Skip to content

Sobald ein Kind “fehlt” ist alles anders – ein (fast schon) langweiliges Wochenende #wib 16./17.03.

Sonntag-Abend. Es ist wieder Leben in der Bude.

Während ich noch am Esstisch sitze, muss ich unweigerlich schmunzeln – und beobachte selig das Treiben um mich herum.

Sehe den großen Bruder, wie er die Jüngste kitzelt und mit ihr fangen spielt, höre Teenager angeregt plaudern – und den Mann in der Küche klappern.

Alle sind um mich herum!

Und wenngleich Wohnraum und Küche – bekanntlich in unserem Hause quasi eins – schon wieder einem Schlachtfeld, welches mit Hygge und “Schöner Wohnen” nicht viel gemein hat, gleichen, so fühle ich mich gerade wohl.

Und fange an zu summen.

Warum es nun ausgerechnet der “Wellerman Song” ist, der mir im Kopf herumschwirrt (ich oute mich jetzt: Ich fand den in der Corona-Zeit ziiiemlich cool!), weiß ich allerdings auch nicht.

Als ich ein bisschen zu laut summe, blickt mich das mittlere Kind mit weit aufgerissenen Augen entgeistert an.

Wieder vereint

Ja, wir Fünf sind wieder zusammen und das ist gerade – in diesem Moment – schön.

Selbst der Mann und ich verstehen uns nach den üblichen Anpassungsschwierigkeiten, welche auf jede Dienstreise folgen, wieder.

Noch viel mehr aber freue ich mich gerade, dass mein (ich soll “liebstes” schreiben, sagt sie, aber das wäre den Geschwistern gegenüber unfair) Mädchen wieder da ist!

Das Konfi-Kind war nämlich das ganze Wochenende mit der Kirche auf der Wartburg und kam erst am Sonntag-Mittag wieder nach Hause.

Das Kind setzte sich an den Mittagstisch, verspeiste Lasagne – und ward seitdem bis zum Abendessen nicht mehr gesehen.
Schlaf nachholen 😉

Nun aber wuseln wieder alle wild durcheinander. Und es ist laut.

Furchtbar laut und quirlig, so wie es immer ist, sind alle drei Kinder zu Hause.

Denn es ist ein immer wiederkehrendes Phänomen:

Sobald auch nur ein Kind fehlt und unterwegs ist, ist sofort alles anders!

Wir sind ruhiger, alles ist stiller – und irgendwie auch langweiliger.

Ein langweiliges Wochenende?

Und irgendwie trifft “langweilig” auch ein kleines bisschen das, was ich für dieses Wochenende – bis eben gerade! – empfunden habe.

Ohne hier irgendwem oder auch dem Wochenende an sich Unrecht tun zu wollen.

Es gibt einfach nicht viel zu berichten!

Selbst in mir drinnen war es ausnahmsweise irgendwie ruhig.
Beängstigend langweilig. 😉

Ausnahmsweise kreisten mal keine Gedanken und auch kratzten keine Ängste und traurigen Vorstellungen am Gemüt.

Ich spürte weder Euphorie noch Trauer – ein eigenartiges Gefühl der Gleichgültigkeit machte sich stattdessen breit.

Ein kurzes Durchatmen, denn der nächste Sturm kommt gewiss.

Tabula rasa im Kleiderschrank!

Fast schon erschrickt es mich, dass ich beinahe genauso emotionslos gestern meinen Kleiderschrank ausmistete.

Nach vielen, vielen Jahren, in welchen ich genau dies nicht tat!

Doch berichtete ich bereits am letzten Wochenende davon – ich hatte das dringende Bedürfnis, irgendetwas im Außen aufzuräumen und mich von materiellen Dingen zu trennen.

Denn so etwas befreit mich immer und tut unfassbar gut – wenn es mir schon nicht gelingen mag, mein Innerstes zu sortieren.

Und so finde ich hin und wieder Erfüllung im Wegwerfen und in der Vorstellung mit Absicht weniger zu besitzen!

Weniger Ballast, der einengt, bedrückt und den Blick trübt.

Ja, ein Teil von mir musste gestern, am Samstag, gehen.

Säckeweise wanderte er in Altkleider-Container – Teile aus fast zwei Jahrzehnten mussten fort.

(Ich weiß, richtig korrekt wäre es gewesen, alles in die Diakonie o.ä. zu fahren – aber ich wollte einen echten, richtigen Cut! Und nicht die Säcke tagelang im Kofferraum herumkutschieren müssen!)

Vielleicht war es ganz gut, dass ich an jenem Wochenende wenig Sentimentalitäten verspürte und beherzt selbst meiner Rocksammlung (ist so’n Ding! fragt nicht! 😉 ) zu Leibe rückte!

Sie ist jetzt auf die Hälfte reduziert – im Schrank allerdings sieht man komischerweise nichts!

Und dennoch – vielleicht spiegelt sich einfach auch hier der Drang nach Veränderung und Fortschritt in mir wieder.

Und ganz vielleicht verdränge ich an diesem Wochenende einfach auch ein bisschen.

Die Tatsache, dass Entscheidungen noch ausstehen und ich nicht die geringste Ahnung habe, in welche Richtung mich mein Weg führen wird – oder aber ob ich bereits schon wieder auf der Stelle trete.
Es nur noch nicht weiß.

Da ich aber aktuell keine Dinge ändern und nichts bewirken kann und mir die nervöse Schnappatmung auf Dauer nicht bekommt (hatte ich schon erwähnt, dass ich mich an diesem Wochenende auch furchtbar erschöpft fühlte!?) – bleibt mir nur, “besonnen” (noch so’n Ding aus der Corona-Zeit 😉 ) zu bleiben.

Und einfach mal laufen zu lassen.

Und darauf zu vertrauen, dass alles gut wird und seinen Weg gehen wird!

Kommen wir zu den – nicht vielen – Bildern eines ziemlich unspektakulären Wochenendes! 🙂

Samstag

Sonntag

Kommt gut in die neue Woche!

(wie immer – mehr #wibs gibt’s drüben bei grossekoepfe!)

Eure 

Alex

Der Text gefällt? Dann Daumen hoch für die Alex!
Teilt den Beitrag gerne auch über Facebook. Dazu einfach auf den Button klicken.  😉

Keinen Beitrag mehr verpassen?

Dann mach es wie viele Andere und folge mir! Gib dazu einfach Deine Email-Adresse ein und klicke auf 'MamaStehtKopf folgen'. Dann wirst Du über neue Artikel von mir persönlich informiert. So einfach kann's sein... 🙂 Beachte auch meine Datenschutzhinweise.

 

Dieser Beitrag hat 0 Kommentare

Kommentar verfassen

An den Anfang scrollen