Wenn Fünf eine Reise tun: Angekommen statt nur auf der Durchreise!

17+

Noch ein paar Züge dann ist es geschafft!
Ausharren, Kräfte einteilen, durchhalten, atmen.
Gleich hab‘ ich’s, kann das Ziel schon erkennen.
Vor mir glitzert türkisblaues Wasser, sanft schlagen kleinste Wellen gegen Kinn und Nase.

Ja, es scheint, als erwecke der See ungeahnte Kräfte in mir.
Möglicherweise sind es vielleicht aber auch ein klitzekleines bisschen die knapp neun (!) Stunden, welche ich in der letzten Nacht seelig schnaubend schlummern durfte!

Ich bin im Urlaub angekommen!

Und gleich auch auf der Insel.

Der Insel, welche ich vom Strandbad aus unbedingt erreichen wollte!
Und gleich sind sie geschafft, die ersten 750 m durch’s glasklare Gewässer!
Im Schlepptau hat die Enten-Mama ihre beiden größen Küken, welche sich zur eigenen Erleichterung zweier Luftmatratzen bedienten.
Denn insgesamt 1500 m Schwimmen wollen?
So doof kann auch nur die alte Vierzigjährige einige Meter vor ihnen sein! 😉

Am Bootssteg vorm Inselhotel machen wir kurz Rast, halten die Näschen weit in die Sonne und sammeln Kräfte für den ebenso weiten Rückweg!
Ganz hinten in den Bergen scheint sich ein Gewitter zusammen zu brauen, ist doch der Himmel dort besorgniserregend dunkel.
Und für einen kurzen Moment bekomme ich es mit der Angst zu tun, ob es uns denn noch gelingen mag, wieder heil das andere, rettende Ufer zu erreichen. Robinson-Crusoe-Feeling pur! 😉

Etwas mehr als eine Stunde sind wir drei insgesamt unterwegs, bis wir heil (und von etwaigen Unwettern verschont) wieder zum Papa und der Kleinsten gelangen.
Der Himmel ist wieder aufgerissen und die Sonne plant uns an diesem Tag noch für einige Stunden zu verwöhnen!

Der See ruft!

Der See, er mag uns dieser Tage einfach noch nicht loslassen.
Zu herrlich ist das Wetter, zu sehr locken Sonne und strahlend blauer Himmel an’s Wasser.
Begeistert durften wir feststellen, dass seit knapp zwei Jahren viele der Strandbäder rund um den See ihren Gästen kostenfreien Zugang gewähren!
Was durchaus eine prima und erwähnenswerte Sache ist!

Überhaupt ist in diesem Urlaub Vieles anders und doch Einiges gleich!
So lerne ich los zu lassen und locker zu lassen.
Und noch bin ich mir im Unklaren, ob es einfach am fortgeschrittenen Alter (je oller, je doller! 😉 ) liegt, oder aber an der endlich aufkeimenden Erkenntnis, dass ein bisschen weniger Gedanken-Karussell und falsche Eitelkeit durchaus nicht schaden könnten!
Ja, es will mir tatsächlich gelingen, einfach auch mal zu genießen und die sonst stets so verkrampft, verkorkst und bemüht grübelnde Seele lässig mit den Beinchen im Wasser baumeln zu lassen!

Mutti springt!

Vielmehr als das!
Ich falle und springe!

Erst unfreiwillig, dann aus ganz freien Stücken.
Bewusst und mutig – ohne Kummer um Frisur, Schminke oder gar Bikini-Oberteil (das halte ich dann aber doch fest! ;)) hüpfe ich vom Steg in’s Wasser.
Das, wofür sich Frau Mutti jahrelang ein klein wenig zu fein war, hole ich nun ausgelassen nach!
Mir doch egal, was Ihr alle über die Verrückte im getupften Zweiteiler denken mögt!
Und ernte damit größte Bewunderung von Gatte und Kindern!

Ich bin aktuell wieder angekommen.
Bei meinem ausgelassenen, gelösten und albernen Ich!

Pump die Mutti auf!

