Knoten im Gehirn und Sonne auf der Haut – Unser Wochenende in Bildern 03./04.07.

Freitag Abend

Hinten am Horizont versinkt ein glutroter Feuerball und lässt mich abermals kurz innehalten und ehrfürchtig jenes Geschehnis beobachten.
Neben mir der Gatte, vor mir der wohl-mundende Aperitif, das Essen ist bereits ausgewählt und bestellt.

Nicht aber anwesend sind die drei Kinder.

Denn die haben uns ganz unverhofft und spontan an jenem Freitag-Abend – an welchem ich eigentlich nicht müder von einer verkorksten Woche hätte sein können- freigegeben.

Der fast vierzehnjährige Sohn erklärte sich bereit, während jener knappen zwei Stunden auf die Schwestern aufzupassen!

Ja, fast scheint es, als bekommen wir Schritt für Schritt winzig kleine Freiheiten zurück.

Das ist schön und ganz…

…gewiss einer jener Vorteile, eben auch bereits ältere Kinder zu haben!

Denn ich muss zugeben, auch wenn ich ein klein wenig melancholisch jeden weiteren Schritt meiner Kinder in Richtung Selbständigkeit und letzten Endes Unabhängigkeit beobachte, so hat jener Prozess der steten Abnabelung durchaus auch seine Vorteile!

Und große Kinder zu haben ist in nicht wenigen Belangen sogar richtig cool! 🙂

Doch wird dies wohl einmal ein Beitrag für sich werden.

Nun aber haben wir erst einmal ganz unerwartet Zeit für gutes Essen und Gespräche – und die Sache mit der elendigen Müdigkeit verschiebe ich kurzerhand einfach um ein paar Stündchen.

(Ich soll in dieser Nacht schlafen wie ein Stein – ganze neun Stunden, doch weiß ich das zu jenem Moment noch nicht! 😉 )

Samstag

Später, am Samstag-Morgen, verfasse ich jenen Instagram-Post – kurze, flüchtige Gedanken, die mich heimsuchen.
Sehr viel mehr konnte ich in der ganzen vergangenen Woche – aus Gründen – nicht verfassen.

…about yesterday…
Das Leben besteht nicht nur aus der großen Nordamerika-Rundreise oder der spirituellen Backpacker-Reise durch Südostasien. Manchmal ist das Leben leise und große Momente und Ereignisse schlummern verborgen für eine ganze Weile.
Das wissen wir nicht erst seit jenen verrückten Monaten der Pandemie!
Es besteht nicht aus 24 Stunden purer Glückseligkeit und Jahren der Harmonie und reinen Freude.
Das Leben ist ein steter Kompromiss (die Ehe im übrigen auch;) ), genährt von dem Willen und der Zuversicht, es immer wieder auf’s Neue zu versuchen, sich an Kleinigkeiten zu erfreuen und in jedem einzelnen Tag, an welchem die Sonne auf- und auch wieder untergeht das Kostbare zu erkennen.
Gelingt auch mir nicht immer – doch zu wissen, dass es – meistens ganz unverhofft – immer wieder schöne Stunden und Momente gibt, lässt nach jedem Stolpern wieder aufstehen.
Immer und immer wieder.
Und genau so soll es auch sein!
Habt ein schönes Wochenende!

Knoten in der Kette – Knoten im Gehirn

Ich ziehe am Vormittag meine Lieblings-Kette aus dem Schrank und entdecke zu meinem Entsetzen einen engen, kleinen Knoten in der filigranen Kette.

Ich hasse das!

Und insbesondere kann ich es mir nicht erklären, lege ich doch des Abends eine GERADE Kette in das Regal, um am Folge-Morgen das Schmuckstück wieder zu entnehmen und einen Knoten in der Hand zu halten!

Wo um alles in der Welt kommt der auf einmal her – und vor allem WIE lässt er sich wieder lösen!?

Und fast schon muss ich ein klein wenig schmunzeln, entdecke ich doch Parallelen zu meinem eigenen ICH.

Ja, auch ich hatte in der vergangenen Woche mit einem hartnäckigen Knoten im Gehirn zu kämpfen.

Einen, den ich nicht wirklich vorhersehen konnte – und welcher sich nicht mit den gängigen Methoden hatte lösen lassen!

Auch jener Knoten war eines Morgens einfach da, ließ mich tagelang grübeln und löste sich nicht wie sonst mittels einer alles erleichternden Runde um den See.

Er blieb einfach und lähmte Finger und hemmte einfach zu sehr.

Denn ein solcher arglistiger Knoten mit vielen Zweifeln und kreisenden Gedanken, die nicht immer auf diese Seite hier gehören, kostet unheimlich viel emotionale Kraft, kann fast schon paralysieren – und am Verfassen eines neuen Blogbeitrages hindern. (#Schreibblockade 😉 ) 

Es war also etwas stiller hier, die letzten Tage – doch vielleicht kann ja jenes Wochenende in Bildern Gedanken aufrütteln, den flow zurückbringen –  und Knoten entwirren! 😉

Bei der Kette hilft dieses Mal ein Life-Hack, welchen ich aus dem Netz habe:

Ich entwirre das Lieblingsstück mittels Speiseöl, Zahnstocher und Nadel!

