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Hunde im Ikea: Muss das sein? Und funktioniert das? Wir haben es probiert! :) #wib 29./30.08. #familie #aussie #aussieupdate

Sie gehört dazu.

Stellte ich im Winter zwischen Schnee und Matsch, grauen Wolken und Nieselregen jene – doch ziemlich bedeutsame – Entscheidung in Anfangstagen noch etwas in Frage, brachte der Sommer die felsenfeste Gewissheit.

Wir mussten wohl erst ein paar Wochen miteinander wachsen und Familie werden.

Doch schon sehr schnell – bevor die ersten Knospen im Frühjahr sprossen –  bestand kein Zweifel mehr, dass unsere Hazel ein richtiges, echtes Familienmitglied ist.

Aus Fleisch und Blut – und mit ein bisserl mehr Fell on top. 😉

Dieser Hund wird von Anfang an geliebt und ist aus unserem Heim nicht mehr wegzudenken.

Ein Heim, welches sie inzwischen, trotz aller winterlichen Diskussionen innerhalb der Kernfamilie, erobert hat – und zwar im Sturm.

(Hier müsste jetzt noch “und unsere Herzen auch” stehen. Aber das wäre way zu viel des Guten und schleimig obendrauf. Auch wenn’s stimmt.  🙂 )

Die Hündin, die uns als frisch eingezogener Welpe im abendlichen Zoomie-Tunnel noch etwas befremdlich schien und Wände buchstäblich zum Wackeln brachte, schlummert nun friedlich neben uns auf der Couch. Und sie ist fast schon ein Stückchen “erwachsen(und so viel ruhiger!!!!) geworden!

(Von den gelegentlich auftretenden “Teenie-Diskussionen” – schließlich befindet sie sich gerade mitten in der Hundepubertät – einmal abgesehen. 😉 )

Dicht schmiegt sie sich an unsere Körper, verteilt feuchte Bussis, leidet und tröstet, ist einer ihrer Menschen krank – und darf inzwischen in jedem Bett in den Federn schlafen.

Ohne den weichen, warmen Körper und das sanfte Schnauben fehlt etwas.

Denn sie gehört dazu.

So viele “erste Male”

Wir knutschen und spielen, trainieren und maßregeln. Und wir freuen uns auf alle ersten Male mit unserer jungen Aussie-Hündin.

Einige liegen bereits hinter uns, auf die wir als Family im Gesamten sehr stolz sind!

(Auf die erste Hunde-Magen-Darm-Verstimmung allerdings hätten wir verzichten können. 😉 )

So ist es uns gelungen, die Aussie-Hündin schon mit auf einige Feierlichkeiten zu nehmen. Und das klappte sogar ganz prima!

Sie hat das richtig toll und “brav” gemacht!

Es war und ist uns wichtig, sie teils zu Veranstaltungen bewusst mitzunehmen.

Denn ich glaube, wer Reize und neue Situationen immer scheut und meidet, der kann den jungen Hund auch nicht an das, was unser Leben und Zusammenleben ist, gewöhnen.

Außerdem signalisiert man sonst ja, dass ein Restaurant-Besuch oder eine Geburtstagsfeier oder öffentliche Outdoor-Veranstaltung bedrohlich und nicht normal sind. Und genau das führt letzten Endes ja nicht zu dem entspannten und gelassenen Hund, welchen man sich ja wünscht.

Und auch wenn es gilt, hier stets die Bedürfnisse und Reaktion des Hundes im Auge zu behalten und Pläne entsprechend zu ändern und anzupassen (manchmal klappen Vorhaben auch nicht), so denke ich, ist das die richtige (bedachte) Vorgehensweise.

Immer dabei – und das ist schön!

Ich freue mich auf erste, längere Ausflüge im Herbst und darauf, mit der Fellnase an der Seite die Natur zu erkunden (nicht zu sehr, versteht sich, Leinenführigkeit und Rückruf und so… 😉 ).

Noch viel mehr fiebern wir alle jetzt schon dem ersten, gemeinsamen Sommerurlaub im nächsten Jahr entgegen.

Denn sofern Gott will und alles gut geht, werden wir einen aufregenden Roadtrip in den Süden und ans Meer planen.
Mit der liebsten Hazel an unserer Seite.

Ja, ich freue mich so sehr, dieses Wesen nunmehr in unserem Leben zu haben.

Und nicht selten muss ich mir verstohlen Tränchen aus dem Augenwinkel wischen – bei dem Gedanken, sie könnte vielleicht nicht für immer mit mir gemeinsam unter einem Dach wohnen.

Aber muss es ein Ikea-Besuch sein?

Aber gehört ein Ikea-Besuch zu den ersten Malen mit Hund, auf die man hinfiebert?

Die erste und spontane Antwort wäre hier selbstverständlich ein überzeugtes Nein.

Schließlich gibt es so viel tollere und passendere Dinge, die man mit dem liebsten Familien-Vierbeiner unternehmen kann!

(Ich komme auf die Natur zurück – oder auf Hunde-Bade-Tage gegen Ende der See-und Freibad-Saison oder Wandertouren – auch wenn die noch immer etwas warten müssen. )

Doch wir sind nun einmal Familie.

Und Familie bedeutet, auf alle Familienmitglieder und deren Wünsche und Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen.

Und wenn Deine Töchter nun einmal einen Wochenend-Ausflug ins Ikea MIT Hund – schließlich ist das ja seit Juni erlaubt – wünschen, dann greifst Du als Mama jene Gelegenheit zur gemeinsamen Unternehmung!

