Hormone, Schokolade, Wald & Heimatliebe – unser Wochenende in Bildern 19./20.12.

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Freitag-Abend

Ich habe ein schweißtreibendes Training auf dem Crosstrainer hinter mir, weil nur DAS in Tagen wie diesen hilft, ablenkt – und einen Hauch von Glücksgefühlen hervorruft.

Und stehe urplötzlich in der Küche und singe!

Das mag nicht sonderlich verwunderlich sein –  in meinem Fall aber schon!

Denn keine 24 Stunden zuvor hüpfte ich gedanklich noch kopfüber und zutiefst frustriert in den kalten (dummerwiese ziemlich flachen 😉 ) Bach – und wollte vom nebligen Trotz-Spaziergang nie, nie mehr wieder nach Hause kehren!
(Es kam leider-Gott-sei-Dank kein Entführer und nahm mich für immer mit) 

Es fühlte sich an, als habe sich die ganze Welt, selbst Mann und Kinder, gegen mich gerichtet!

Und Tränchen rieselten unentwegt.

Scheiß Hormone!

Ich fühlte mich so klein und hilflos!

Der ewige „Versager“ – nicht in der Lage auch nur einen einzigen klaren Gedanken zu fassen – oder gar Licht im tiefsten Dunkel zu sehen.

Man(n) könnte nun meinen, ich versuche hier Zeilen einfach nur besonders kunstvoll auszuschmücken – aber Tatsache ist, es ging mir wirklich verdammt schlecht!

Wie schon so oft zuvor!

Ich fühle mich richtig dreckig und leide – und traue mir an den Tagen vor den Tagen nicht selbst über den Weg!

Zwar weiß ich jedes einzelne Mal, woran es liegt – doch aufhalten und ändern kann ich nichts!

Aber ich schrieb schon so oft darüber (zum Beispiel klickt gerne hier), daher versuche ich mich hier nun kurzzufassen:

Ich fürchte in meinem Fall nicht nur das übliche PMS, welches so viele Frauen heimsucht, sondern vermute vielmehr eine sogenannte „PMDS“ – eine allmonatlich auftretende vorübergehende (!) und hormonbedingte Depression!

Fühlt sich vermutlich genauso scheiße und kacke an wie die echte, geht aber urplötzlich mit Eintreten der Monatsblutung wieder weg. (Yeah!)

Tadaaa! Und das Hirn springt wieder an – und Mama singt.

Es hatte sich nichts geändert!!

Die Erde dreht sich genauso schnell wie in den Stunden zuvor, mein Umfeld hat nichts – rein gar nichts (!) – an seinem Verhalten und Auftreten verändert – und doch geht es mir ganz plötzlich besser!

Beim Gang auf die Toilette bestätigt sich jene Vermutung – und pünktlich zum Wochenende ist Corona zwar noch immer eine beschissene Pandemie, die uns gerade aus den Fingern entgleitet, doch mein Blick kann endlich wieder NACH VORNE gerichtet werden!

Abermals keimt in mir der Entschluss (und jetzt zieh‘ ich es verdammt nochmal endlich durch!) mir eine geeignete GynäkologIN zu suchen, welche mich versteht und verflucht nochmal ernst nimmt!

Denn ich bin es leid, mir dämliche Vorschläge wie das Verzehren Unmengen an Schokolade gegen „leichte Verstimmungen“ (Leute! DAS ist ernst!!) anhören zu müssen!

Ob nun hier die Hormonspirale der Übeltäter ist oder nicht, das weiß ich nicht.
Aus „logischer“ (Männer-) Sicht nicht – aber darum geht es ja auch nicht.

Samstag

Ich habe also bessere Laune – und möchte die Mädels beschäftigen.

Inspiriert vom Cornflakes-Gericht des Sohnes vom Vorabend wollen wir heute Schoko-Crossies selbst machen! 🙂

Zusammen mit der mittleren Tochter schlupfe ich in die Gummistiefel und stapfe über die Wiese zur nahegelegenen „Vorratskammer“.

Bevor ich jedoch gefühlt schon wieder stundenlang nur in der eigenen Küche abhänge, möchte ich Frischluft-Tanken und mit dem Gatten alleine eine Runde spazieren gehen.

In Zeiten größerer Kinder ist dies hin und wieder mittlerweile möglich – der Bruder erklärt sich bereit, auf die Schwestern aufzupassen.

