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Der Wert eines Menschen definiert sich NICHT über eine Festanstellung! #selbstständig #mentalload #carearbeit #wib

Montag. Als ich gerade diese Zeilen hier beginnen möchte, klingelt mein Handy.

Es ist die Schule der Jüngsten. Das Kind fühle sich nicht gut und müsse abgeholt werden.

Ich seufze kurz, weil mich an diesem Vormittag Kopfschmerzen und Schwindel – und eine ellenlange To-Do-Liste – plagen.

Zu meinen Füßen liegt schnaubend die Hündin, welche bereits eine größere Gassi-Runde mit mir hinter sich hat – und Waschmaschine und Trockner laufen.

Jetzt wollte ich am PC arbeiten und etwas schreiben, mich endlich wieder um mein kleines Business – aktuell von mir selbst tot geglaubt – kümmern.

Doch kann das nun warten.

Ich bin da. (Noch) Immer.

Dass alles warten kann und die Tochter umgehend nach Hause gefahren werden kann, verdanke ich allerdings einem Umstand, der mich vor weniger als 48 Stunden beinahe noch hätte in Tränen ausbrechen lassen.

Ja, ich bin mehr als flexibel und habe gefühlt aktuell alle Freiheiten dieser Welt – und dann doch wieder nicht.

Ich mag für Manche “keinen Job” haben. Doch arbeitslos und gelangweilt bin ich noch lange, lange, lange nicht!

Meine Zeit als Mutter von drei Kindern, die alle noch mit mir unter einem Dach leben, mir Gesellschaft leisten und “brauchen” (und den Kühlschrank leer futtern, Wäsche produzieren und NICHT *verfluchte Hacke!* aufräumen…) mag durch die Sanduhr flitzen.

Aber sie ist noch nicht rum!

Noch stecke ich mitten im Geschehen drin!

Ich bin selbstständig und Kleinunternehmerin

Doch zurück zu meinem Dilemma.

“Und welchen Job hast Du jetzt?”

Es sollte vermutlich eine locker-lässige Frage zur Einleitung eines ebenso harmlosen Small-Talks sein – so, wie man ihn auf Familien-Feiern eben so führt.

Man erkundigt sich über das Leben des Anderen, fragt wie es im Job läuft, welche Reisen als Nächstes anstehen.

Ich aber fühlte mich Samstag-Abend überrumpelt und kam ins Stottern.

Wieder einmal wusste ich auf jene Frage nichts Schlagfertiges zu antworten.

Beinahe hätte ich selbst vergessen, dass ich ja schließlich selbstständig arbeite, mein eigenes eingetragenes Unternehmen habe (auf die Saure-Gurken-Zeit komme ich gleich zu sprechen) und sogar einem ziemlich erfüllenden Nebenjob hin und wieder nachgehen darf.

Ich bin in der Care-Arbeit und Mental-Load-Falle!

Davon abgesehen, dass ich verflixt nochmal drei Kinder, einen Mann (glaubt mir, teils viertes Kind 😉 ) und eine Junghündin nebst Haushalt und Garten zu versorgen und zu managen habe!

Ich hatte kurz vergessen, dass ICH in unserem Familienkonstrukt die Ober-Mental-Load und Care-Arbeits-Fallen-Geplagte bin!

Man darf es auch kurz Aschenblödel nennen.

Ich aber stotterte und fragte

“Ähm? Welcher Job!?”

(Wow. Glanzleistung. Schlagfertigkeit können wir. Nicht.)

Bis mir selbst einfiel, dass ich bei unserer letzten Begegnung dem lieben Bekannten gegenüber von neuen Plänen und einer möglichen Jobsuche und Umorientierung berichtete.

Auf Jobsuche? Jein.

Ja, es gab eine Phase – wer hier länger mitliest, erinnert sich – in welcher ich zu Vorstellungsgesprächen ging und aktiv nach einem Halbtagsjob suchte.

Weil mich die Arbeit rund um den Blog alleine nicht ausfüllte.