Nebst fiel Gefluche, Gerüttel und verzweifelten Schweißausbrüchen versteht sich!

 

Letzten Endes gelingt mir die komplizierte Operation am offenen Herzen aber doch – trotz zittriger Finger und mangelnder Geduld!

(Ich bin knapp der Einweisung in die Klappsmühle entgangen – mit sowas kann man mich wirklich in den Wahnsinn treiben!!!) 

Wir vertrödeln uns fast!

Der Vormittag plätschert so dahin, wir trödeln viel, haben stets neue Einfälle, die uns beschäftigt halten – und dabei wollten wir doch so gerne endlich wieder ins Freibad gehen!

Aber vielleicht kennt ihr dieses Phänomen?

Wenn bei mehreren Personen in einem Haushalt jeder irgendwie auf den Anderen wartet, dabei selbst wieder etwas Eigenes anfängt und vor sich hin bastelt – und ehe man sich’s versieht, hat man sich in Wäsche (also ich), Experimenten mit Eiswürfeln (die mittlere Tochter) oder gar am Tablet (die Kleinste – genervt bin!!) verloren!

Und das eigentliche Vorhaben ist geplatzt.

DAS will ich heute so nicht, denn meistens muss man – gerade bei fünf Personen – einfach alles stehen und liegen lassen, um überhaupt einmal aus dem Haus zu kommen!

Ein Nachmittag im Freibad

Nun, der Sohn ist es bereits – er ist längst auf eigenen Wegen im Freibad! (Teenie halt 😉 )

Der Gatte ist (ja wo ist der überhaupt? 😉 ) unterwegs – und nur ich und die beiden Mädels müssen endlich den Hintern aus der Bude bekommen!

Bis zum frühen Abend bleiben wir, lassen uns von der Sonne kitzeln, blinzeln aufs glitzernde Nass – oder spielen ausgelassen im Wasser!

(JA, auch ich! Nachdem ich mich erst etwas verhalten gezeigt hatte, haben mich die Mädels wie immer rum bekommen.
Ich darf Haie jagen und gestrandete Wale ins Wasser zurückrollen 😉 )

Und wie immer frage ich mich jedes Mal auf’s Neue, warum es denn wieder so lange gedauert hat, bis wir an jenem Lieblingsort gelandet sind!?

Was um alles in der Welt zu Hause denn schon wieder sooo wichtig war, dass wir uns fast um diese schönen, gemeinsamen Stunden gebracht hätten?

(Vielleicht ein Knoten im Gehirn? 😉 )

Sonntag

Während ich am Vormittag diesen Beitrag hier für Euch vorbereite, überrascht mich die Kleinste mit folgendem Bild für mich!

Ich bin gerührt und habe fast ein kleines bisschen Pipi in den Augen.

Und vielleicht sind es wirklich einfach jene kleinen, kostbaren Momente, die Knoten im Hirn vergessen lassen – und das Leben einzigartig und kostbar machen!

Danke, DU lautes, wundervolles und – allmählich nicht mehr ganz so wildes – Grundschulkind!

Lieb‘ Dich auch!!!

Später am Vormittag packen wir endlich den neuen Roller der Mittleren aus und die Optik (es ist ein dunkles Nachtblau) begeistert die fast Zwölfjährige sofort!

Ich werde ihn alsbald im Rahmen eines Kooperationsbeitrages vorstellen! 🙂 

Es ist schwül, sehr schwül und wir alle haben wenig Hunger.

Ein leichtes Mittagessen ist in Zusammenarbeit mit dem Mann schnell gezaubert – und bevor die angekündigten Unwetter auch uns erreichen, MUSS natürlich der Roller noch ein erstes Mal spazieren gefahren werden!

Ungelogen schaffen wir es exakt wenige Sekunden, bevor der Starkregen einsetzt nach Hause!

Es reicht mit dem Gedanken-Ballast! Erstmal…. 😉

Und während ich mit dem heißen Nachmittags-Kaffee in der Hand aus dem Fenster blicke („Gewitter-TV“), fühle ich mich urplötzlich doch versöhnt!

Und Tränchen kullern – erleichterte Tränchen, denn ich schmeiß ihn jetzt einfach kurzerhand weg, den nervtötenden Gedanken-Ballast.

Just for now! 😉

Glaub, ich mag ihn nicht mehr haben, diesen verworrenen, ur-blöden Knoten im Hirn!

Wozu soll der gut sein und wem bringt das was!?

Ich habe drei wundervolle Kinder, die mich lieben (na gut, der Mann geht auch 😉 ) – und wer auch immer anderes behauptet, oder mir unterstellen mag, Dinge niemals richtig zu machen, dem sei gesagt:

„ICH-weiß-es-besser!“ 

Punkt.

Kommt gut in die neue Woche! 

Eure 

Alex

P.S. Mehr Familienwochenenden in Bildern gibt’s drüben bei grossekoepfe

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