Ich bin weder stinkreich (weit entfernt davon ;) ) noch im Modebusiness oder Jetsetter. Ich…
Mama-Auszeit: Einfach nur zwei Freundinnen unterwegs in Mailand… #wib #kurzreise #städtetour
Mailand. Mailand war für mich bislang immer ein großes Autobahnkreuz auf dem Weg in die Toskana.
Es war der Autogrill-Rastplatz, auf dem ein Kind in die Wiese kotzen musste.
Und es war halt eine große Metropole zu Fuße der Alpen.
Es war für mich die Stadt mit dem berühmten Dom, vor welchem Menschen immer Fotos und Selfies machen mussten und gewiss eine hübsche oberitalienische Stadt.
Ferner war es für mich die Stadt, in welche Menschen ob wichtiger Mode- oder Business-Termine reisten und damit stolz in den sozialen Netzwerken auftraten.
Oder eben die Stadt, die Leonardo da Vincis “Das letzte Abendmahl” beherbergt.
Aber ob Mailand eine längere Städtereise wert war, das blieb für mich bislang unklar!
Städtereise nach Mailand – lohnt das?
So zögerte ich innerlich vor ein paar Monaten auch, als mir meine liebste Freundin Mailand für den diesjährigen Städtetrip zu Zweit vorschlug.
Es war für mich nicht zu weit weg, um mit dem Flugzeug zu fliegen – aber auch nicht nahe genug für eine entspannte Zugfahrt.
Es ließ für mich zu viele Fragen offen.
Ob es eine Tour wert war, oder ob wir uns nicht doch noch viel weiter gen Süden wagen sollten – vielleicht sogar für drei oder vier Tage ans Meer?
Und heute?
Heute, genau während ich diese Zeilen hier tippe, bin ich froh, mich auf dieses Abenteuer eingelassen zu haben!
Nicht nur sitze ich hier neben meiner allerliebsten Reisefreundin im weichen Hotelbett hoch über den Dächern Mailands (Wir haben ein Zimmer im 7. Stock mit grandiosem Balkon!), sondern auch sind die Wangen ob so viel wunderschöner Frühlingssonne warm!
Das Bäuchlein ist voll mit köstlicher Pasta und mein ganz eigenes Lebenskonto ist um so viele hübsche
(Sinnes-) Eindrücke und Momente reicher!
Mailand – so viel mehr als der Dom!
Und JA! Mailand ist durchaus eine Städtereise wert!
Und vielleicht ist es sogar doch ein kleines bisschen mehr als nur “diese Galerie mit der Glaskuppel” und “der riesige Dom“.
Mailand ist eventuell sogar ein Gefühl, wage ich jetzt schon zu behaupten!
Und La Dolce Vita spielt sich durchaus auch bereits mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund ab.
Es muss nicht immer direkt das und am Meer sein.
Auch Mailand bringt Füße zum Brennen und lässt Schritte sammeln (es waren heute 18.000).
Heute, am Montag, hätte ich mir das Drei-Tages-Metro-Ticket durchaus sparen können!
Wir haben die Stadt gefühlt einmal zu Fuß durchquert.
Zu schön war einfach der tiefblaue Himmel, zu sehr wollten wir Sonnenstrahlen nach dem Winter aufsaugen und hübsche Gebäudefassaden bestaunen.
Und wie so oft in europäischen Metropolen ist das Meiste fussläufig erreichbar und liegt irgendwie beieinander.
Dabei genügten uns heute Spaziergänge und Gespräche.
Ein Jahr lang haben wir uns nicht gesehen, wir wollten und wollen in diesen Tagen einfach (zusammen) sein.
Einfach nur zwei Freundinnen…
Es ist das, was ich an den gemeinsamen Kurzreisen so schätze.
In diesen Stunden sind wir nur zwei Freundinnen – ohne Verpflichtungen und Aufgaben, keine Mütter und Ehefrauen.
Auch diese Reise bescherte mir im Vorfeld nicht nur ein schlechtes Gewissen (es ist immer so, das Loslassen von zu Hause fällt mir schwer – und ist dennoch gleichermaßen für diese kurze Zeit so wichtig!), sondern auch lustige und bis jetzt bereits so viele schöne Momente!
Und wir werden gemeinsam alt, das merken wir.
Davon zeugt allein die Tatsache, dass ich hier nun um 22 Uhr diese Zeilen tippe, statt in irgendeiner angesagten Rooftop-Bar über den Dächern der italienischen Metropole zu sitzen.
(Gibt es eine angesagte Rooftop-Bar in Mailand? Es gibt hübsche Männer – kommt schon, ich muss wenigstens einmal sowas jetzt schreiben! – das ganz gewiss! Aber was weiß ich als alte Frau schon. 😉 )
Wir müssen beim Shopping die Augen zusammenkneifen (meine Freundin, sie ist noch nicht so weit, dass sie begreift, was ihr Problem ist) oder die Lesebrille aufsetzen (ich, ich habe mich diesem Schicksal schon vor ein paar Jahren ergeben), um Preisschilder zu lesen.
Und wir haben diverse Salben und Pillchen für unsere ganz eigenen Baustellen mitgebracht.
Wir haben Fältchen und graue Haare bekommen und beide schon so große Kinder.
Kinder, die vermutlich so viel weniger vermissen, als wir Muttis es tun.
Wir schmunzeln, beobachten wir die “jungen Dinger” beim lächerlichen Posen – wie wenig sie doch von der Welt wissen und mitbekommen, wie falsch die Prioritäten liegen.
Ob sie eines Tages genauso alt und dankbar sein werden wie wir es sind? 😉
Wir suchen uns günstige Lokale fernab der Touristen-Fallen (noch immer macht es mich unfassbar aggressiv, wenn Kellner auf der Straße stehen und lautstark in ihre Lokale locken wollen) und sind bislang auch nur einmal (! 😉 ) reingefallen, als wir unbedingt einen Apperetiv mit Blick auf den Dom trinken wollten.
(Macht es nicht! Reine Verarsche und Abzocke!!!)
Klar vermisse ich Kinder & Hund! Aber das ist ok! 🙂
Wir telefonieren mit zu Hause, denn ein Teil von uns ist im Herzen natürlich doch bei unseren Liebsten geblieben.
Und ich vermisse neuerdings sogar ein vierbeiniges Familienmitglied mit feuchter Schnauze! 🙂
Und neben vielen wunderschönen Fotos, gibt es gar nicht mehr allzu viel zu erzählen!
Der Rest steht in diversen Reiseführern!
Hier weitere Bilder von Sonntag & Montag!
(Weitere #wibs gibt’s auch bei grossekoepfe! 🙂 )
To be continued…
Eure
Der Text gefällt? Dann Daumen hoch für die Alex!

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