Weil ich mehr schreiben (und verdienen!!!) wollte.

Und weil es mir auf den nicht vorhandenen Sack geht, dass ich hier NICHT mit regelmäßigen, verlässlichen Einkünften rechnen kann!

Und auch, dass es Phasen gibt, in welchen Projekte und Aufträge einfach mal wochenlang ausbleiben.

Das ist in der Tat scheiße und frustrierend. Da muss ich Euch jetzt auch nichts vorgaukeln und geheimnisvoll von neuen Projekten schreiben.

Auf diese Maskerade und Hochstapelei habe ich keinen Bock!

(Viele machen das, I know.)

Dabei schreibe ich an neuen Kooperationen mit so viel Herzblut und Leidenschaft – immer noch!

Ich hatte vor mehr als einem Jahr also Mut und Motivation und hätte mir einen Neuanfang zugetraut. Und ich hatte offenbar auch zuversichtlich davon berichtet.
Aus selbigen Gründen wie aktuell.

Doch dann kam das Leben dazwischen, der Blog nahm wieder Fahrt auf und hielt mich beschäftigt und das “Taschengeldkonto” konstant.

Und ein spannender Nebenjob gesellte sich dazu – vom quirligen Vierbeiner einmal ganz abgesehen.

Auf Eis gelegt

Und ich legte das Thema Jobsuche auf Eis.

Eine Zeit lang war das ok so für mich. Ich war zufrieden.

(Und im Grunde geht es im Leben einzig und alleine darum! Es muss für uns passen und stimmen! Nicht für die Anderen, damit man Erwartungen erfüllen kann und etwas zu erzählen hat!!!)

Doch traf mich Samstag-Abend diese Frage gerade in einer Zeit, in der ich wieder schwer struggle.

Zu keinem anderen Zeitpunkt schmerzt mich die Frage nach einem “richtigen Job” mehr, als in der ersten Wochen nach den langen Sommerferien!

Dann tut es richtig weh, trifft mitten in die Magengrube.

Die Frage erreichte mich genau jetzt, da ich mich selbst wieder verloren und orientierungslos – und teils auch perspektivlos – fühle.

Genau JETZT, wo es mit dem Business kacke läuft und mich in diesen Tagen ungelogen nur “Scheißendreck-Kooperationsanfragen” erreichen!

Und ja, das frustriert so sehr, dass ich hier gerade nur verbal mit Fäkalien um mich schmeißen kann.

Denn ich selbst finde die Situation gerade beschissen.

Und die Moral mancher potentieller Kooperationspartner erst recht.

DAVON hätte ich erzählen können.

 

Viel zu erzählen

Ich habe schließlich etwas zu erzählen. Auch wenn zeitweise keine Kohle fließt.

Ich hätte davon berichten können, wie frustrierend es ist, auf sorgsam überlegte Vorschläge, Umsetzungsideen und Angebote nie wieder eine Antwort und somit Rückmeldung zu bekommen. Ich hasse das!

Was ist nur heute mit den Menschen los!?

Erst bin ich die super-tolle Alex mit dem wahnsinnig inspirierenden und leidenschaftlich geführten Blog!

Doch sobald das Wort Honorar fällt, sind sich die Firmen und Start-ups, welche meine Reichweite und Arbeitsleistung nutzen möchten, zu fein zum Kommunizieren und ghosten ab jenem Zeitpunkt.

Das ist unprofessionell und unverschämt. Sorry, not sorry.

Und es kommt noch dicker!

Ich hätte von der “Arschloch-Anfrage” am Vortag berichten können.

Als man von mir allen Ernstes verlangte, ich könne doch so lieb und nett sein (und Wohlfahrt und Samariter spielen) und eine Online-Plattform für Euch testen und diese dann in einem ausführlichen Blog-Beitrag MIT Interview, Fotos, Verlinkung und Teilen auf Social Media KOSTENFREI vorzustellen.

Man verlangte von mir, dass ich somit viele Stunden unentgeltlich arbeite.

