Ohne Ziel, Plan und Zeitgefühl! – Unser erstes Januar-Wochenende

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Rückblick Silvester 2020

Da stand ich also um Mitternacht und habe noch NIE zuvor auf ein so “leeres“ neues Jahr geblickt.

Ich weiß wirklich überhaupt nicht was kommt und wie sich unser aller Leben in den kommenden Monaten entwickeln wird.

Und ich wage zu behaupten, das weiß niemand!

Dennoch habe ich so unfassbar viele Pläne, euphorische Vorsätze, hoch-gesteckte Ziele und großartige Ankündigungen in den vergangenen Tagen im Netz lesen dürfen – und das alles nur wegen einer sich-wechselnden-Zahl!

Sorry, verstehe ich nicht, ist nicht mein Ding!

Ebenso wenig wie das Feiern des Jahreswechsels an sich.

Und dennoch hatten wir einen schönen Abend gemeinsam mit…

…den Kindern – und vor allem der Kinder zuliebe!

Wie ehrfürchtig sie stets vor dem brodelnden Fondue-Topf sitzen und auf bewährte Dinge wie die Countdown-Luftballons oder das Tabu und X-Box-Kinect-spielen bestehen!

(Ja, das gute Stück hüten wir wie einen Schatz! Endlich ein „Geräte-Spiel“ bei dem sich die Kinder mit vollstem Körpereinsatz bewegen! WARUM nur wurde die abgeschafft!?)

Selbstverständlich mussten wir um Mitternacht vor die Türe gehen  – auch ohne großes Geböller („Och wie schaaade“ Nicht!!) und ebenso selbstverständlich bekam JEDES Familienmitglied eine stilvolle Sektflöte in die Hand gedrückt.
(Kindersekt gibt’s nämlich auch nur zu Silvester).

Doch während ich in anderen Jahren an der frischen Luft vor mich hin sinnierte, was alles im „neuen Jahr“ so ansteht (manchmal war ich zu jenem Zeitpunkt „heimlich“ schwanger), so blickte ich vor ein paar Tagen einfach nur in’s Leere.

Ich bin noch NIE sooo planlos in’s neue Jahr gestartet!

Ich habe keine Pläne, was 2021 betrifft. Gar keine.

Gesund und am Leben bleiben wäre nett.

Ich blicke weder auf große Urlaube und Projekte (wie auch in diesen Zeiten! 😉 ) noch „neue Wege“, die ich mir ausgedacht habe.

Meinen ganz eigenen Rucksack habe ich zwar geschultert, doch lasse ich mich jetzt einfach treiben und biege da ab, wo es mir gefällt!

Und wisst Ihr was?

Erstaunlicherweise geht es mir mit dem Gedanken gut!

Es geht uns noch immer gut!

Wir haben ein warmes Haus und wir haben uns.
Der Kühlschrank ist immer voll, ebenso Kleiderschränke und Kinderzimmer.

Vom Bildschirm dudelt Netflix wann immer uns danach begehrt und aktuell sind wir gesund.

WAS um alles in der Welt wollen wir eigentlich mehr?

Es steht derzeit KEIN Urlaub an, weil aktuell noch undenkbar? Luxus-Problem!

Ich weiß nicht, was aus meinem beruflichen Leben werden soll?
Steig ich aus? Steig ich wieder ein?
Schreibe ich ein Buch?
Ergeben sich neue Projekte was diesen Blog hier betrifft?
Mache ich etwas ganz anderes?
Oder nix?

Zum Glück (aktuell) Luxus-Probleme!
(Und das ist NICHT selbstverständlich!)

Klar wünsche ich mir für meine Kinder Bildung, eine gesicherte Zukunft und ein unbeschwertes Leben!

Aber ebenso möchte ich sie schützen – und heißt das nun einmal Verzicht, Isolation und Distanzunterricht, so sei es drum!

