Das Glück wohnt unter meinem Dach und liegt vor der Haustüre! Ein sorgenfreies Wochenende.

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Glück.

Glück duftet zart und reckt und streckt sich.

Jenes Glück schiebt Käsefüße aus der Decke, schnaubt friedlich – und nimmt mittlerweile Unmengen an Platz ein!

Glück wohnt unter dem eigenen Dach und lässt morgens zarte Sonnenstrahlen auf weicher Kinderhaut tanzen.

Und Glück bringt Dir stürmische Umarmungen und feuchte Küsse – und kommt nicht selten in viel zu zauseligen und wild gelockten Haaren daher.

Diesem Glück ist es egal, dass gerade die Welt da draußen eine andere ist und nicht mehr im gewohnten Maß tickt.

Dieses Glück weiß noch nichts von all‘ der Frustration, Resignation, bösartigen Anfeindungen, gespaltenen Gruppen und Mutationen – auch im Wesen so vieler, vieler Menschen.

All‘ das weiß dieses Glück mit seinen sieben Jahren noch nicht!

Es vermisst AUCH Freunde und…

…quietsch-bunte Geburtstagspartys, so viel sei gewiss!

Doch noch immer ist dieses Glück in der Lage, das Leben zu nehmen wie es kommt – und laut gackernd oder schallend dreckig lachend die Dinge zu nehmen, wie sie nun einmal sind.

Und ich wage zu behaupten, wer dieses Glück beobachten darf, wer darüber noch staunen kann und aus tiefstem Herzen es noch immer als seine Aufgabe sieht, das Lachen und Funkeln in den Augen ALLER drei Kinder zu bewahren, der IST glücklich.

Im Grunde bin ich glücklich – weiß es nur nicht immer

Nun, ICH darf mich glücklich schätzen!

Eine Erkenntnis, die erst an diesem Wochenende reifen musste!

Fühlte ich am Freitag-Abend doch noch ganz anders.

Denn ich kann hier nun klugscheißern so viel ich möchte, auch – oder vielleicht eventuell sogar ein ganz kleines bisschen GERADE – ich sehe leider viel zu oft schwarz.

Nicht grau, sondern tiefes-dunkles schwarz.

Mit eben jenem Tunnelblick saß ich auch Freitag-Nacht auf dem Badezimmer-Teppich.

Eigentlich wollte ich duschen – stattdessen kauerte ich da, Tränchen flossen und ich umschloss verzweifelt, bereits nackt, mit den Armen die eigenen Knie.

Es muss ein erbärmliches Bild gewesen sein. 😉

Was passiert war?
Nun, eine Fügung unglücklicher Umstände, die im Zweifel stets dazu führt, dass Mütter – situativ – einfach ALLES falsch machen.

Ich war an diesem Freitag-Abend „gemeine Zahnfee“ und keifende Mutter, beleidigte Ehefrau und übermüdeter Frustbolzen.
Und Hormon-geplagt.

Denn im Grunde wusste ich genau, WAS da in mir vorgeht – seit geraumer Zeit führe ich tatsächlich Protokoll, um mich zu verstehen.
(Dinge aufzuschreiben hilft IMMER!) 
Doch wird dies zu gegebener Zeit ein Blogbeitrag für sich sein.

Nun, das „Verstehen“ funktioniert mittlerweile ziemlich gut  – nur das Gegensteuern nicht immer! 😉

Manchmal braucht’s auch nur ’ne Mütze Schlaf

Glücklicherweise lagen zwischen dem Glas Wein unter Selbstvorwürfen und den rosig-warmen Kinderwangen im Sonnenschein schlichtweg einfach nur ein paar Stunden erholsamer Schlaf!

Und die Welt war wieder schön!
Und das Glück ganz nah und greifbar!

Ja, manchmal braucht’s einfach auch den stoischen Willen, den folgenden Tag ein „Schöner“ werden zu lassen – und alles wird in der Tat gut!

Einfach rausgehen und machen! Oder demmeln…

Ebenfalls lernte ich an diesem Samstag, dass wir manchmal auch einfach nur mal die Haustüre öffnen müssen und das Näschen in die frühlingsfrische Luft halten sollten!  (Möglichst ohne gleich zu ribbeln, jucken und niesen! 😉 )

Und im Anschluss einfach anfangen sollten, zu machen!
OHNE zu denken.

Dass wir nur den Helm aufsetzen brauchen, den Rucksack schultern – und schon liegt noch so viel mehr Glück vor der eigenen Türe!

Und schöne Fleckchen Erde sind ganz ohne weite Reisen zu erkunden!

Wir machen eine Radtour an den See

Denn manchmal müssen wir einfach nur hinschauen – und sollten nicht allzu viel Energie dafür verschwenden, Unternehmungen, Möglichkeiten, Freiheiten und Reisen zu betrauern, die aktuell nun einmal NICHT sind!

Weil NUR dadurch – durch unsere Einschränkungen –  Menschenleben gerettet werden!
Vergesst das bitte nicht!

Und außerdem tritt es sich mit dem Blick auf die hübschen Dinge im Leben so viel leichter in die Pedale! 😉

Aktuell freue ich mich einfach auf den Frühling und darauf, wie meine Kinder über die warmen Monate reifen, wachsen und so viel Neues lernen werden.

Es macht mir gerade nicht mehr allzu viel Angst, keinen Plan zu haben.

Es geht uns gut!

Denn noch immer geht es uns gut!

Wir haben uns und wir haben uns lieb.
Wir sind gesund, der Kühlschrank ist voll und die Natur schenkt uns noch immer so viele unfassbar schöne Farben und Eindrücke.

Unsere Kinder haben einen großen Garten und noch so viel mehr Wiese drumherum!

Und auch wenn wir tatsächlich ab Dienstag wieder in den Distanzunterricht übergehen werden, so bestehen noch immer (virtuelle) Kontakte zu Mitschülern und Lehrern.

Und ich wage zu behaupten, auch ein Fitzelchen Bildung wird hängen bleiben!

(Auch wenn ich beim Sohn viel Gekicher und Gelächter während oder nach den Videokonferenzen höre – es ist mir aber lieber als ein todunglückliches Kind!!!)

Ich könnte jetzt Stunden damit verbringen, zu bedauern, was aktuell alles NICHT geht, das werde ich sicherlich auch hin und wieder erneut in Form des ein oder anderen Blogbeitrages tun!

Doch an diesem Wochenende nehme ich die Brille – sei sie nun naiv-rosarot, schonend-getönt oder die-klare-Sicht-benebelnd – einfach mal nicht ab!

Will ich nicht. Mag ich nicht.

Mag mich auf die hübschen Kleinigkeiten im Leben konzentrieren!

Und so möchte ich jetzt schon dieses sorgenfreie Wochenende abschließen – und noch ein bisschen die besänftigende Zufriedenheit genießen.

Solange sie noch währt! 😉

 

Kommt gut und gesund in die neue Woche!

Eure 

Alex

P.S. Weitere Familienwochenenden gibt es bei grossekoepfe! (Werbung durch Verlinkung) 

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