Weil ich ein so liebes Mädel bin und doch eh gerne schreibe. Am verfickten Arsch!!!! (Pardon). 

Und wisst Ihr was sowas in mir signalisiert?

Es lässt in mir das Gefühl zurück, wertlos zu sein!

Und dagegen muss ich jetzt – neben all dem Zorn – ankämpfen.

Schlechtes Timing

Die Frage nach dem Job erreichte mich also in genau dieser Phase.

In einer Zeit, in der Kinder wieder ihre Wege gehen und ihren ganz eigenen vorgefertigten Plan haben.
In einer Zeit, in der der Mann weiter an der Karriere feilen kann (ich noch immer bedingungslos den Rücken freihalte und zu Hause alles stemme).
Und in einer Zeit, in der ich mal wieder selbst überlege, ob ich mich nicht nach einem Job mit einem festen Gehalt umschaue.

BÄM! Schlechtes Timing also.

Dabei sollte der liebe Bekannte (und ich mag ihn wirklich!) selbst wissen, wie endlich das Leben ist.

Und welch Luxus es überhaupt ist, sich Gedanken um eine Zukunft machen zu können.

(Ich bin mir sicher, das weiß er auch.)

Es sind im Grunde Luxus-Sorgen

Und vielleicht sollte ich es einfach genau so sehen.

Nach aktuellem Stand (so genau weiß man das ja nie) habe ich noch ein Stück Leben und Zeit zum Pläne-schmieden und Wege pflastern vor mir.

Ich kann mein Leben noch formen und Chancen sehen und entdecken.

Und wir sind nicht dringend darauf angewiesen, dass von meiner Seite schnell wieder Bares fließt.

(Wenngleich ich mir tatsächlich gerade gar nichts gönnen und leisten kann – und den Kindern auch nicht.)

Und ich bin noch immer so sehr im Mama-Job eingespannt, dass mir noch immer jeden einzelnen Tag die Puste ausgeht und ich nicht weiß, wo mir der Sorgen-geplagte Kopf gerade steht!

Die Mama ist hier noch immer Rund-um-die-Uhr-Ansprechpartnerin (und Depp) für alle und nicht zuletzt Köchin, Putzfrau und Haushälterin.

(Habt Ihr eine Ahnung, wie viele Stunden am Tag ich alleine in der Küche stehe, wenn fünf Menschen zu Hause sind und Hunger haben!?)

Und gleich werde ich auch noch Krankenschwester und Tränchen-Trocknerin sein.

Und vor allem bin ich Eines:

Auch ohne Festanstellung viel beschäftigt, niemals arbeitslos und schon einmal gar nicht wertlos!!!

Andere können es im Zweifel IMMER besser

Und JA! Es gibt Frauen, die noch viel mehr stemmen als ich. Und bei denen alles anscheinend “nebenbei” läuft!

Mütter, die einem Vollzeitjob nachgehen und alles supi-erfolgreich zu organisieren wissen und die mich jetzt hier sicherlich als jammernde, faule, blöde Kuh bezeichnen würden (alles schon passiert).

Frauen, die behaupten, dass ich naiv und dumm bin und mich vom Mann so lange aushalten lasse, bis er mich für eine junge Chick verlässt.
(auch schon vorgekommen.) 

Doch – zur Erinnerung – wir kennen NIE die ganze Geschichte und Hintergründe und wer helfende Hände hat – oder eben nicht!

Und daher BITTE:

Leben und leben lassen!!!

Es gibt schließlich auch blutjunge Frauen, die ganz hemmungslos ihr Geld mit den Phantasien weißer alter Männer verdienen.

So weit ist es immerhin mit mir noch nicht gekommen.

Meine OnlyFans Karriere als mittelalte milf muss noch warten.

Doch ich drifte ab…

Hier aber endlich die Bilder vom vergangenen Wochenende!

Kommt gut in die neue Woche!

(wie immer – mehr #wibs gib’s bei grossekoepfe)

Eure 

Alex

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