die Gelegenheit dazu haben werden, denn wenngleich hier aktuell noch von ausgesprochenen Empfehlungen die Rede ist, so nehme ich dies durchaus ernst!

Sollten sich besser nicht mehrere Haushalte treffen, so richte ich mich danach!

Und halte derartige Maßnahmen für überaus notwendig und sinnvoll.
Fallt nun an dieser Stelle gerne über mich her.

Ich halte alle Maßnahmen für sinnvoll!

Ein gemeinsames…

…Mittagessen bei den Eltern am heimatlichen Küchentisch?
Zusammen vielleicht noch mit meinem Bruder und dessen kleiner Familie?
Gab es schon eine Weile nicht mehr und wird auch in den nächsten Wochen nicht stattfinden.

So gerne ich es von Herzen erleben würde!

Ich nahm mir daher gestern bewusst Zeit – und blieb bis weit nach Einbruch der Dunkelheit.
(Was zugegebenermaßen dieser Tage keine allzu große Kunst ist 😉 )

Sicherlich fuhr ich etwas traurig im Anschluss nach Hause.

Denn auf unbestimmte Zeit weiß ich nicht, wann wir uns wieder treffen werden.

Bewusst schaute ich an diesem Nachmittag auch nicht mehr auf mein Mobiltelefon.
(Meine Eltern werden nunmehr sicherlich gegenteilig zu berichten wissen! 😉 )

Erst zu Hause sah ich jene Mail, welche mir entgangen war – und wofür es in der Zwischenzeit zu spät war.

Für ein deutschsprachiges TV-Nachrichtenmagazin bat man mich, noch am selben Abend als Elternvertreterin meine Stellung zur aktuellen Schulsituation via Skype zu schildern und wiederzugeben.

Nun, ich möchte dies gerne nachholen und nehme die verpasste Chance einfach mal zum Anlass!

Verschärfte Schutzmaßnahmen an Schulen? Ich bin dafür!

Für mich war sehr schnell klar, welchen Part ich wohl vertreten hätte!

Nämlich den, der definitiv der Meinung ist, dass Schule und Corona nach aktuellem Stand nicht wirklich funktionieren!

Eben erst las ich, dass nunmehr (vorerst) gar nicht mehr über eine Maskenpflicht und Halbierung der Klassen an Grundschulen nachgedacht werden soll.

Und ich gebe zu, ich fühle mich enttäuscht und niedergeschlagen!

Denn – und ich schrieb es bereits so oft – es sind die Eltern, die ein Problem mit Masken haben!

Kinder haben KEIN Problem mit Masken!

NICHT die Kinder!

Es bringt die Kinder weder um, noch schädigt es während des Schulunterrichts Maske zu tragen!
Nein! Meine Kinder – und auch viele andere – tragen die Maske mittlerweile mit einer Selbstverständlichkeit!

Sie ist Teil des neuen Alltags geworden und verflixt nochmal endlich als solchen zu akzeptieren!

Ich selbst wirkte bis vor kurzem noch in der Nachmittags-Betreuung unserer Grundschule mit.

Aufgrund der derzeitigen Pandemie-Lage jedoch findet ein Nachmittagsangebot verständlicherweise nicht mehr statt.

Da jedoch hier während der letzten Wochen Kinder unterschiedlichster Grundschul-Klassen gemeinsam in einem Raum waren, galt es, während der gesamten Zeit Maske zu tragen!

Ich konnte bei KEINEM Kind eine Beeinträchtigung feststellen!
Wirklich nicht!

Vielmehr zeigte ich mich ob des Zustands so mancher Textil- und auch Einwegmaske erschrocken.

Denn der zeugte davon, wie wenig Ernst in manchen Haushalten die Maskenpflicht genommen wird.

Einige Kinder schienen ihre Maske definitiv seit sehr langer Zeit nicht ausgewechselt zu haben.
Weil sie den Schulranzen nie verlässt, weil die Eltern eine solche Maßnahme möglicherweise nicht befürworten – und Hygiene noch immer egal ist.

Ich weiß es nicht genau – traurig macht es mich aber schon!

Sicher, Grundschulklassen zu teilen – und in das Wechselmodell übergehen zu lassen ist schwer umsetzbar.

Allein daher, weil viele viele Schulen noch immer nicht technisch für Distanzunterreicht ausgestattet sind! Video-Übertragung nach Hause? Internet in allen Klassenräumen?
Noch lange nicht erreichtes Ziel.
Auch das ist mir bekannt.

Von der Hausforderung, kleinste Kinder zu Hause schulisch zu unterstützen einmal ganz abgesehen. 

Aber es würde helfen!

Wechselmodell wenigstens ab Klasse 5!

