Feels like „Aschenblödel“ – Ein Wochenende, an dem ich (FAST) nur Haushalt machte!

Samstag-Morgen

Warm ist es im Bett. Gemütlich, kuschelig und eigentlich für einen Samstag viel zu früh!

Ich möchte liegen bleiben, Gedanken nachhängen, an den wild-struppeligen Haaren des Geschöpfes neben mir schnuppern und die vernebelte Welt da draußen noch ein bisschen vergessen.

Denn schließlich ist das an einem Samstag ja wohl mein verdientes Recht und – ohnehin die letzten Tage ein klein wenig pissig ob der wiederkehrenden dunklen und grauen Jahreszeit – außerdem wartet ja nichts da draußen auf mich, oder?

Nun, auf mich nicht.

Aber ich bin Mutter. Irgendetwas ist immer.

Heute müssen – dürfen – die Mädels wieder zum Reitstall in die Nachbarstadt!

Und auch wenn ich mich erfolgreich vorm Taxi-Dienst drücke, so ist es nun meine Aufgabe, Reiterhosen aus den Schränken zu fischen (zu meinem Entsetzen stelle ich fest, dass die von letzter Woche noch nicht mal gewaschen sind – und greife daher notgedrungen zu Leggins) und verknotete Haare (unter Presslufthammer-lautem Protest) zu entwirren.

Ich mag also liegen bleiben, kann aber nicht.

Ach wenn ich doch nur könnte!

Als drei von fünf Familienmitgliedern endlich ausgeflogen sind, versuche ich beim – mittlerweile kalten – Kaffee noch eine Weile zu lesen.

Währenddessen kommen mir die dollsten Erkenntnisse und Ideen und vollster Tatendrang möchte ich loslegen!

Schreiben, Mails an künftige Kooperationspartner verfassen und viele, viele Phantasien in Wort und Schrift lebendig werden lassen.

Dann aber blicke ich an mir herunter und stelle fest, dass ich noch immer in Shirt und Unterhose da hocke – und gleich alle wieder kommen werden.

Ich will also schreiben und effektiv arbeiten, kann aber nicht.
Denn die Zeit drängt.

Immerhin erkenne ich – Blitzmerker – dass Links zu meinen Blogbeiträgen bei Insta nunmehr auch in den Stories geteilt werden können!

Meine Rezension zum Kinder-Mitmachbuch „Abenteuer im Schnee mit Yogamöwe Lilly“ könnt ihr gerne
hier lesen! (einfach klicken 🙂 )

 

Endlich angezogen und dezent gepudert möchte ich nur kurz die Spülmaschine anstellen, muss aber unter Entsetzen erkennen, dass dies in Ermangelung eines dafür notwenigen Tabs nicht möglich ist!

Die Mädels vom Immenhof sind auch schon wieder eingetrudelt und schreien nach Nahrung, welche nur mäßig vorzufinden scheint.

Hier rächen sich Tage der Antriebslosigkeit und des Frustes in der Woche zu vor.

Der Kühlschrank ist leer!

Der Großeinkauf muss nunmehr dringendst erledigt werden.

Meine Phantasien und Visionen?
Habe ich in der Zwischenzeit wieder vergessen! 😉

Ich möchte also kreativ sein – stehe aber stattdessen an der Frischfleischtheke und grübele, welch Mahl es in Windeseile den vier „Kindern“ anzubieten gilt.

Parallel zum Verräumen der Einkäufe werfe ich Fleisch (Fleisch! Der Mann braucht Fleisch!) in die Pfanne und stelle entmutigt per Handy Mails auf „zurückstellen bis Montag, 08.00 Uhr“.

„Aschenblödel“ kann jetzt nicht!!!

Nach verzehrtem Mahl bietet sich mir ein katastrophaler Anblick, welcher erstaunlicherweise (Ach!) kein weiteres Familienmitglied sonderlich zu stören scheint.

Um mich ranzigem Geschirr aber entledigen zu können, bedarf es zuvor der Räumung der – immerhin mittlerweile gelaufenen – Spülmaschine.

Ich nehme mir vor, die Kinder am Abend an deren Spülmaschinendienst zu erinnern, räume aber entnervt seufzend selbst aus.

Hierbei fällt mir ein lustiger Blogbeitrag ein, doch käme ich ohnehin nicht an meinen Rechner, ohne zuvor mutig und wild-entschlossen den Kampf gegen übervolle Wäscheständer aufzunehmen.

Die allesamt vor meinem (!) Arbeitsplatz stehen.

Ich würde also gerne schreiben, kann aber nicht!

Muss erst Platz schaffen.

Während ich Socken sortiere und T-Shirts falte, fällt mir ein, dass heute (und zwar NUR heute!!!) ausnahmsweise einmal die Sonne scheint!

Da war ja noch was!

Ich will – ich MUSS! – endlich den Balkon winterfest machen und dies bestenfalls vor Einbruch der Dunkelheit!