Ich persönlich finde einfach, es ist gerade nicht an der Zeit, DIE großen Pläne zu schmieden!

Genauso wenig, wie ich den irrwitzigen Gedanken hege, dass 2021 schlagartig „alles besser“ wird.

Und so beginnt auch das erste Januar Wochenende 2021 für uns absolut frei, ziellos – und vor allem dieser Tage komplett ohne Zeitgefühl!

Samstag

Es ist kurz vor elf, während ich diese Zeilen hier tippe und die Kinder schlafen noch!
(Gott, wie wünschte ich, ich könnte schreiben sie sind gerade aufgestanden! Doch lügen will ich hier nicht! 😉 )

Wir leben in unserer ganz eigenen Zeitzone dieser Tage.

Lassen uns treiben und erledigen Dinge zu „unseren“ Uhrzeiten.

 

Dass wir in UNSERER Zeitzone dafür etwas weniger Tageslicht abbekommen, als möglicherweise der Rest Deutschlands, nehmen wir in Kauf.

Ich finde mich um Mitternacht noch vorm Bügelbrett oder beim Klo-putzen wieder und sehe erstaunlicherweise morgens um drei (dann endlich geduscht und „Bett-fertig“) viele grüne „Online-Punkte“ auf Facebook.

(Sind wir dieser Tage etwa nicht die einzigen „verirrten Seelen“? 😉 )

Wir schlafen also lange und essen daher jeweils spät.
Doch ist es egal!

Es ist aktuell einfach egal, wie wir die uns zur Verfügung stehenden 24 Stunden eines Tages nutzen!

Aktuell funktioniert das sogar ganz gut – doch irgendwann wird es wieder Halt und Struktur brauchen.

Noch aber sind wir nicht an dem Punkt angelangt.

Noch sind Ferien, eine sich nicht beruhigende Pandemie-Lage und eben jener „harte Lockdown“.

Und noch warten weder Hallenbad noch Eislaufbahn oder gar die Kino-Leinwand auf uns.

Vielmehr warten wir dieser Tage.
Auf den Schnee!
Auf rieselnde Flöckchen und verschneite Winterwälder, um uns die tristen Januar-Tage wenigstens etwas versüßen zu können!

Sonntag

Nicht eine einzige erhoffte Schneeflocke fällt vom Himmel!

 

Und fast scheint es mir, als schneit es in ganz Deutschland, nur eben im verflixten Main-Kinzig-Kreis nicht!
Damned!

Da wir aber ebenfalls nicht wie gefühlt der Rest von Deutschland dem Schnee hinterher fahren – und uns kopflos in vollgestopfte Wintersportgebiete stürzen möchten (das erinnert mich ein klein wenig an die Verhältnisse an der Ostsee im Sommer!! Leute!!!) bleiben wir halt zu Hause in der Bude.

Gerne wäre ich durch einen verschneiten Winterwald gelaufen, so wie vor ein paar Tagen, als wir es – außerhalb von Wochenende und „Stoßzeiten“ – tatsächlich in die Rhön wagten!

Doch war von Anfang an klar, dass der Schnee an einem Sonntag dann schon zu uns kommen müsste.

Denn wir möchten NICHT ein Teil des verrückten Chaos sein.
Nun, bis jetzt kam er nicht.

Ich habe genug von Fleisch und Festtagsessen und wünsche mir nach all‘ der Zeit ein stinknormales, easy peasy Mittagessen herbei.
Mit wenig Aufräumarbeit und dennoch glücklichen Kindern!

Was uns an diesem Sonntag sonst noch erwartet?

Ob wir das Näschen noch kurz vor die Türe halten?

Ich weiß es ehrlich gesagt selbst nicht! 😉

Kommt gut in die neue Woche!

Eure 

Alex

P.S. Noch mehr Familienwochenenden in Bildern gibt’s drüben bei grossekoepfe zu sehen! (Werbung durch Verlinkung)

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