Liebes Instagram, ich hasse Dich! Von einer Hass-Liebe, die nicht enden kann.

Liebes Instagram,

Ich hasse Dich.

Ich hasse Dich dafür, dass ich mich gerade ganz klein fühle.
So hilflos und unsichtbar.

Zerbrochen und aufgewühlt – und mir gefällt nicht, was Du gerade mit mir machst und auch mag ich nicht die Gedanken, die Du in mir hervorrufst!

Sie schmecken bitter und tun weh!

So unfassbar weh, dass ich fast gar nicht mehr sein möchte.

Zumindest hier auf dieser Plattform.

Ich mag nicht, wie Du mich beeinflusst!

In meinem Tun, in meinem Handeln.

Es widerstrebt mir, wie ich mich selbst bemühen sehe.

Um ein Lächeln und Strahlen – an Tagen, in welchen kein leuchtendes Feuer in mir brennt.

Es ärgert mich, dass ich das Gefühl habe, auch Teil dieser Show, meiner ganz eigenen „One-Woman-Show“ zu sein. Sein zu müssen.
Denn selbstverständlich bitte auch ICH meine Kinder hin und wieder Fotos von mir zu machen!

Weil… more „Liebes Instagram, ich hasse Dich! Von einer Hass-Liebe, die nicht enden kann.“

Das blöde Handy! Warum wir Eltern auch nicht besser sind.

„Zerstreute Elternschaft“. So steht es schwarz auf weiß gedruckt in der Zeitschrift.
In der Zeitschrift, welche neben mir auf dem Esstisch liegt.
Neben dem zur Seite geschobenen Geschirr vom Abendbrot, zerknüllten Feuchttüchern und abgezogenen Wursthäuten.

Die Zeitschrift, die auch nur deshalb gerade da auf dem Tisch liegt, weil mein Handy im Schlafzimmer am Ladekabel hängt!
Denn wäre dem nicht so, ich wage zu behaupten:
Auch jene Zeitschrift würde ungelesen zum Altpapier-Stapel wandern. Wie so viele schon zuvor.
Was mich gleichermaßen nachdenklich und ein klein wenig traurig stimmt.

Denn ich würde stattdessen höchstwahrscheinlich genau jetzt gelangweilt scrollen.

Würde Instagram-Bildchen glotzen, schnell Facebook checken, Mails und Whatsapp-Nachrichten lesen, die Headlines der Online-Ausgabe der Tageszeitung überfliegen oder die Besucherstatistik dieses Blogs abrufen.
Alles belanglose und weniger anspruchsvolle Dinge.

Weil ich gerade müde vom anstengenden Tag bin und die Kinder jetzt gerade friedlich auf dem Wohnzimmer-Teppich spielen.
So wie sie es immer nach dem Abendessen tun.
Und weil wir Erwachsenen in solchen Momenten, in den kleinen Pausen zwischendurch, immer zum Handy greifen!
In der Meinung irgendwie doch effektiv sein zu müssen, jede freie Minute des Tages ausschöpfen zu müssen.

Um bloß keinen geistigen Leerlauf zuzulassen!

Den Kindern einfach mal entspannt beim Spielen zukucken? Nix tun? Wozu?
Merken die doch gerade eh nicht!

Weil es für UNS schön sein könnte! Verdammt!

more „Das blöde Handy! Warum wir Eltern auch nicht besser sind.“