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Was uns prägt, die Sache mit dem Glauben, Konfi-Quiz & Pferdeführerschein – Unser #wib 30.04./01.05.

Als ich am vergangenen Wochenende mit meiner liebsten Freundin auf den Stufen Sacré Coeurs saß, hatten wir einen sehr bewegenden Moment.

Denn auch so etwas bringt eine solche Reise mit sich.

Wir – beide Mehrfachmütter um die vierzig – sprachen über das Altern und den Lauf der Zeit.

Es ging darum, wie sehr sie es bedauert, ihre Jugend und Schönheit an den Krieg in Bosnien verloren zu haben.

Ich saß da und lauschte den Worten, wenngleich ich lieber ganz feste gedrückt und umarmt hätte.

Warum ich es in dem Moment nicht tat?
Ich weiß es gar nicht!

Aber mir wurde einmal mehr bewusst, wie sehr uns die eigene Jugend und Kindheit prägt – und zu dem führt, was wir heute sind!

Einige Dinge können wir ändern und uns selbst austricksen – doch manches sitzt tief und verleitet zu einem gewissen Tun und Handeln.

Auch in Sachen Glauben.

Die Sache mit dem Glauben

Ich – um hier nur einen klitzekleinen Bereich aus meiner Vergangenheit zu nennen – bin aufgewachsen mit einer evangelischen Uroma, welche für mich einer Mutter gleich kam.
(Sie wohnte im selben Haus – ich verbrachte gefühlt mehr Zeit bei ihr als bei den eigenen Eltern)

Und natürlich mit meiner so, so sehr geliebten, evangelischen Oma!!!
(Gestern jährte sich ihr Todestag zum dritten Mal – ich vermisse sie so sehr!)

Und auch einer katholischen Oma väterlicherseits, die noch immer (zum Glück!) – teils laut singend – in meiner Heimat am Stadtrand von Fulda wohnt.

Doch führte jene streng katholische Lebensweise und Glaubensüberzeugung auch im Nachhinein dazu, dass ich heute nur noch selten Gottesdienste besuche – und meine drei Kinder bewusst evangelisch taufen ließ!

Dabei musste ich als Katholik sogar beim Traugespräch vor der ökumenischen Trauung noch versprechen, meine Kinder möglichst katholisch taufen zu lassen!
(Um hier einmal diese Absurdität nochmals zu unterstreichen, das sollte ich wirklich tun!)

Gut, hab’s „versucht“ – hat nicht geklappt – mein Mann ist evangelisch, so sind es auch unsere Kinder! ;)

Denn mir war es damals zu viel!

Zu viel Druck, zu viel Zwang, zu viele Regeln und Gebote, zu viel ausgesprochenes

„Du musst beten und in die Kirche gehen“

Das ist vielleicht gut gemeint, doch kann man damit auch ganz schön viel kaputt machen.

Meine Kinder sollen einer Konfession angehören – ihren Weg müssen sie dennoch selbst wählen (dürfen) und gehen.

Ihre Meinung.

So wie ich lange Zeit der Kirche (infolge jener Erinnerungen) ein klein wenig den Rücken zukehrte!

Nun, mein Sohn hat sich entschieden, seinen Glauben zu bekräftigen – am nächsten Wochenende findet seine Konfirmation statt.

Heute, am Samstag, sollte ein „Konfirmanden-Quiz“ in der Kirche stattfinden.

Wahlweise mit den Eltern, Paten und Großeltern.

Zum Spaß-haben, sich Kennenlernen und gemütlichen Beisammensein.

Das klingt nett, nur haben wir drei Kinder.
Und den Alltag von fünf Menschen zu organisieren, ist nicht immer einfach.

So mussten wir uns heute aufteilen!

Wer geht wohin?

Denn just an diesem Vormittag stand die Prüfung zum Pferdeführerschein für das mittlere Kind an!

Nun, ich schickte meinen Mann zum Quiz.

Denn auch nur eine einzige Frage?
Ich hätte sie wohl nicht mehr beantworten können!
(Und ja, ich hätte mich durchaus geschämt)

Und außerdem lag es dem Mädchen sehr am Herzen, dass ich bei der Prüfung zuschaue.

Auch aber wurde jene Entscheidung letzten Endes wohl auch durch Ereignisse in meiner Kindheit beeinflusst.

Das ist faszinierend und beängstigend zugleich.

Doch Glaube und Konfession hin oder her – kommen wir zu einem Wochenende in Bildern, an dem letzten Endes wieder nur Eines zählt:

FAMILIE

Samstag

 

Da wäre noch die Deko und Kleiderfrage….

Später am Samstag möchte ich endlich mit all jenen Kleinigkeiten anfangen, die für das nächste Wochenende noch vorzubereiten sind.

Ich habe nunmehr eine neue, kleine Brandblase an der Fingerkuppe (es geht immer heiß her mit der Klebepistole – IMMER! ;) ) – und jede Menge Deko-Gläser für die Tischblümchen! ;)

Sonntag

Ich habe vergessen, dass heute der 1. Mai ist.

Wie sollte mir das auch auffallen, an einem Sonntag! ;)

Überhaupt liegt diese Bier- und Bollerwagen-Kiste uns nicht wirklich – auch nicht dem Mann!
(Er wäre wohl auch nicht mit mir verheiratet, wenn dem so wäre ;) )

Im Nachbarstädtchen ist heute Markt – nach über zwei Jahren wieder.

Und wenngleich auch jenes Gedränge und Geschlendere auf den Straßen nicht immer my cup of tea ist  – die Kinder freuen sich drauf.
Und ein solches Event nach so langer Zeit drängt dann doch nach draußen! ;)

Wir sind alle ein wenig müde, als wir nach Hause kommen und müssen – wie immer Sonntags – hier und da noch ein paar Kleinigkeiten (und vergessene Hausaufgaben ;) ) erledigen.

Spätestens morgen früh um sechs hat uns der Alltag wieder fest im Griff, der Papa packt Koffer und geht auf Reisen – und wir starten in einen Schulalltag, in welchem Corona offiziell ohne Tests und Masken wohl keine Rolle mehr spielt.
(Warum!!?)

Ob dem wirklich so ist, wird die Zeit zeigen – ich wage es zu bezweifeln.

Und wünsche uns allen sehr, GESUND in’s nächste Konfirmations-Wochenende starten zu können!!!

Kommt gut in die neue Woche! 

Eure 

Alex

P.S. Noch mehr #wibs gibt’s bei grossekoepfe

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Noch nie hier kommentiert, aber schon mehrmals mitgelesen… Das mit dem Glauben ist doch sehr schön. Egal, ob katholisch, evangelisch oder … na, wir sind Baptisten (mein Zuhause war atheistisch, beim Mann spirituell mit etwas russisch-orthodox drin…), da gibt es gaaaanz viele Regeln, aber uns passt es gut… Hauptsache, die Kinder kennen Gott und wissen, was richtig und was falsch ist in dieser Welt. Sie machen es bestimmt richtig!

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