Wir sind im Wald – und Corona scheint noch immer so Vielen egal!

Im Wald bietet sich uns ein Anblick, welcher uns jedoch ziemlich frustriert und gleichermaßen traurig stimmt.

Neben uns parkt ein Auto, vollbesetzt mit drei Damen höheren Alters.

Alle geschätzt ü70, alle OHNE Mundschutz im selben Fahrzeug.

Munter quatschend und schnatternd steigen sie aus, um dann dicht an dicht fröhlich ihres Weges zu gehen.
Davon ausgehend, dass die drei betagten Damen NICHT einer locker-lustigen Dreier-WG zuzuordnen sind, macht sich bei uns Unmut breit!

Leute!
Seit Monaten verzichten wir, schränken uns ein, verlassen kaum noch das Haus, um GERADE die Älteren zu schützen!

Und wir machen all‘ dies aus Überzeugung!

Weil es verdammt nochmal wichtig, richtig und von dringender Notwendigkeit ist!

Damit wir gemeinsam durch diese verflixte Pandemie kommen!
Damit Schreckenswörter wie „Triage“ nur ein fremdes Vokabular bleiben!!!

Meine Kinder treffen ihre Freunde nicht mehr und tragen bereitwillig Maske, wann immer es von Nöten ist – und gerade die, von denen ganz Deutschland redet, die Alten, scheinen es wahlweise noch immer nicht zu raffen – oder schlichtweg auf all‘ unsere Bemühungen zu pfeifen! 🙁

Sorry- das musste einfach raus – schrieb ich auch genauso bereits drüben bei Instagram…

Ich gehe noch oft spazieren an diesem Samstag! 😉

Als wir wieder zu Hause eintreffen – die Kinder bleiben an diesem Tag übrigens zum größten Teil im Schlafanzug – mache ich mich mit der Kleinsten an das Projekt „Schoko-Crossies“ – mit Erfolg, wie sich später herausstellen soll! 🙂

Ich muss mir irgendetwas Weiteres zur Beschäftigung für die Kleinste ausdenken (wisst schon, von Tablet, Fernseh & Co. fernhalten! 😉 ) – und wir beginnen, den Kaufmanns-Laden umzuorganisieren!
Inventur und so!

Im Anschluss bin ich selbstverständlich noch die verrückte Alte (meine liebste Rolle! 😉 ), die bei der Tochter für’s Kaffee-Kränzchen mit den buckligen Freundinnen (wir vergassen, Corona in’s Rollenspiel einzubauen – oder sind die drei Damen vom Wald) einkauft!

Die mittlere Tochter hat Kopfschmerzen, also heißt es auch für sie „Geräte-Pause“ und wir zwei spazieren im Dunkeln um den Block.

Ein typisch chaotisch-schräger Abend!

Dies stimmt während unserer Abwesenheit die Kleinste missmutig und eifersüchtig (please fill in a Augenrollen) – und sie möchte ebenfalls mit mir ALLEINE spazieren gehen!

Das KANN ich ja gar nicht ablehnen, weil Bewegung, frische Luft und weitere Geräte-Pause!
Also das Ganze nochmal von vorne….

Sonntag

Heute wollen wir wieder mit allen drei Kindern gemeinsam spazieren gehen.

Da das Wetter jedoch nicht ganz so pralle daher kommt und ich keine Lust auf Gummistiefel im Knatsch habe, entscheiden wir uns, in die Heimatstadt zu fahren.

Bisschen durch die Menschen-leere (und das ist sie wirklich!) City schlendern, Lichterketten kucken und in alten Erinnerungen schwelgen.

Schließlich wohnten und arbeiteten wir jahrelang in der Fuldaer-Innenstadt!

Beim Chinesen holen wir uns noch unser bestelltes Mittagessen ab – und düsen über die Autobahn zurück nach Hause.

Der Papa fährt – und das Essen ist noch warm, als wir daheim ankommen! 😉

Ehe wir uns versehen, ist’s auch schon wieder dunkel – und das Pubertier darf sich nach dem Essen in sein Zimmer zurück ziehen und – Zitat – „endlich sein Leben leben!“ 😉

Kommt gut in die neue Woche!

Eure 

Alex

P.S. Wie immer – noch mehr Familien-Wochenenden in Bildern gibt’s drüben bei grossekoepfe! (Werbung durch Verlinkung)

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