The new black – oder erotisch ist was anderes: Unser Wochenende in Bildern 23./24.01.

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Samstag

Ja, genau genommen ist es schon Samstag, als ich jenen Brief an meine Kinder schreibe.
Mit dem Glas Weißwein neben mir, Nachts um einuhrzweiundvierzig.

Doch im Grunde schreibe ja gar nicht ICH den Brief, sondern „Waldo“.

DER Wichtel, der noch immer nicht ausgezogen ist – und der alleinige Grund, warum noch immer der volle Korb mit der Weihnachtsdeko im Hauswirtschaftsraum steht.

Ich hab’s einfach irgendwie jeden Tag verbummelt, den Rauswurf des niedlichen Männleins (fauler Sack!!! 😉 )  mit Pauken und Trompeten (und eben Abschiedsbrief nebst Überraschung) zu feiern.

Und würde ich nicht so auf’s Briefe-schreiben stehen, ich hätte diese beknackte Wichtel-Idee schon längst bereut und verflucht!

Weil zwar herzallerliebst für die Kleinste – aber zusätzliches „Geschiss“ für mich.
Depp ich bin.

Aber lest gerne selbst:

„Liebe Kinder,
lange habe ich es mir bei Euch im Haus gemütlich gemacht, es war einfach zu schön und interessant, all‘ Euren Gesprächen zu lauschen!
Ihr seid drei ganz tolle Kinder und meistert diese besondere Zeit mit Corona, Lockdown, Schulschließungen und ohne Freunde ganz wunderbar!
Ganz oft habe ich heimlich in meiner warmen, schützenden Wand vor mich hingelächelt – und mich von Herzen darüber gefreut, wie sehr Ihr Drei zusammenhaltet und Euch lieb habt!
Bitte vergesst niemals dieses besondere Band zwischen Euch Geschwistern und seid immer für Euch da!
Ich war gerne Teil Eurer Familie und sofern mein großer Meister mich nicht anders einteilt, sehen wir uns bereits zur nächsten Vorweihnachtszeit wieder!
Jetzt aber muss ich meinen winzig-kleinen Rucksack schultern und Richtung Norden ziehen.
Meine tatkräftige Hilfe wird nun wieder an einem anderen Ort gebraucht!
Liebe K., das Reh darfst Du gerne behalten.
Bitte geb‘ fein auf es Acht und füttere es nicht mit allzu vielen Süßigkeiten!
Damit Ihr Euch ein ungefähres Bild von mir machen könnt, zeige ich mich jetzt sogar – aber nur einmal!
Dur darfst mich gerne ausmalen  und mir damit ein bisschen Farbe und Leben verleihen, liebe K.!
Bis in einigen Monaten!
Euer Wichtel Waldo“

Warum eigentlich anziehen?

Manchmal weiß ich dieser Tage gar nicht mehr, wofür und warum ich mich eigentlich anziehen, kämmen und schminken soll.

Das frustriert mich, das gefällt mir nicht!

Ich vermisse die Frau in mir, die sich gerne zeigt und zurecht macht!
(nicht jedoch flirtet – und auf plumpe Anmach-Versuche allergisch reagiert! Ätsch!)

Es ist einzig und allein der Anspruch an mich selbst, mich absolut nicht hängen und gehen lassen zu wollen, der mich dennoch nach wie vor all‘ die verrückten Dinge im Bad tun lässt.

Aber schön und sexy?

Fühle ich mich gerade nicht mehr!

Besonders „erotisch“ ist das alles hier gerade nicht!

Wie auch, war das Leben als Muttertier ohnehin nie allzu prickelnd und spannend, warten nunmehr sogar nur noch Ackerspaziergänge und einsame Waldwege auf mich. 😉

Ja, es ist schon so weit gekommen, dass ich mich euphorisch freue, endlich die Familien-Einkaufsliste abarbeiten zu dürfen – und zu diesem Grund die liebsten und schönsten Schuhe im Supermarkt (Whaaat!?) ausführe!

Das Regal mit den Klosteinen (lest gerne hier, was es damit auf sich hat) meide ich aber neuerdings.

Leute! Ich sag’s Euch!
Lebensmittel-Shopping IST sexy, rocks und ist definitiv the new black!

 

Nach dem Mittagessen kann ich also endlich den Korb mit der restlichen Weihnachts-Deko auf dem Dachboden verstauen und verliere und vertrödele mich wie üblichen zwischen diversen Kisten und Boxen! 😉

Die Mutti muss an die frische Luft!

Ich muss raus und auf der Suche nach einem Lockmittel für die Mädels kommt mir das Reh-Gehege im Nachbarstädtchen in den Sinn.

Es funktioniert und wir verbringen immerhin eine gute Stunde zum Eltern-Kind-Lüften draußen an der Luft.

Ich fühle mich an diesem Samstag nicht besonders, Kopfschmerzen und Schwindel machen mir zu schaffen und die kalte Brise tut zumindest vorübergehend ein bisschen gut.

Ich habe nicht viel gegessen und hoffe, dem Kreislauf mit viel Zucker ein wenig auf die Sprünge zu helfen – hilft so semi und außerdem warten noch fünf Körbe Wäsche auf mich.

Heute möchte der Sohn wieder für uns kochen und da ihm das in den vergangenen Wochen immer hervorragend gelungen ist, freut sich die ganze Familie auf Chicken Nuggets im Cornflakes-Mantel!

Sonntag

„Muss ich mir heute etwa schon wieder so eine Arbeit mit dem Iglu machen!?“

nuschelt die Kleinste, noch bevor sie die Augen richtig geöffnet hat.

Es hat über Nacht geschneit, doch die Begeisterung hält sich sichtlich in Grenzen.

Ein paar Tage im hübschen Weiß haben wir in jenem Winter ja bereits hinter uns, das erste Iglu wurde gebaut, der Bob schon längst auf Fahrtauglichkeit getestet.

Und dennoch vereinbaren wir mit den Kindern, am Nachmittag zumindest eine kurze Weile raus und in den Schnee zu gehen.

Wir schaffen es tatsächlich noch nach draußen, denn clever wie ich bin lasse ich die dreckige, unaufgeräumte Küche links liegen und ordne kurzerhand Prioritäten um!

(Das muss ich ganz genau so schreiben, denn ich tue mir tatsächlich immer schwer mit so etwas. Am liebsten verlasse ich das Haus, wenn alles wieder hübsch aufgeräumt ist – ich Schaf! 😉 ) 

Außerdem müssen wir sowieso noch zur Schule und die Unterlagen für die Kleinste austauschen.

Mit dem Päckchen für die Homeschooling-Woche Nummer 3 on board fahren wir dann aber endlich in den Schnee! 

Kommt gut in die neue Woche!

Eure 

Alex

P.S. Wie immer – noch mehr Lockdown-Familien-Wochenenden gibt’s drüben bei grossekoepfe! (Werbung durch Verlinkung) 

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