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Wenn Fünf eine Reise tun: Winter-Kurzurlaub in Österreich – War es das wert?

In den vergangenen Tagen in Österreich gab es – gerade zu Beginn unseres Kurzurlaubes – durchaus Momente, da fragte ich mich trotzig, warum ich überhaupt „mitgefahren“ bin.

Das muss ich ergänzend und ehrlicherweise zu meinem vorherigen Text noch berichten.

Und zwar immer dann, als ich Rucksäcke bestückte und Thermosflaschen mit frischem Tee befüllte, als ich Sturmhauben und Skisocken zusammenklaubte und Lippenbalsam sowie Kekse und Äpfel einsteckte.

Als ich „Wo ist….“ und „Mamaaa!?“- Fragen beantwortete – und mich für kurze, kleine Momente so fühlte, als hätte man hier einfach nur sein Dienstmädchen mitgenommen, das zwar selbst kein Ski fährt, aber fleißig vorher und nachher Wäsche wäscht und für sämtliche Hilfs-Arbeiten zur Verfügung steht.

Doch ebenfalls der Ordnung halber muss ich hier nun richtigstellen, dass ICH es auch selbst war, die sich für all‘ diese Tätigkeiten verantwortlich sah – und Aufgaben an mich riss, obwohl es durchaus auch hätte anders sein können!

 

Es war ja meine alleinige Entscheidung, nicht Ski zu fahren

Und auch eben nicht auf die Bretter zu steigen, war letzten Endes meine alleinige Entscheidung.

Weil ich es zumindest in diesem Winter für die vernünftigere Variante hielt.

Eifersucht und Neid beim Abschied der Mädels waren also fehl am Platz – auch wenn der Frust hin und wieder zugegebenermaßen groß war.

Und was ist mit Omikron und der Ansteckungsgefahr?

Und ebenfalls ja, hin und wieder suchten mich auch Gedanken heim, ob wir uns nicht unnötigerweise einer Gefahr aussetzen und riskieren, uns mit der – deutlich ansteckenderen – Omikron-Variante zu infizieren.

Schließlich lese ich gerade heute erst jüngste Berichte über ganze Ausbrüche in Skigebieten.

Doch können wir uns nicht viel vorwerfen – die meiste Zeit blieben wir unter uns und an der frischen Luft!

Aßen wir auswärts, dann antizyklisch (und saßen tatsächlich alleine im Raum!) oder draußen auf der Sonnenterrasse der Skihütte! (Dann eben auch ohne Sonne)

Lediglich eine Freizeitaktivität bereuen wir im Nachhinein ein klein wenig, das darf ich hier ruhig offen zugeben – hoffentlich eine kleine Fehlentscheidung, die folgenlos blieb.

Fünf Tests gestern fielen negativ aus, denn selbstverständlich testen wir uns nach diesem Urlaub in regelmäßigen Abständen!

 

Doch das alles einmal beiseite geschoben, auf WAS hätte ich alles verzichtet, hätte dieser kurze, kleine Winterurlaub niemals stattgefunden!?

Ganz schön viel, stelle ich gerade fest!

Jede Reise bringt uns zusammen!

Wir Fünf sind wieder ein wenig zusammengewachsen, das bringt jeder Urlaub mit sich – und jedes Mal lernen wir uns neu kennen und entdecken so viele unterschiedliche Seiten und Facetten jedes einzelnen Familienmitgliedes, dass es wohl noch Jahrzehnte der Urlaube bedarf – und selbst dann würden wir noch immer erstaunt über uns schmunzeln. ;)

Die längste Zeit waren wir Fünf auf Reisen! :(

Doch da bin ich schon am nächsten Punkt.

Es wird keine Jahrzehnte der gemeinsamen Urlaube mehr geben, befürchte ich.

Der große Sohn wird fünfzehn – und ich bin dankbar für jede gemeinsame Reise, die er uns ab jetzt aus freien Stücken begleiten wird!

Umso mehr habe ich die gemeinsamen Tage ganz alleine mit dem Teenager dort unten genossen!

Solche Gelegenheiten werden sich vielleicht nicht mehr allzu oft bieten und wiederholen – und das stimmt melancholisch und lässt schwer schlucken.