Hastig falte ich also Körbe-weise weiter und schaffe es zum Sundowner – ohne Getränk – auf den Balkon!

Pünktlich zum Einbruch der Dunkelheit bin ich fertig, nun aber gelüstet es dem Nachwuchs nach einem Snack und Trost.

Ich muss also Tränchen-trocknen und schnippeln, Pfützen weg wischen und Malsachen rauskramen.

Dann aber, dann habe ich Zeit für mich!

Nützliches mit Angenehmen verbinden. Ein Date am Abend.

Da am Abend aber tatsächlich noch ein Date mit dem mir Angetrauten winkt, sich der Magen allerdings noch voll und der Körper trotz allem Eifers träge anfühlt, strampele ich im Eilverfahren auf dem meinen Crosstrainer, dusche noch eiliger und gebe die Versorgung des Nachwuchses mit TK-Pizzabaguette in Auftrag.

Jener darf heute für zwei Stunden alleine bleiben, der Vierzehnjährige soll und darf aufpassen!

Einzige Prämisse:

Das Haus soll stehen und alle am Leben bleiben!

Nach Jahrzehnten Ehe findet jedoch ein Date nicht ohne Hintergedanken statt –  der Teenager feiert im nächsten Jahr seine Konfirmation und so müssen wir Eltern nunmehr leider, leider des Wochenendes Lokalitäten und Speisen austesten sowie Angebote einholen.

Ist klar, ne? 😉

Als die Spuren des Abends beseitigt und alle Kinder geduscht sind, schauen der Gatte und ich noch einen Film fertig, dessen Ende ich wohl niemals erfahren werde!

(Klingt unanständiger als es ist – ich schlafe wie immer ein und wache – ebenfalls wie immer – erst beim Abspann wieder auf!)

Sonntag

Der Müll quillt über, die Spülmaschine ist – erneut – voll, Wäsche türmt sich noch immer (muss ein Fluch sein), Steckdosen werden vom Gatten abgeschraubt! (Da sind sie wieder, die Mordgedanken)

Und gefühlt einzig ich und meine Wenigkeit sehen sich für den Zustand innerhalb des eigenen Heims und der Nahrungszufuhr verantwortlich!

Heute entscheide ICH für fleischlos, nicht ohne dabei den Mann im Hause mittels giftigen Blicken und Kommentaren zu strafen, als jener tatsächlich in Erwägung zieht, in der Tiefkühltruhe nach Alternativen zu suchen!

Mag ich nicht! Hat was mit Wertschätzung zu tun!

Nach dem Kochen ist vor der Wäsche

Das Essen jedoch entpuppt sich tatsächlich als voller Erfolg und im Anschluss räumt „Aschenblödel“ oder gerne auch „Aschendödel“ (oder „Aschenschnösel?“ – by the way, kommt das nicht bald wieder im Fernsehen!?) die Küche auf.

JETZT würde ich gerne das Wochenende in Bildern verbloggen, doch komme ich abermals nicht zum Schreibtisch im Hauswirtschaftsraum (mein Platz in der Asche) durch!

Geht nicht.
Muss erst weiße Wäsche abhängen und Sport-Shirts zusammenlegen, Bügel-Wäsche sortieren und schwarze Wäsche aufhängen.

Im Trockner wartet die nunmehr gewaschene Bettwäsche vom Freitag – dann aber, dann habe ich gewiss etwas Zeit für mich!

Da fällt mir die Erörterung ein , welche der Sohn am Montag zu schreiben hat und die noch nicht vollständigen Hausaufgaben der Kleinsten.

Die Laufschuhe passen – der Prinz kommt NICHT

Beides verschiebe ich allerdings auf die Zeit NACH Einbruch der Dunkelheit, denn mich drängt es an die frische Luft!
(Die Mutti MUSS an die frische Luft!)

Die Zeit drängt!
Denn Laufen bei Tageslicht?
Kein leichtes Unterfangen im blöden, verkackten, dusteren November!

Dann aber, dann schreiben der Sohn und ich eine (tatsächlich gut gelungene!) Probe-Erörterung und ich vervollständige die Mathe-Hausaufgaben mit der Kleinsten.

(„Oarrr ich hasse Hauseaufgaben“ , „Mamaaaa DU hörst mir gar nicht zuhuu!!!“ , „Wofür brauch ich denn eigentlich Mathe!?“)

Die versprochene Runde Twister holt das Blödel, welches sich nunmehr nicht mehr ganz so treudoof und ausgenutzt vorkommt, ebenfalls noch nach – praktischerweise sitzt die Laufhose ja noch immer gut und fest und ich zocke sogar die Mittlere einmal ab!
(Verrenkungstalent ich bin! 😉 )

Kommt gut in die neue Woche!

Eure 

Alex

P.S. Mehr Familienwochenenden in Bildern gibt’s bei grossekoepfe

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