Donnerstag. Die schönsten Erinnerungen und Erlebnisse, die ich mit Mailand verbinde, sind in keinem Reiseführer…
Und auf einmal zählen ganz andere Dinge – Unsere Hazel zieht ein!!! #welpeneinzug #aussie #wib
Manchmal sind es ganz andere Dinge, um die es im Leben wirklich geht.
Nicht Klickzahlen, Aufrufe, Reichweite – oder gar Podcasts, spannende Projekte und (dennoch ausbleibender) Erfolg. 😉
Und diese anderen Dinge treffen uns auch ganz unerwartet! Und vielleicht müssen wir erst in eine neue Rolle und in diesen anderen Lebensabschnitt hineinwachsen.
Es fühlt sich alles noch fremd und unbeholfen und komisch an – und doch ist Eines von Anfang an da:
Dieses Gefühl!
Es lässt nicht los und das wird es von fortan wohl auch nicht mehr – niemanden von uns Fünfen.
(Auch die nicht, die sich am stärksten dagegen sträubten. Das kann ich jetzt schon heimlich schmunzelnd erahnen 😉 )
Das Gefühl welches von Zuneigung, Liebe und Fürsorge zeugt – es begleitet von Anfang an.
Und es verdeutlicht, um was es hier jetzt geht.
Alles was zählt
Das wissen wir Eltern eigentlich schon lange. Denn nichts ist wichtiger, als die Gesundheit und das Wohlbefinden unseres eigenen Nachwuchses.
Geht es uns noch so schlecht, ist da immer noch dieses Gefühl von tiefer Liebe zu den eigenen Kindern, von Geborgenheit, die wir nicht nur selbst fühlen, sondern aus tiefstem Herzen auch schenken und vermitteln wollen.
Es geht darum, dass es UNS gut geht. Und nur darum!
Ich habe ein “neues” Gefühl
Seit gestern kenne zumindest ich noch ein neues Gefühl.
Es rührt mich ein wenig und wühlt auch auf – und gerade schlummert es unter meinen Füßen.
Wir haben uns entschieden, einem Lebewesen ein zu Hause und eine Familie zu schenken. Und zwar zu dessen Lebzeiten.
Dieses Geschöpf wird und soll ab jetzt – sofern Gott will und alles gut geht – sein gesamtes Leben bei und mit uns verbringen.
Vielleicht eines Tages nicht mehr mit allen Fünfen – aber daran möchte ich heute und jetzt einmal nicht denken.
Man kann es belächelnd als eine “Phase” im Leben bezeichnen, denn es ist nur ein Bruchteil unseres Menschenlebens. Aber das finde ich nicht fair!!!
Denn für diese grünen Augen, für unseren Hund, sind wir jetzt die Welt.
Ein ganz besonderer Sonntag
Nachdem vielleicht gestern – am Sonntag – sogar erst eine kleine Welt zusammenbrechen musste.
Gestern holten wir unsere kleine Australian Shepherd Hündin mit elf Wochen von ihrer liebevollen Züchterin in Ingolstadt ab.
Doch nicht nur das, musste sich das Tier auch als letzte von insgesamt acht Welpen von ihrer Mama trennen, als auch von der Tante und der Oma – sie befand sich in bester “hündischer” Gesellschaft.
Jetzt ist sie allein in einem Haus voller verrückter Zweibeiner. 😉
Nicht zuletzt galt es auch Abschied nehmen von der lieben A., die vollster Herzenswärme den Welpen noch für eine “Verlängerungwoche” mit in ihre Wohnung nahm und Teil an ihrem Alltag haben ließ.
Wir wollten erst die Skifreizeit der Tochter mit dem Gymnasium abwarten, bevor unser neues Familienmitglied mit Fellnase bei uns einzieht.
Das war uns wichtig, damit nichts die Kennenlern-Tage und allerersten Wochen trüben kann. Und damit die Tochter auch von Beginn an im Haus ist.
Diese eine extra Woche musste somit sein.
Was uns zum Einen sogar ein wenig in die Hände spielte, denn wir bekamen gestern nicht nur ein gänzlich wundervolles Geschöpf in die Arme gedrückt, sondern auch eine kleine Hündin, die schon so viel kann, versteht und mitbringt! Doch es machte den Abschied vom Zuchtzuhause gestern vielleicht etwas schwerer.
Glaubte doch die Hündin dort angekommen zu sein!
Und dann kamen wir daher… 🙂
Ich sah die Tränchen in den Augen unserer lieben Züchterin.
Tränen, die vom Herzblut zeugten und der Hingabe, mit welcher sie sich um ihre Welpen kümmerte.
Tränen, die davon zeugten, dass wir hier bei den richtigen Menschen gelandet waren und fortan immer eine liebe Ansprechpartnerin haben werden!
Das ist ein beruhigendes und warmes Gefühl. Und viele Textnachrichten und Fotos flatterten schon zwischen Bayern und Hessen hin und her. 🙂
Ich hatte kalte Füße
Und auch wurde ich gestern und bis zu dieser Minute, zu der ich diese Zeilen tippe, einmal mehr vom Leben überrascht!
