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Raus aus der Kuschelzone, Hirn aus – und ab auf den Berg! Ein Ski-Sonntag zu Fünft in Winterberg!

Manchmal muss man sich im Leben aus seiner ganz eigenen geborgenen Kuschelzone begeben.

Dann muss man allen Mut zusammenfassen und sich zu einem gewissen “Scheiß drauf” zwingen – und eigenen Gedanken den Mund verbieten.

Das ist schwer! Doch sagt man es sich selbst – immer wieder wie im Mantra – dann funktioniert es irgendwann.

Gerade, wenn sich Vorstellungen und Ängste nur in unserem Inneren abspielen – und wir doch eigentlich Regie führen könnten!

Dann gilt es sich zu überwinden und Dinge – trotz allem vorherigen Unbehagen – zu tun.

Denn es könnte ja klappen und vielleicht sogar richtig, richtig gut werden! 🙂

Und auch wenn der Spruch vielleicht doof und ausgelutscht ist:

Es steckt viel Wahrheit darin.

Ängste zu überwinden lässt wachsen!

Ich habe mich in den letzten Monaten schon oft überwinden können und müssen.

Und ich denke, ich bin dadurch auch noch ein kleines bisschen gewachsen. (Ciao, High Heels 😉 )

Und dieses schöne Gefühl, diese Erkenntnis macht die nasskalten Hände und das kleine Zittern im Vorfeld wieder wett.

Egal welcher Sache ich mich gestellt habe, eine jede (!!!) davon wurde GUT!

Wir können unser Leben nicht immer in der Vermeidung verbringen!

Denn dann enttäuschen wir im Zweifel sogar Andere oder stoßen diese vor den Kopf.

Und nicht zuletzt bringen wir uns selbst um Erfolge und wundervolle Erkenntnisse und Erlebnisse!

Das hat mir mein Leben schon oft gezeigt.

Ich muss mich beispielsweise immer ein bisschen überwinden, was Termine in Bezug auf meinen neuen Nebenjob betrifft.

(Ich möchte hier leider nicht konkret darüber schreiben. Das habe ich mir vorgenommen und bleibe dabei. Mir wurde schon einmal mutwillig etwas genommen und zerstört, das mir wichtig war und am Herzen lag.)

Ja, ich habe stets ein wenig Unbehagen jene Termine wahrzunehmen.
Dabei muss ich selbst sogar ganz vorne und in der ersten Reihe sein. 😉

Es ist ein komisches Gefühl, wenn Menschen Dich beobachten und sich fragen, was ausgerechnet DU jetzt auf dieser Veranstaltung machst.

Zum Glück aber kennt man mittlerweile mich und meine Funktion. 😉

Vielmehr als das, begegnete ich nicht nur bereits vielen lieben Menschen, sondern ich bekam auch Dank und Wertschätzung für meine Arbeit!!
Was mir selbst zeigt, dass ich meine Sache gut mache und das mit viel Leidenschaft!

Doch ich trifte ab.

Lasst mich von gestern erzählen!

Denn ich wollte Euch von gestern erzählen.

Gestern saß ich ebenfalls im Auto und hatte ganz schön dolle Bammel.

Weil ich mich einer Sache bewusst stellen wollte, von der ich dachte, sie bliebe in diesem Winter einfach aus.
(Das wäre dem Drückeberger in mir nur Recht gewesen 😉 ) 

Ich habe mich aber selbst dazu entschieden!

Ich selbst habe mich überredet, auch in diesem Winter auf die Bretter zu steigen und mit der Familie Ski zu fahren!

Denn JA!
Wir haben uns entschlossen, in diesem Winter aus Kostengründen nicht in den Skiurlaub nach Österreich zu fahren.

Das ist uns in diesem Jahr mit fünf Personen für eine Woche schlichtweg zu teuer.  Und auch – ich berichtete bereits davon – fehlte uns Eltern die Energie, eine solche Reise mit allem verbundenen Klumpatsch zu organisieren (und zu durchstehen 😉 ).

Aber gerade den Töchtern fehlte das Ski-fahren so sehr!

Die Große fährt am nächsten Wochenende mit dem Gymnasium nach Saalbach auf Skifreizeit.
Aber es war ihr dennoch ein großer Wunsch einmal vorab mit uns gemeinsam ein paar Schwünge zu wagen.

Zur Vorbereitung und weil ihr auch diese gemeinsame Aktion doch ein bisschen fehlte.

Ein Tag Ski-Urlaubs-Feeling – geht das!?

Schon oft hatten wir darüber geplaudert, doch einfach mal Winterberg im Sauerland als Alternative zum Skiurlaub auszuprobieren.

Konkret wurden unsere Pläne bis gestern nie.

Wie blöd eigentlich!? Doch dazu gleich! 🙂

Als sich sogar der große Sohn interessiert zeigte, war der Entschluss dann doch schnell gefasst:

Für alle Fünf sollte es am Sonntag für einen Tag das gemeinsame Ski-Feeling geben!

Und ich gebe zu, ein kleiner Teil von mir hatte so viel Schiss, erneut auf die Bretter zu steigen, dass er kurz überlegte, sich dieser Aktion zu entziehen.

Aber um ehrlich zu sein, das war NIE eine Option!

Die Tage, in welchen wir zu Fünft unterwegs sein werden – einen ganzen, langen Tagesausflug – sind gezählt!