Und gerade jetzt auch Äuglein ein klein wenig feucht werden!

Ich bin stolz!

So sehr unfuckingfassbar stolz auf meine Töchter!

Laut dem Skilehrer hat sich gerade die große Tochter als äußerst talentiert erwiesen, sie wurde demnach in eine anspruchsvollere Gruppe „verlegt“ und meisterte auch dort alles mit Bravour!

Die Kleinste freut sich schon jetzt wie Bolle auf die nächste Ski-Fahr-Gelegenheit – und ich gönne meinen Kindern jenes Erlebnis für die Zukunft aus tiefstem Herzen.

Und wer weiß, vielleicht geben sie diese Leidenschaft ja auch irgendwann einmal ihren Kindern wieder.

Wäre das nicht eine zauberhafte und erfüllende Vorstellung?

Ich bin wieder motiviert!

Und so will ich es doch noch einmal wagen.

Mag das doofe Theraband aus der letzten Ecke kramen.

Und mir Hilfe suchen, um die bestmöglichen Übungen für die Stärkung der kleinen Schultermuskulatur zu finden.
Ich will auch ohne eine aufwändige und langwierige Operation (den monatelangen Ausfall kann und will ich mir nicht leisten!) wieder auf die Skier steigen können!

Ich will MIT meinen Kindern den Berg hinunter fahren!

Das weiß ich nunmehr und wünsche es mir – und allein für diese Erkenntnis war der gemeinsame Winterurlaub wertvoll!

Ich konnte durchatmen!

Ja, ich war kein Skihaserl.

Aber ich war Läuferin und Spaziergängerin, war auf Städtetour – und vor allem weg von daheim!
(Ich wäre zu Hause durchgedreht!!! Hundertpro!) 

 

Weg von Haushalt und Waschmaschine (sie läuft gerade fleißig im Hintergrund) und auch Gedanken, die nun einmal nur zu Hause auftreten.

Sie sind wieder da – aber noch kämpfe ich und halte dagegen!

Ich war fern von depressiven Gedanken und fühlte mich für ein paar Tage stark und zuversichtlich – hoffentlich kann ich mir einige Sichtweisen bewahren und habe gerade ein wenig wieder „die Kurve bekommen“.

Noch vor ein paar Wochen hatte ich da ganz andere Ängste um meine ganz eigene seelische Gesundheit.

Auch zu solchen Zwecken ist eine Auszeit – und ist sie noch so kurz! – dienlich!

Wir sahen Schnee und echten Winter!

Zwar rieseln gerade jetzt – während ich diese Zeilen tippe – auch hier zarte Flöckchen vom Himmel.

Doch unsere erste Begegnung mit dem, was man sich unter „Winter“ vorstellt, hatten wir in den vergangenen Tagen!
(Der Sohn wird sich nun doch hoffentlich überlegen, einmal eine richtige, wärmende Winterjacke zu erwerben – Teenies!!!)

Wir hatten Zeit!

Zu Hause haben wir nie Zeit für einander. Alle Fünf. Nicht richtig jedenfalls.

Es scheint, als wolle das Haus mit all‘ seinen Aufgaben und zu erledigenden Dingen uns im Ganzen  verschlingen und uns – obwohl wir unter einem Dach zusammen leben – dazu zwingen, getrennte Wege zu gehen.

Jeder macht sein Ding und bastelt vor sich hin.

Doch im Urlaub ist es stets anders.

Wir haben auf den Betten gelegen, zu dritt, zu viert, und früh Abends lange Filme geschaut.

Das will uns hier zu Hause einfach nicht gelingen.

Vielleicht etwas, woran wir arbeiten sollten? ;)

Es war schön!

Und so komme ich zu dem Schluss, JA es war ganz und gar richtig und wunderbar, dass wir auch diese Reise antraten!

Doch möchte ich Euch nicht länger mit Worten peinigen, sondern viel lieber noch ein paar letzte Urlaubsbilder für sich sprechen lassen!

Mach’s gut Du schönes Seefeld in Tirol!

Eure 

Alex

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