Insbesondere davon, dass nicht nur immer alles im Leben anders kommt – sondern gerade in meinem speziellen Fall – so viel besser und schöner als erwartet!
Das hat mich mein Leben schon oft gelehrt.
Vielleicht sollte ich endlich aufhören, dieser anderen Stimme in mir Glauben zu schenken! Sie hat so selten Recht.
Ja, ich hatte kalte Füße bekommen.
Aber so richtig!
In den letzten Tagen fühlte ich mich nicht bereit.
Ich fühlte mich nicht vorbereitet, Bücher lagen noch immer ungelesen im Wohnzimmer, das Haus war noch nicht so “bereit” wie ich es gerne gehabt hätte. Und vielleicht war eben einfach auch nur ich es nicht.
Ich hatte Angst und fragte mich, ob ich der Sache wirklich gewachsen bin.
(Das weiß ich jetzt nach noch nicht einmal vierundzwanzig Stunden natürlich immer noch nicht.
Aber es fühlt sich aktuell zumindest schon einmal so schön an! 🙂 )
Und mit all diesen bibbernden und kalten Füßen aber habe ich unserer Hazel so was von Unrecht getan.
Anfänger Glück? Eine ganz entspannte Heimfahrt!
Denn – und das ist kein Witz – bis jetzt haben wir hier eine so liebe Vorzeige-Hündin zu Hause!
Das fing schon auf der dreieinhalbstündigen Autofahrt nach Hause an!
Es scheint, als haben wir ein Anfänger-Modell bekommen, einen kleinen, flauschigen Glücksgriff. 🙂
Eine Glücksfall, der offenbar Auto-fahren total geil und chillig findet – und nach ein paar interessierten Blicken aus dem Fenster, einfach schlief und ruhte!
Und auch ein Glücksfall, der auf dem Rastplatz ganz vorzeigemäßig auf der Grünfläche Pipi-machte (es heißt “sich lösen” hab ich gelernt) und unser Auto völlig unversehrt ließ!
(Und es ist mir jetzt egal, wieviele Menschen nun daher kommen und mir erzählen, wie entspannt ihre Heimfahrt ebenfalls verlief! 😉 )
Ein neues Zuhause
Ich habe auch hier zu Hause noch nicht einen Unfall wegwischen müssen!
Unser Garten wurde umgehend als “Löse-Spot” akzeptiert und erkannt – und bei jedem Rausbringen Gebrauch davon gemacht.
Die große Tochter kümmert sich rührend und vollster Hingabe und Geduld um unseren neuen Familienzuwachs – an ihr hängt die Hündin ganz besonders. (Riesige Wiedersehensfreude nach dem Toilettengang 😉 )
Klar, war die Maus gestern etwas still und verhalten. Und auch lag im Blick eine gewisse Trauer – das will ich nicht leugnen.
Wie sollte es auch anders sein, wurde sie doch aus ihrer vermeintlichen Familie geholt, stundenlang durch die Gegend kutschiert und bekam dann dieses Einfamilienhaus mitten in Hessen als “Zuhause” erklärt.
Doch auch hier verläuft – bis jetzt – alles so viel entspannter und schöner als erwartet!
Ich hab’ die noch nicht einmal (!) bellen hören!
Entgegen unserer Befürchtungen wurde gleich – trotz etwas Schwermut – gefuttert und geschmust und auch hier und da auf dem Boden gechillt.
Wir werden voneinander lernen 🙂
Und natürlich werden wir hier gerade auf Schritt und Tritt mit interessiertem Blick (dieser Blick, Leute! Ich darf da nicht drauf reinfallen!) inspiziert und ausgewertet. Und die ein oder andere Grenze wurde natürlich auch schon ausgetestet.
Wir werden hier erforscht und erprobt – und es gilt nun mit viel Liebe, aber auch Konsequenz, durch die letzten Welpen-Wochen zu begleiten!
Die erste Nacht ist ebenfalls gemeistert!
So schlief die kleine Hazel in ihrer Box im Zimmer der großen Tochter, die sich für’s Lösen einmal in der Nacht den Wecker stellte und ab 06.30 Uhr von alleine geweckt wurde.
Und jetzt riecht zwar unser Hauswirtschaftsraum nach Hundefutter und die Wäsche und wir vielleicht künftig auch ( 😉 ) – und ich fühle mich noch immer völlig ahnungslos – aber dafür bereit!
Ich und wir sind bereit, diesen Weg mit vier Pfoten an der Seite zu gehen, wohin uns diese Abzweigung auch führen wird!
Doch lasst uns erstmal ankommen, viel kuscheln und vor allem Ruhe üben!
To be continued…
(….und weil wir unsere Hündin nun einmal an einem Wochenende abgeholt haben – mehr #wibs gibt’s bei grossekoepfe! 🙂 )
Eure
Der Text gefällt? Dann Daumen hoch für die Alex!

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