Jetzt ’ne Caipi…

Ich habe den besten Mann der Welt! Warum? Weil er genau weiß, was mich glücklich macht. Weil er mich zwar nicht am f……Valentinstag mit dämlichen Rosen überhäuft oder gar schnulzig-schmalzige Liebes-Arien auf mich singt. Nein! Und schon mal gar nicht schleudert er nur so mit Komplimenten um sich. Auch das ist nicht so wirklich sein Ding 😉 Was zugegebenermaßen durchaus manchmal zum Haare-raufen und Zähne- fletschen sein mag. Aber er weiß was mir gut tut und versteht es wie kein Anderer mir mit Kleinigkeiten den Tag zu retten und zu versüßen. Mir Rohrzucker und „Feuerwasser“ genauer gesagt.

Und da stand sie einfach so da rum, letzte Woche. Die Flasche Cachaca. Nur für mich! Verweigert der Gatte doch seit eh und je die Aufnahme alkoholischer Getränke jeglicher Art. Daneben ein Bündel Limetten, selbstverständlich die Packung Rohrzucker und später finde ich doch tatsächlich noch Limettensaft zum Verfeinern beim Blick in den Kühlschrank vor. Hatte er alles eingekauft, während Mutti zwangswellnessen war! Nun, an eben jenem Abend war ich zu müde und bereits wohlig warm vom Weißwein (ihr wisst schon, das Abendessen nach dem Wellness) angeschickert, so dass die gute Flasche erst einmal in’s Regal wanderte.

IMG_20180303_000659882Doch heute, am späten Freitag-Abend, fast eine Woche später will ich sie mir endlich gönnen!
Die Caipirinha mit viiiel Zucker und Spirituose. Hoffe ich schreib’s noch richtig, habe ich doch natürlich bereits vom zubereiteten Getränk gekostet.  Was ich auch weiterhin jetzt tun werde, so bitte ich von etwaigen folgenden Rechtschreibfehlern oder gar einer unverständlichen Ausdrucksweise abzusehen. Wir werden sehen, wohin mich dieser Text nun führt! 😉

Doch hier erstmal meine ganz eigenen Gründe, warum ich mir DAS jetzt verdient habe:

Ich habe einen Pinkel-Marathon hinter mir!
Heute Abend! Schwache Blase? Zu dünn angezogen? Nicht ich! Und ob’s nun wirklich an der Blase lag, sei jetzt nun einmal so  dahingestellt! Acht (!) Mal kam die Kleinste vorhin wieder aus dem Bett geklettert. Mittlerweile stolz in Besitz eines Hochbettes ist’s umso nerviger für Alle! Leiter hoch, Leiter runter. Ist geil und neu und will daher bis auf’s Äußerste strapaziert werden. Um im Anschluss unter höchster Anstrengung jeweils drei Tröpfchen Pipi rauszuquetschen!
„Mami! Ich kann doch nix dafür. Das fühlt sich andauernd so an“.
Ist klar! Nun, ich muss zugeben, ich war einfach zu müde, um in mütterlich-übertriebene Panik zu verfallen und das arme Kind zu bemitleiden! Ferner war ich schlichtweg zu faul, JETZT um mittlerweile 22 Uhr, Teststreifen für etwaige Urin-Kontrolle sowie sterile Behältnisse zu suchen. Denn: Ich kenne mein Mädchen! Verzog sie doch beim eigentlichen Vorgang des Urinierens nicht eine Miene! Harnwegsinfekt hört sich anders an. Ich war mir somit sicher, der Vierjährigen gerade gewaltig auf den Leim zu gehen! Denn glaubt mir, da kenne ich mich mittlerweile aus! Nach einer geschlagenen Stunde des Herauszögerns konnte ich endlich unter der wohlverdienten Dusche stehen. Hatte ich doch ein Fernseh-Date mit dem Gatten und befand mich zwecks Anwesenheit dessen somit ausgerechnet heute unter enormen Zeitdruck. Beim kurzen Kontroll-Check nach unten fand ich lediglich den großen Sohn noch hellwach vorm Fernseh-Gerät wieder. Dessen Vater schnaubte nur noch jenseits von Gut und Böse. Adieu Zweisamkeit!
Nun, angesichts der ins crushed ice gefallenen Paar-Zeit, gönne ich mir jetzt noch mal ein Schlückchen aus dem Strohhalm, sofern Ihr gestattet 😉

