Reise Tagebuch, Von schlaflosen Nächten & Alpendonnergrollen

Es ist vier Uhr morgens und ich kann nicht schlafen.

Genau genommen sind wir gerade am spielen. Was?
Wir spielen “Reise nach Jerusalem“ durch alle verfügbaren Ferienwohnungsbetten.

Sechs vorhandene Schlafplätze für fünf Personen reichen doch eigentlich, sollte man meinen. Nun, ihr kennt meine Kinder nicht…
Im ausschließlich für uns Eltern vorgesehenen Bett liegen nun mein Mann, ich, der große Zehnjährige (Mann! braucht der schon viel Platz!!) und die fast Vierjährige.

Als die Achtjährige, vom Alpengewitter erschrocken aufgefahren, auch noch kommen will…fühle ich mich wie zu Hause.
Hab ich nicht gesagt, Ferienwohnung ist der gleiche Käs wie daheim? Auch in der Hinsicht. War im Hotel, Papa entschuldige bitte an dieser Stelle die Bemerkung, nicht so.
Jetzt, mittlerweile mit der Dreijährigen ins eigentliche Kinderschlafzimmer umgezogen, hält auch mich das kräftige Donnern und Blitzen wach.

Ja, es gewittert. Mit kurzen Unterbrechungen seit dem ganzen gestrigen Tag. Ähm…war in Dalmatien auch nicht der Fall. Ja ich weiß, dafür mit 40 Grad a stückerl zu warm.

Also was soll der Terz. Immerhin ist es uns gelungen das wirklich Allerbeste aus dem Tag zu machen!

Und endlich war mal Zeit zum Gammeln. Für mich! Die anderen praktizieren des ja schon den ganzen Urlaub über.
Ich muss nur über die Steinchen aufm Fussboden, die überquellenden Mülleimer, die angesammelte Dreckwäsche, die nicht abgeräumten Joghurtbecher hinweg kucken. Ferienwohnung halt. Passt scho! Krieg ich hin! Ist doch ein Klacks…

Lieber schnell raus aus der Bude in der Regenpause. Es war schließlich warm und die Sonne da!

Ich werde übrigens alt. Denn was mir eigentlich im Sinn stand, wäre mal schön aufm Berg oder durch die Klamm wandern. Wenigstens zum Aussichtscafe hoch marschieren. Ich will mich verdammt nochmal bewegen! Ich vermisse meinen Crosstrainer und die heimische Joggingstrecke. Und mit Davon-Schwimmen zu kompensieren…bei Gewitter keine so schlaue Idee. Wandern vielleicht auch nicht, wir hatten geschätzte 1,5 Stunden Blitz- und Starkregenpause.

Außerdem: Alle, die drei Kinder im Alter von 3-10 haben und tatsächlich wandern. WAS ist euer Geheimnis? Verratet es mir! Bitte!!

Wir fuhren also Elektro Boot aufm See. In der gewitterfreien Zeit versteht sich. Cool für den Großen, darf Steuerkapitän spielen. Chillig (und sonnig!) für alle anderen! Aber warum hatte ich meinen Bikini nicht an und schwamm dem Boot einfach hinterher? Ui! Was bin ich für ein Entspannungs-Legastheniker, gell?

Und statt aufn Aussichtsberg zu wandern, fuhren wir halt hoch. Wurden aber trotzdem mit einem grandiosen Ausblick belohnt! Schön! Und dann…schnell wieder ins Auto. Wurde wieder nass.

Aber auch Eltern wissen Schlechtwetter im Urlaub auszunutzen. Einzige Voraussetzung: fessele drei Kinder kurz vor den Fernseher. Natürlich nur nützliches, korrektes und qualitativ hochwertiges Programm, was glaubt ihr denn? Die Kinder kuckten also Garfield…Und schon hatten Mami und Papi Zeit für….sich selbst. Vergesst die Details! Ich schreib hier ein Urlaubstagebuch!!

Soviel Sommergewitterprogramm macht hungrig. Die nächste Regenpause trieb uns auf den örtlichen Bauernmarkt. Riesen-Bratwurst, Topfen-Brot und Cevapcici essen.
Und Bier trinken! Kann ich eigentlich hervorragend drauf schlafen.

Sollte ich auch jetzt mal wieder tun.
Soll mich doch der Donner holen!

Oder zumindest in den Schlaf grollen…


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