Aber warum gibt es – zumindest in unserem Landkreis – das Wechselmodell nur für Schüler ab der Jahrgangsstufe 7?

Ach ja, ich weiß es ja eigentlich.

Weil die alt genug sind, um alleine zu Hause vor sich hin zu wurschteln.
So dass die Eltern weiterhin zur Arbeit fahren – oder ungestört im Homeoffice arbeiten können.

Und fast schon habe ich das Gefühl, man fürchtet die Proteste und Beschwerden und Welle der #Coronaeltern mehr als dieses verflixte Virus!
Und hält daher so sehr am Präsenzunterricht fest!

Distanzunterricht? Nicht für jede Familie umsetzbar!

Ich selbst kann mir vorstellen, meine Kinder auch wieder im Distanzunterricht zu unterstützen.

Und ich schreibe hier nun bewusst nicht unterrichten, denn das sollte nach wie vor nicht Aufgabe der Eltern sein!

Hier konnte ich allerdings in den letzten Monaten durchaus einen gewissen (technischen) Fortschritt erkennen, so dass durchaus eine aktive Kommunikation mit den Lehrkräften möglich sein sollte!

Ganz ehrlich?

Ich habe letzte Woche darüber geschrieben, dass ich resigniere.

Weil ich einfach nichts ändern kann.

Weil meine Kinder nach wie vor zusammengepfercht mit vielen, vielen anderen Kindern zusammen mit dem Bus zur Nachbarstadt fahren müssten.
Zum Gymnasium.

Nun, wir fahren die Kinder seit einigen Wochen selbst mit dem Auto!

Weil mich der Zustand in den Bussen sehr ängstigt!
(Wer glaubt allen Ernstes, dass da JEDES Kind konsequent Maske trägt?)

Auch kann ich nichts daran ändern, dass meine Kinder nach wie vor jeden Vormittag auf viele, viele weitere Menschen treffen, derweil wir Erwachsenen es besser nicht sollten.
Und ehrlich gesagt verstehe ich hier auch die Logik nicht – und verweise auf obigen geäußerten Gedanken.

Ich könnte also mit einem erneuten (vorübergehenden!) Übergang in den Distanzunterricht leben, denn ich bin zu Hause und kann jederzeit helfen und unterstützen.

In vielen anderen Familien ist dies nicht möglich.

Das verstehe ich und sehe ich ein.

Aber die aktuelle Lösung und Situation trägt nun auch einmal dazu bei, dass meine Kinder ältere Menschen wie die Schwiegereltern (meine Eltern sind noch recht jung) oder Tante des Gatten bereits wochenlang nicht mehr sehen konnten.

Weil sie als Schüler ein „Risiko“ sind.
Solange meine Kinder in die Schule gehen wird sich daran auch nichts ändern.

Es gibt noch so viele weitere Dinge, die mir bezüglich des aktuellen Geschehens an den Schulen Bauchschmerzen bereiten.

Da ist nicht nur der noch immer ausgeübte Hallensport (wäre draußen nicht risikoarmer? Eine Zeitlang wurde einfach gewandert, das fand ich eigentlich eine ganz gute Lösung!) sondern auch der immense Druck auf die Schüler!

Der Leistungs- und Bewertungsdruck ist groß!

Denn ich habe das Gefühl, aktuell wird der Lehrplan im „Hau-Ruck-Verfahren“ durchgepeitscht!

Einfach nur, damit so viele Klassenarbeiten wie nur irgend möglich geschrieben werden können.
Damit es eine Bewertungsgrundlage gibt.

Damit es ein gut gefülltes Zeugnis geben kann.

Und damit man für den eventuell doch eintretenden „Fall dass“ gewappnet ist!

Nun, ich denke, ich hätte wohl Einiges zu sagen gehabt, zur aktuellen Schulsituation.

Und ein paar der eben geschilderten Dinge werden dem Ein oder Anderen nicht gefallen, doch ist dies nun einmal meine ganz persönliche Meinung!

Zwar bin ich für Struktur und Regelmäßigkeit im Alltag meiner Kinder gerade in diesem Winter unendlich dankbar – doch schwingt auch immer ein ungutes Gefühl mit. (#BildungAberSicher)

Wer hat denn jetzt eigentlich bewiesen, dass Schulen und Schüler – und die vielen Begegnungen, die dort stattfinden, kein Problem seien?

Warum haben dann meine beiden Gymnasiasten erste grüne Warnmeldungen („Begegnung mit niedrigem Risiko“) von der Corona-App, ich aber hatte sie noch NIE?

Es sind viele Fragen, die sich wohl auch so schnell nicht klären lassen.

Noch nicht einmal von „ganz oben“.

Liebe Schulkind-Eltern:

Haltet die Ohren steif!

Eure 

Alex

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