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Wo bleibt das Weihnachts-Feeling? Im knatschigen Tal des Jammerns oder ein moody Wochenende!

Ich möchte ganz ehrlich sein.
Es ist Sonntag-Nachmittag – und wie üblich gilt es, unser (Familien-) Wochenende in Bildern zu verbloggen.

Doch ich weiß nicht wie.

Genau genommen, habe ich gerade zum achten Mal meinen Admin-Bereich geöffnet, klickte auf „neuen Beitrag erstellen“ – lediglich mit dem Ergebnis, Minuten-lang ausdruckslos den weißen Bildschirm anzustarren.

I am not in the mood!

Und zum Schreiben heute schon einmal gar nicht.

Denn das geht bei mir nicht auf Knopfdruck, weshalb ich auch nie – niemals (!) – nach „Redaktionsplan“ schreibe!

Echte Gefühle und Emotionen? Texte entstanden unter Tränen oder in Wort und Schrift gefasste Empfindungen, welche teils wie in Trance ihren Weg auf den Screen finden?

So etwas ist aus meiner Sicht nicht planbar – ich muss einen Text fühlen, um ihn schreiben zu können.

Nun, heute „fühle“ ich zwar auch, ziemlich viel sogar.
Aber das ist irgendwie alles Bullshit und ein ziemlich großes „Mess“ in meinem Kopf. ;)

Da hilft auch nicht wirklich der Blick oder gar Gang nach draußen.

Wenngleich frische Luft dem mütterlichen Hirn wohl gerade gut täte – und Gedanken wieder in die richtige Bahn lenken könnte.

Doch – um mich hier ein bisschen weiter auszukotzen ;) – ich kann einfach keinen Knatsch und Schlamm mehr sehen!

Kein Grau und Braun – die vorherrschenden Farben dieser Wochen.
Keinen Dunst und Nebel und auch keine kahlen Bäume mehr!

Alles – diese ganze Zeit – erscheint mir wie ein nicht-enden-wollender, trüber November!

Ich-hasse-den-November.

Weihnachtsstimmung? Fehlanzeige!

Und Weihnachten?
Ach, schreibe ich lieber nicht davon.

Nur so viel, wir backen Plätzchen, weil man das eben so tut in der Vorweihnachtszeit.
Alles glitzert schön und ist vollends dekoriert, der Baum steht – denn das gehört sich so für den Advent.

Die Kinder sind vollster Vorfreude, die Geschenke beim Christkind mit dem schwungvollen Pfeil bestellt!

Und ich freu‘ mich so für die Kinder!

Für die Fähigkeit, jene Begeisterung noch aufbringen zu können – und hoffe aus tiefstem Herzen, dass sie diese noch eine sehr lange Zeit wahren können.

Und gebe dafür auch alles, damit der Zauber der Weihnacht bleibt.

Aber ich fühle es nicht.
„Dieses Weihnachten“.

Dieses Jahr irgendwie (noch) nicht.

Ich zwinge mir Weihnachtsklassiker und Schnulzen auf, verdrücke in der Tat hier und da ein Tränchen – und dennoch fühlt sich in diesem Jahr all‘ das so absurd an.

Ob nun daran Omikron schuld ist, die Pandemie im Gesamten, das Gefühl, Protagonist eines gänzlich falschen Films zu seien – oder der fade Beigeschmack, dass Feiern und Familien-Feste planen irgendwie ob der aktuellen Lage nicht ganz so passend sein könnte – ich weiß es nicht.

Immerhin ist aber mittlerweile unser jüngstes Kind ebenfalls erstgeimpft, was uns Eltern eine schwere Last zumindest ein bisschen nimmt.
Und wir Erwachsenen sind’s sowieso. Alle dreimal.

Getestet wird vor den Feiertagen zudem täglich – und dennoch….

Lasst mich lieber einfach von gestern berichten – und Bilder statt Worte für sich sprechen lassen! ;)

Samstag

 

Wir beeilen uns extra, damit wir die Mädels nicht allzu spät vom Stall wieder abholen – und ernten dafür mehr als enttäuschte Blicke.

So viel länger würden die Zwei gerne dort bleiben – so Vieles habe ich auf der anderen Seite aber noch zu erledigen.

Für ein paar Anstands-Fotos bleibe ich aber noch eine Weile im Reitstall! ;)

Ich habe seit einer Weile Probleme mit den Augen.

(Ich weiß, letzte Woche war’s der Magen. Fetzt dieses Älter-werden. So sehr.) 

Von Tropfen gegen zu trockene Augen aus der Apotheke verspreche ich mir Milderung – und da ich an diesem Samstag zudem noch Probleme mit nervösen Hummeln im Hintern habe, schnüre ich die Laufschuhe.

Bevor’s schon wieder trist und dunkel wird!

Die Hummeln sind nach dem Lauf erfolgreich verendet – elendig, so scheint es heute.

Denn ich bin platt.

So platt, dass ich kurz und heimlich chille (also so ungefähr drei Minuten lang), als das Haus vorübergehend ein paar Minuten still ist.

Dann fällt mir das unaufgeräumte Obergeschoss wieder ein.
Und die Sache mit dem Plätzchen-backen.
Und die Wäsche, der Trockner, die Spülmaschine sowie das Weihnachtsfilm-Versprechen…

Aus „Ich-bin-heute-gut-zu-mir-und-gehe-früher-ins-Bett“ wird 1.30 Uhr Nachts.
Joa….

Sonntag

Beim Aufstehen noch fühle ich mich sehr muttiviert, schließlich ruft der Jesus wieder – und der Sohn, seit geraumer Zeit Konfirmand,  muss in den Gottesdienst.

Ich fahre ihn gerne, denn es zwingt mich ebenfalls aus den Federn und lässt auf einen effektiven Sonntag hoffen.

Nun, wird er irgendwie nicht.

Die ganz eigene Stimmung kippt, ich verweise auf die zuvor oben geschriebenen Zeilen.

Eine Diskussion zwischen mir und dem Gatten entfacht.

Doch da wir nicht mehr Mitte zwanzig sind und keiner theatralisch mit krachenden Türen abhauen kann (doch, könnten wir schon ;) ) – und zudem drei hungrige Mäuler nach Mittagessen schreien – tun wir das, was man wohl nach Jahren einer Ehe so tut:

Wir streiten UND kochen dabei gemeinsam. ;)

Kommt gut in die neue Woche!

Grummelige, zutiefst muffelige und Meinungs-lose Grüße aus dem elendigen, dunklen und äußerst tristen Tal des Jammerns!

Oder der Höhle des Grinch ;)

Eure 

Alex

P.S. Mehr Familienwochenenden gibts bei grossekoepfe

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