Das, welches irrwitzige Fotos mit der Kleinsten macht und laut grunzend lacht.
Das mit den kleinen Lachfältchen um die Augen und den Hasenzähnen.
Das ohne viel Maske (äh Schminke) und mit zusammengeknoteten nassen Haaren.
Und es tut so gut! Auch mit vierzig!
Wer dieses Ich an mir nun nicht leiden mag, wem’s zu kindisch und albern sein mag:
Ich darf halt auch mal Urlaub haben!!

Manches ist wie immer!

Und doch ist auch dieses Jahr Einiges gleich!
Die Tatsache zum Beispiel, dass immer im Urlaub ein Kind krank ist. Isso.
Bei drei Kindern auch nicht allzu verwunderlich.
Die Mittlere suchte ein kleiner Infekt heim, welcher jedoch mittels der immens großen, mitgeführten Reise-Apotheke schnell in den Griff zu bekommen war.

…die Zeit drängt…oder scheint still zu stehen! 😉

Und der Rest der Familie?
Verfällt im Urlaub stets der akuten und äußerst zeitraubenden Gammelitis!
Is‘ auch so!
Vor Mittags gelingt es uns dieser Tage selten, die Wohnung zu verlassen.

Meistens sitze ich längst mit frisch gepackten und gut bestückten Bade-Taschen abfahrbereit in der Küche – und keiner kommt und vermag sich gar zum Anziehen bequemen!
Nun, ganz sooo entspannt bin ich offensichtlich wohl doch wieder nicht. 😉
Denn wie in jedem Jahr fange ICH irgendwann an, wie ein wild gewordener, aufgeregter Tiger durch den Flur zu ziehen.
Hin und her, darum bemüht, vier faule Socken aus der Bude zu treiben.
Morgen nehm‘ ich mir stattdessen einfach mal ein Buch zur Hand, ganz fest vorgenommen!
(Das Nichtstun wieder lernen!)

Tradition hat bei jedem Besuch des Faaker Sees auch der abendliche Besuch des Baumgartner Hofs!
Jaaa, ich schreib ja hier jetzt „Werbung“!
Allerdings selbst bezahlt, nur von mir allein strengstens beauftragt, Essen eigen mündig verzehrt und Radler selbst gesoffen! 😉

Bei herrlichem Wetter hat man hier oben eine traumhafte Aussicht auf den See, die Berge und Villach – und erwischt man dann dabei noch den Sonnenuntergang, dann hat sich die

kurvenreiche Fahrt bergauf durch den Wald mehr als gelohnt!

Anders ist, dass ich bei einem Stromausfall nicht mehr gleich panisch ausflippe
(Nein! Lieber-Gatte-ich-war-ganz-ruhig!), sondern stattdessen um die Erkenntnis reicher wurde, dass es zum Einen auch möglich ist, im sanften Schein der Taschenlampe zu shampoonieren – und auch zu rasieren.
Und auch dass knapp 1,5 Stunden Stromausfall drei Medien-verwöhnten Kindern durchaus nicht schaden können!

Stromausfall! Hier helfen nur noch Kerzen…und guter Wein! 😉

Urplötzlich saßen drei bei Kerzenlicht am Küchentisch, bewaffnet mit Bleistiften und Notizzetteln – und spielten Stadt-Land-Fluss!
Hah! DAS wäre ja einer Wiederholung wert! Muss ich zu Hause dringendst mal inszenieren! 😉

Ein abwechslungsreicher Urlaub!

Ja, wir haben allein in drei Tagen Kärnten schon Vieles erkannt und erlebt!
Und ich wage zu behaupten, vielmehr als es uns in einem zehntägigen AI Urlaub in der Türkei (welchen ich dennoch insbesondere mit den Freunden in klitzekleines bisschen vermisse!) gelingen mag!

Ich fühle mich dieses Jahr an „unserem See“ angekommen!
Nicht nur auf der Durchreise, sondern an einem wunderschönen Fleckchen Erde und einem Stückchen „Heimat„.

Morgen will ich’s wieder packen! Dann schwimm‘ ich einfach wieder los!
Vielleicht einfach mal um die Insel herum? 😉
Und in die Berge fahren wir auch noch!
Ganz bestimmt!

To be continued….

Eure 

Alex

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