Manchmal ist das Leben grau und ungefiltert: Abschied – #12 von 12 im Monat April

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Lange habe ich dieses Mal überlegt, ob ich auch im Monat April an der Aktion #12 von 12 teilnehmen sollte.

Ob dies ein Tag ist, an dem man virtuell Teil haben möchte – und sei es nur in Ausschnitten.

Denn sollte ein Familienblog nicht bunt und fröhlich sein?

Am besten in Flieder-und Bonbon-Farben und zart duftend, weil regelmäßig die leckersten Rezepte aufploppen – und Lust auf Mehr in Form von zuckersüßem Puderguss machen?

Sollten hier nicht wahre kreative Bastel-Explosionen erscheinen, buntes Konfetti und ausgefallene Deko-Ideen?
Oder zumindest verrückt-lustige Geschichten aus dem turbulenten Familienalltag?

Aufheiternde Anekdoten und ganz viel Familie – bestückt mit vielen, vielen hilfreichen Erfahrungen und Tipps!?

Nun, heute kann ich vermutlich nicht viel davon in meinen kommenden zwölf Bildern des Tages bieten.

Noch weiß ich das nicht, noch habe ich nur die sich füllende Kaffee-Tasse.

 

Aber ich habe da so eine Ahnung.

Doch wisst Ihr was?

Das Familienleben ist nicht immer bunt!

Das wissen die meisten spätestens seit Beginn dieser Pandemie.

Es ist auch manchmal ganz schön betrübt, dunkel und hat unfassbar viele Grau-Nuancen!

Denn DAS ist das wahre Leben!

Ich kann mich hier nicht verstellen und per Knopfdruck einen auf „fröhlich“ machen oder mich der wütenenden „#mütend“-Bewegung anschließen, weil das gerade die bessere Quote bringt.

Ich kann und möchte Euch aus meinem echten, puren und ungefilterten Leben berichten!

Und das tut an manchen Tagen weh.

Ist so. Wer’s nicht ertragen kann, der gehe bitte an dieser Stelle weiter, denn dann gibt es vermutlich nichts zu sehen.

Oder Ihr wagt es – und gebt Euch echten Emotionen und verletzlichen Gefühlen hin!

Your choice! 😉

Eine schlaflose Nacht und Fieber

Ich habe wenig geschlafen in dieser Nacht, so viel kann ich Euch schon einmal verraten.

Die Kleinste knackte in der Nacht noch die 40-Grad-Marke, sie fiebert also weiterhin.

Ein solcher Grund alleine lässt mich in der Regel schon nur seeehr schlecht schlafen.
Im Grunde gebe ich den fiebersenkenden Saft hauptsächlich auch daher, damit ICH wieder ein Auge zu bekomme.

Früh schon klingelt trotz Ferien der Wecker, denn der andere Patient im Hause – der große Sohn – muss zum Verbandswechsel.
Dringend!

Denn da war er seit der Operation am vergangenen Freitag nicht.

Da er hier eine große Stütze und starke Arme benötigt, denn das Laufen schmerzt ihn noch sehr, begleitet ihn hier der Papa.

Ich werde mich stattdessen anziehen, in trauriges Schwarz hüllen – und sehr vermutlich um einen Arzttermin für das nunmehr seit drei Tagen fiebernde Kind bemühen.
Hierbei werde ich ein klein wenig suchen müssen, denn die vertraute Kinderarzt-Praxis ist dieser Tage geschlossen.

Ein Schnelltest am Samstag allerdings war glücklicherweise negativ, ebenso unauffällig kam der Urin-Test daher.
Weitere Anzeichen hat sie nicht. Kontakte gab es so gut wie keine.
Was auf „irgendetwas anderes bakterielles“ tippen lässt.

Das klingt bislang nach einem ziemlich normalen – wenn auch aktuell nicht so optimalen – Familien-Alltag, stünde heute nicht noch ein schweres und alle Familien-Mitglieder gleichermaßen belastendes Ereignis an.

Ein Tag des Abschieds steht uns bevor

Denn heute ist die Trauerfeier und Beisetzung der vor kurzem verstorbenen lieben Tante.

Nicht nur des Mannes, das wäre gelogen, sondern der Familie und hauptsächlich auch meiner Kinder.
Des engen Kontaktes und des Bezuges wegen.

Und der Gedanke, dass nach aktuellem Stand zwei der drei Kinder offenbar nicht an der Trauerfeier in der kleinen Kapelle werden teilnehmen können, zerreißt mir gerade das Herz!

Wie soll ich das zumindest der Kleinsten erklären?
Und was wird mit mir sein?

Nun, noch ist nichts besprochen und entschieden – auch das IST Familie:

Das kurzfristige Organisieren- und (Um-)Entscheiden-müssen.

Der Sohn hat nach seiner OP leider eine Entzündung und benötigt ein Antibiotikum.

Leider wird er nachher definitiv zu Hause bleiben.

Zu sehr schmerzt der Fuß und weitere Schonung muss unbedingt sein.
Die Tante hätte sicherlich ihr vollstes Verständnis dafür gehabt.

Der letzte Weg…

Am Nachmittag nehmen wir Abschied.

Und wenngleich viele Tränchen laufen, so fühle ich mich gleichermaßen berührt und erfüllt.

Es ist eine wunderschöne Trauerfeier – und das darf ich auch in diesem Zusammenhang ruhig so schreiben – die gewählten Lieder tragen ihren Teil dazu bei.

Und so möchte ich diesen Tag ein kleines bisschen ruhiger als sonst ausklingen lassen.

Leiser und vielleicht auch etwas nachdenklicher und mit Dankbarkeit verbunden.

Ich werde mit dem fiebernden Kind kuscheln und dem Sohn weiter zur Seite stehen, die mittlere Tochter feste umarmen – und einmal mehr das Leben, das ich habe, schätzen.

Mit all‘ seinen Überraschungen, die da noch kommen mögen. 

Eure 

Alex

Mehr #12 von12 gibt’s später auf draußennurkännchen! (Werbung durch Verlinkung)

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