Heute Mittag bekam ich die Absage für eines meiner Projekte.
Zwar stand es nicht unmittelbar in Verbindung mit diesem Blog, doch hätte ich beinahe die Möglichkeit gehabt mit einer meiner Geschichten „ganz groß raus“ zu kommen. Mehr sollte ich an dieser Stelle wohl nicht preisgeben. Und ich war ziemlich nah dran, kam sogar in die engere Auswahl!  Zwar bin ich jetzt nicht zutiefst enttäuscht, denn immerhin umgehe ich nun galant die Gefahr, mich vor ganz Deutschland zum Deppen zu machen 😉 Doch hätte dies eine ziemlich coole und witzige Aktion für’s mütterliche Selbstwertgefühl dargestellt. Gern hätte ich mitgemacht.
Auch hierauf noch einmal: Cheers!

Meine Beine werden übrigens schon weich, vertrage ich doch so gut wie gar keinen Alkohol. Ich merke, wie die Augenlider schwer werden und die Konzentrationsfähigkeit ebenso schwer nachlässt. Würde ich nun sprechen statt schreiben, nun ich befürchte es käme schon jetzt einem Lallen sehr nahe! 😉

Und außerdem merke ich gerade, dass ich die „negativen“ Geschehnisse von hinten aufrolle. Nun, so soll es denn sein. Weiter geht’s:

Als die Mittlere heute von der Schule nach Hause kam zeigte sie mir eine „Beschwerde“ im Mitteilungsheft der Schule.
Eine offensichtlich an mich gerichtete Beschwerde! Mehrfach wäre mein Kind in der Vergangenheit nicht ganz pünktlich zum Unterricht erschienen, steht dort Kugelschreiber-blau auf weiß geschrieben. Wir sollen uns doch bitte ein klein wenig  früher auf den Weg machen! Zu meiner eigenen Verteidigung: Der Familien-Van fährt morgens mindestens vier Minuten vor Unterrichtsbeginn auf den „Elterntaxi-Parkplatz“! Von zu spät kann nicht die Rede sein!
Doch ich gebe zu, ein bisschen mehr Luft und ein entspannteres Ankommen haben meine Kinder durchaus verdient. Etwas, das bei drei Kindern früh morgens nicht immer leicht umsetzbar ist, aber unbedingt verbesserungswürdig. Da muss ich noch sehr viel an mir arbeiten, gebe ich nun gepackt von Selbstvorwürfen, Selbstzweifeln und gekränkter Verärgerung zu.
IMG_20180303_001158352Auch hierauf einen großen Schluck!

Gestern Nachmittag gab ich wieder Kurs im Kindergarten des Nachbarstädtchens.
Ihr wisst schon, Musik und Englisch nett vereint in einem eigentlich recht durchdachten Programm. Für gewöhnlich mache ich dies zusammen mit einer Kollegin in Teamarbeit. Doch war diese leider krank außer Gefecht gesetzt und ich musste das Ding alleine singen und schaukeln. Normalerweise auch gar kein Problem. Doch gestern ging alles schief! Benötigte CDs waren urplötzlich nicht mehr auffindbar, das eigene Kind bockte und dies auch noch unter den kritischen Blicken einer „Schnupper“-Mutter. Der Schlüssel zum Gebäude (leider nicht in meinem Besitz)  erreichte mich zudem auch nicht on time, so dass eine ordentliche Vorbereitung der Stunde nicht mehr möglich war. Professionalität sieht anders aus!
Auch hier ein großes Prost! auf mein Improvisationstalent!

Oh! Schon alle! Ob ich nochmal nachfülle? Verdient hätte ich’s, denn die Liste könnte jetzt noch unendlich weiter gehen. Irgendwie war’s ’ne blöde Woche. Ich glaube,  ich kipp noch einmal nach. Weil’s Freitag-Nacht ist. Und denke dabei an all Euch Mamas da draußen. An alle von Euch, die jeden Tag Großartiges leisten und Nettigkeiten und Anerkennung verdient haben!

Ob’s nun Lob, Komplimente, Rosen oder gar Likörflaschen sind. Ihr habt es verdammt nochmal verdient!

Und jetzt Cheers! 

Eure

Alex

P.S. Für den Inhalt dieses Textes übernimmt die Autorin heute keinerlei Haftung mehr. Ich werde ihn wohl erst nach Veröffentlichung und wieder eingetretener Ernüchterung noch einmal Korrektur lesen 😉 

 

 


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