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Denn die schärfsten Kritiker sind wir selbst: Über Zweifel und die Sache mit der Selbstliebe

“Zu albern und zu bedrückt, zu depressiv und zu himmelhochjauchzend, zu euphorisch und zu träge, zu aufdringlich und zu schüchtern, zum fremdschämen und bemitleiden, zu geschwätzig und im falschen Moment zu schweigsam, zu impulsiv und trotzig, zu verletzlich und ohne Stolz, zu sehr am baggern und Flirtlegastheniker, zu versaut und doch zu langweilig, zu viele verbotene Gedanken und doch uninteressant, nur eine Mutter von vielen – die blödeste und dümmste von allen, zu strebsam und zu faul, zu oft zu Hause und zu viel am bloggen, zu sehr versunken in der Mutterrolle und zu oft am meckern und zetern, zu viele Flausen im Kopf und noch mehr selbstzerstörerische Gedanken, zu anstrengend und zu oft am schreiben, eine Stalkerin, zu stur und uneinsichtig, zu viel Gefühl und zu wenig Verständnis, zu offenherzig und doch so festgefahren, zu scharfzüngig und dann wieder zu ängstlich, zu schüchtern, zu sehr am zittern und stottern, zu dunkelhaarig und manchmal zu blond, zu braunäugig und zu hochgewachsen, zu aufreizend angezogen und so unsichtbar, zu unfähig und ohne Zukunft, zu verloren und nach-Hilfe-schreiend….”

Die härtesten Kritiker sind wir selbst.

Wie oft bilde ich mir ein Konstrukt im Kopf aus Dingen, die Menschen vermeintlich über mich denken – ohne es mir gegenüber jemals ausgesprochen zu haben.

Ich mache mich nieder und fertig, verliere jegliches Gefühl des Selbstwertes – und auch ein bisschen die Liebe zu mir selbst.

Denn es muss doch so sein!?

All’ das bin ich für andere Menschen!
Oder etwa nicht!?

“Du bist lustig und wunderschön, intelligent”
“Du könntest ein Buch schreiben” 
“Liebe Alex, Du schreibst mir so sehr aus der Seele”
“Wie schaffst Du das nur alles mit drei Kindern? Ich könnte das gar nicht!”
“Du bist eine gute Mama und kannst stolz auf Dich sein!”

All’ das hingegen sind Aussagen, die mich in Wort und Schrift schon öfter erreichten!

Warum nur fällt es so schwer, das Gute und Positive einfach anzunehmen – und vor allem nachhaltig zu speichern und zu konservieren!?

Warum mache ich mich selbst so klein und knicke beim kleinsten Rückschlag, auch nur dem geringsten Gefühl der Zurückweisung, ein???

Immer und immer wieder!?

Wie ein verletzlicher und zarter Grashalm im Herbstwind?
Hochsensibel und die Sicht getrübt ob wässriger Augen.

Und dichte mir zu allem Überfluss noch die schlimmsten aller Möglichkeiten hinzu.

Solange, bis ich am liebsten verschwinden mag.
Mag die Bettdecke über den Kopf ziehen und nicht mehr aufstehen…

Es soll mir endlich egal sein, was Andere über mich denken!

Warum überhaupt gebe ich so einen “shit” auf das, was ANDERE über mich denken KÖNNTEN!?
(“I don’t give a fucking shit”  – Wenn es doch nur so einfach wäre!!!)

Das will ich so nicht mehr, ich möchte wieder an mich selbst glauben können, mag mich lieb haben!

Ich möchte sprudelnd und begeistert von meinen Ideen erzählen können, dumme Sprüche und Witze reißen – ohne nur Stunden später alles wieder infrage zu stellen – und zu bereuen, mich Anderen anvertraut zu haben.

Ich möchte ICH sein!

Wie gerne will und möchte ich zu dem stehen, WAS ich bin und WIE ich bin!
Wofür ich brenne und mich begeistere!

Mag mein Leben FÜR MICH und MEINE KINDER leben!

Und ich will endlich mein inneres Glück finden!

Mensch Leben! Ich bin doch jetzt verflucht-nochmal alt und groß genug dafür! 😉

Eure 

Alex

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hey Alex,
    Beeindruckender Text, toll geschrieben!! Selbstzweifel dieser Art sind mir so sehr vertraut, ich drück dich im Geiste! ?
    Sabine (aus dem Mausloch)

  2. Wenn Dein Text einen Club und die Aufnahmebedingungen dafür beschreiben würde, wäre ich eines der Gründungsmitglieder…gäbe es Wettbewerbe im an sich zweifeln, ich wäre regelmäßig Siegerin…
    LG aus Bayern

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