So etwas ist verdammt wertvoll und kostbar! So etwas verspielt man nicht!

Denn schon bald wird auch ein solcher Ausflug über 12 Stunden hinweg nur schwer umsetzbar sein.
Wie hätte ich mich da drücken können!

Und während ich gestern noch im Auto innerlich zur Ablenkung summen musste, blicke ich heute erfüllt und voller Stolz auf einen wunderschönen Ski-Tag mit meiner Familie zurück!

Denn JA! Das hat sich gelohnt und war toll – und ist eines Tages einer Wiederholung wert!

Warum Winterberg?

Winterberg liegt von uns zwei Autostunden entfernt.

Das geht also durchaus noch für einen Tagesausflug.

Es besticht durch ein großes Skigebiet (und das quasi einfach so mitten in Deutschland!) mit 46 Liften, darunter viele, viele Vierer- und Sechser-Sessellifte!

Pisten werden dort künstlich beschneit. Und in diesem Winter erstrahlt sogar die Landschaft ringsum im hübschen weiß und Baumwipfel sind nett überzogen.

Man könnte also durchaus meinen, man sei in einem richtigen, echten Skiurlaub. 🙂

Wir hatten gestern ein wenig Pech, denn das gesamte Skigebiet verschwand ein wenig in Dunst.

Und da wir nur Sonntag für unseren Ausflug einplanen konnten, war es dort sehr, sehr voll!

Doch tat das dem Vergnügen keinen Abbruch!

Im Gegenteil, vielleicht war es in meinem Fall sogar gar nicht so verkehrt, dass ich NICHT erkennen konnte, welche Piste ich da gerade herunterfahre.

(Sehr zur Belustigung aller Familienmitglieder war ich immer diejenige, die orientierungslos aus dem Sessellift fuhr und alle mit einen “Wo muss ich hin” nervte. Ich fürchte, Skilift-Karussells und Pistenpläne überfordern mich. Dabei ist die Antwort leicht: Im Zweifel einfach RUNTER! 😉 )

So musste ich an diesem Tag auch Prinzipien über Bord werfen, viele rote statt blaue Pisten fahren (und meistern!!!) und einfach auch mal das Hirn ausschalten (das geht!) und mit viel Hui, Spaß und Fahrtwind Kindern und Mann hinterherfahren.

Und ich kann es sehr wohl noch!

Wie gut, dass ich mich nicht gedrückt hatte, ich hätte mich um den ein oder anderen Glücksmoment gebracht!

Um ehrlich zu sein, bin ich in Winterberg sogar mehr Ski gefahren, als in Österreich, wo ich mich selbst auf nur zwei Pisten begrenzt hatte.

Auch das ist ein weiterer Schritt und eine erneute Versöhnung mit den Brettern nach so vielen Jahren Pause.

Meine Zeit auf Brettern ist (doch) noch nicht vorbei!

Zur Erinnerung:

Ich habe als Nicht-Skifahrerin in eine Skifahrer-Familie eingeheiratet.

Es war klar, dass ich es Mitte Zwanzig lernen MUSSTE.

Da ich aber leidenschaftlich Schlittschuh- und Inliner fahre, lernte ich Schwünge relativ schnell und hatte ein paar Skiurlaube auch – verhalten 😉 – Spaß an der Sache.

Bis zu einem Unfall 2006 aufgrund schlechter Sicht und Buckel-Piste, der leider mit einer Schulterluxation und nachhaltig lädierten Schulter endete.

Es folgten infolgedessen weitere Schulterluxationen und zwischendurch drei Kinder.

Und lange Zeit hielt ich für mich selbst das Thema Ski-fahren für erledigt.

Doch wollten wir irgendwann, als die Kinder alt genug waren, ihnen ein solches Erlebnis nicht vorenthalten.

Sie sollten selbst für sich feststellen, ob sie das Ski-fahren lernen möchten und vor allem auch mögen.

Nun, sie mögen es sehr! 🙂

Ein wichtiger Meilenstein

Dass ich also vor zwei Jahren den Schritt wagte und mich nach 18 Jahren Pause wieder wackelig und ängstlich auf die Bretter stellte, war ein Meilenstein für mich!

Und ich bin verdammt stolz darauf, wieder MIT meiner Familie Ski-fahren zu können!

Und das allerschönste ist, auch nach diesem Sonntag in Winterberg, verblassen Erinnerungen an Rettungswagen und Ski-Doo-Transporte und Schmerz.

Jetzt überwiegen da wieder schöne Erinnerungen!!!

Erinnerungen und auch ein bisschen Stolz, positive Gefühle, die es NICHT geben würde, hätte ich mich in meiner Kuschelzone eingeigelt – und nicht mit einem bisschen “Hirn aus!” und “Scheiß’ drauf” den Weg “nach unten” gewählt! 🙂

Ich seh’ nichts!!!
Hier ist ja nur Nebel!!!
Wartet auf mich!!!
Welchen Sessellift soll ich denn unten nehmen!?
Ist das jetzt eine rote oder eine blaue Piste!?
Na gut, egal. Ich fahr jetzt einfach. OK?, OKAY!?

Ich muss meine Family kirre gemacht haben 😉 

Traut Euch – egal was – es könnte sogar klappen! 🙂

(mehr Bilder vom Wochenende gibt’s bei grossekoepfe!)

Eure 

Alex

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