(Ganz davon abgesehen, dass ich mich auch gerne zwischen Billy, Pöang und Hemnes herumtreibe. 😉 )

Und so packten wir Samstag-Abend (der Möbel-Gigant hat bis 21 Uhr geöffnet, was am Wochenende ganz wunderbar in die Zeitzone der Familie L. passt!) die Hündin in die Hundebox und fuhren los.

Nicht jedoch gänzlich unvorbereitet!

Denn für erste Male muss vorgesorgt und an alle Eventualitäten gedacht werden.

Und hier muss ich an dieser Stelle einfach die große Tochter loben, die so etwas immer ganz prima macht und einfach stets an alles denkt und es in einen Jute-Beutel steckt.

Mit uns “reiste” somit nicht nur der Hund, sondern auch Kotbeutel, ein Camping-Wassernapf, ein dickes, fettes Stück Rinderkopfhaut (göcks – aber Gold wert!!!), der Leckerli-Beutel und Wasser sowie Leine.

Ikea mit Hund – wir haben es getestet!

Gleich am Parkplatz waren wir mit unserem quirligen Vierbeiner die Attraktion.

Schließlich sollte sich die Hündin auf den wenigen, kleinen Grünflächen zwischen parkenden Fahrzeugen und zurückgebrachten Einkaufwagen einmal lösen, damit im Geschäft nix daneben geht.

Zuverlässig und vorbildlich nahm die Hündin mit dem unliebsamen Klo vorlieb – und machte gleich beide Geschäfte auf dem schmalen Streifen.

(So etwas muss für Hunde im Vergleich zur großen Wiesen wohl “Autobahn-Rastplatz-” oder “Bahnhofs-Klo-Charakter” haben.)

Und klar! Allein so etwas finden “Nicht-Hundemenschen” (ich war im letzten Jahr noch selbst jemand dieser Spezies) eklig und befremdlich.

Hoffentlich aber haben sie auch gesehen, wie wir vorbildlich mit Beutel wieder aufsammelten.

Bei den Einkaufswagen gibt es bei Ikea Papp-Einlagen für die Hundis, sofern man sie nicht an der kurzen Leine nehmen möchte, sondern lieber schieben mag.

Wir entschieden uns für letztere Option.

Und JA! Das war für unsere Hazel erstmal aufregend und spannend und vielleicht sogar etwas stressig – doch hatten wir ja vorgesorgt.

Ein Hund im Einkaufswagen

Auf ihrer weichen Decke und mit dem Brocken Rinderkopfhaut zum Nagen, fand sie doch recht schnell zur Ruhe.

Auch wenn der Einkaufswagen so natürlich wenig Raum für Krusch und Beute in Form von Duftkerzen, Vorratsbehältern und all’ den Dingen, die einem wie durch Zauberhand in der Markthalle zufliegen, bot. 😉

Wir bedienten uns an den großen, gelben Tüten und hängten die an den Wagen.

Ebenfalls JA!

Nur ein Teil von uns Vieren (der große Sohn entscheid sich für Ruhe und Freiheit zu Hause) konnte schlendern und gucken.

Einer musste dann doch immer wieder mal streicheln und kraulen – und die Hündin davon abhalten, aus dem Wagen zu hüpfen, weil sie ihre Menschen hinter künstlichen Sofa-Landschaften entdeckt hatte.

Entgegen meiner Befürchtung aber wurden wir nicht dumm oder gar angewidert angeschaut, auch wenn wir nur einem einzigen (!) weiteren Hund im Einkaufswagen begegnet sind.

(Viele der anwesenden Kinder schauten aus der Ferne und waren ob des “Wauwaus” entzückt. )

Und warum macht man DAS!?

Natürlich muss man nicht zwingend von dem Angebot Gebrauch machen. Man kann es aber!

Und das ist gerade für Leute, die ihre Hunde aus Gründen nicht alleine zu Hause lassen können und möchten gut!

Kurzum, es hat gut geklappt und war okay und hatte in unserem Fall sogar einen bewussten, positiven Nebeneffekt.

Denn mit unserem Ausflug zum schwedischen Giganten, in welchem an einem Samstag durchaus Menschen und laute Kinder flanierten, haben wir unsere neun Monate alte Hündin wieder – ganz dosiert und durchdacht (!) – ein paar Reizen ausgesetzt.

Reize, die eines Tages für sie ganz normal und selbstverständlich sein sollen und auch werden.

Sie hatte ihr liebstes Kau-Gedöns (Boah! Hat das gestunken!!!) und ihre noch lieberen Menschen dabei und fand das Ganze jetzt zwar nicht so geil, wie das wilde Gewusel mit ihren Hunde-Freundinnen am Reiterhof, aber ganz “ok“.

Und so lautet mein und unser Fazit:

JA! Man kann einen Hund mit ins Ikea nehmen.

Es muss nicht sein. Aber – gut vorbereitet und mit Rücksicht auf einige Dinge – ist es auch ok und klappt.

Und gerade im Einkaufswagen kann der Hund auch keine anderen Menschen stören oder belästigen.

Und ein gemeinsamer, netter Familienausflug ist es obendrein! 🙂

Hier die weiteren Bilder vom Wochenende!

Kommt gut in die neue Woche! 

(noch mehr #wibs gibt’s bei grossekoepfe)

Eure 

Alex

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