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In der vorweihnachtlichen Hetze ausgebremst – Wir sind krank und ein Infekt lässt fiebern und husten, aber auch (endlich) innehalten!

Manchmal begegnet uns das Leben mit einer gewissen – klitzekleinen – Ironie.
(Ach was, andauernd! Wir raffen’s nur nicht immer!)

Dann hockt es belustigt kichernd in der Ecke, lächelt sich milde ins Fäustchen – und erfreut sich ob der gänzlich unerwarteten Wendungen, die unser Alltag auf einmal nimmt.

Das tut es im ganz großen – manchmal aber auch ganz unauffällig im kleinen Stil.

Und wenngleich wir vorerst fluchen und ächzen und uns zutiefst bedrückt und wenig amused ob der sich einstellenden Umstände zeigen, so weiß das Leben vielleicht einfach sogar bereits VOR uns, dass es zwar gerade ein bisschen “Ätschi” und blöde ist – uns aber genau so auch gerade einen kleinen Gefallen tut.

Wir müssen nur genauer und wachsamer hinsehen.

Es war alles zu viel – und eine Pause nicht in Sicht

Und so sitze ich nun hier. Samstag-Nacht.

Nach Tagen, die ein wenig anders verliefen als ursprünglich geplant.

Und welche mir gleichermaßen die ganz eigene Sichtweise ein wenig wieder ins reche Licht rückten.

Sie wird für gewöhnlich nicht lange anhalten, diese Erkenntnis, so will ich sie hier und jetzt gleich in Wort und Schrift festhalten.

Erinnert Ihr Euch an meinen letzten – oder besser vorletzten – Beitrag?

Der, welcher – aufgrund diverser Umstände in der vergangen Woche (unter anderem Arbeiten für einen Auftrag, auf dessen Freigabe ich noch warte!!) – bereits nunmehr sieben Tage zurückliegt?

Ich schrieb darin von der vorweihnachtlichen Hetze, aus welcher es gefühlt kein Entkommen gibt.

Glaube ich zumindest – nochmals durchlesen möchte ich ihn mir nicht mehr. Das mache ich selten.

Jedenfalls fühlten wir alle – als Familie im Gesamten – jene Hetze in den vergangenen Woche stark und vermehrt.

Es war kein Durchatmen zu erhoffen, kaum freie Minuten, keine ruhigen Gespräche untereinander, viele, viele organisatorische Fragen und wenig Schlaf – im Hinterkopf immer das anstehende Weihnachtsfest, für welches es auch noch so viel vorzubereiten galt.

Insgeheim ertappte ich mich immer wieder dabei, wie ich mir die Zeit “zwischen den Jahren” schon JETZT herbei sehnte – das Weihnachtsfest würde ich dabei einfach überspringen, es würde mir persönlich noch nicht einmal wirklich allzu weh tun.

So war es zumindest bis vor einer Woche noch der Fall.

Ich fühlte mich so gehetzt, müde, mürbe und ausgebrannt, dass ich mir nichts sehnlicher herbei sehnte als RUHE und Tage gänzlich ohne Termine.

Tage, an denen einfach alles “ausfallen” würde.

Die Routine, das frühe Aufstehen-müssen, die Hobbies der Kinder, die Verpflichtungen und Termine, Klassenarbeiten, der selbstgemachte Freizeitstress – und der Haushalt sowieso.

Ich musste mich selbst freischaufeln

Als ich letzte Woche merkte, dass es so – würde sich unser Alltag bis zum Weihnachtsfest genau so fortsetzen – nicht mehr lange gut gehen konnte, warf ich bereits mit einem leise weinenden Auge einen Ballast von mir.

Denn ich ahnte, dass eine Umsetzung jenes Projektes noch vor dem Weihnachtsfest weder gut für die meine eigene Gesundheit noch das Familienheil im Gesamten gewesen wäre.

Kurzum wird es dieses Jahr zu Heiligabend kein fertiggestelltes – wie sonst üblich neunzigseitiges – Fotobuch von mir geben.
Ich-schaffe-es-einfach-nicht-mehr-bis-dahin.

Da kann man mir nun vorwerfen, ich hätte ja das ganze Jahr über daran arbeiten können – oder es auch sein lassen:

Fakt ist, es ist nicht mehr zu schaffen.

Ein Versuch wäre utopisch und ich habe einfach jene extra 20 Stunden, die ich in der Summe zur Erstellung jenes Buches benötige (ich mache das immer sehr ordentlich und aufwändig ;) ), nicht!

Wohl aber habe ich die Zeit zwischen den Jahren und in den Winterferien.

Dann, wenn die ganze vorweihnachtliche Hektik mit all’ den Schulaufgaben, Klassenarbeiten und Taxi-Fahrten vorüber ist. DANN!

Genau dann kann ich mich mit Freude und Herzblut daran begeben.

Der Heiligabend an sich mit uns als Gastgeber und leckerem Essen für die gesamte Familie muss in diesem Jahr (vorerst) genügen.

Hatte ich erst einmal jene Last von mir geworfen, fühlte ich mich gleich so viel gelöster. entspannter und befreiter!

Und dann wurden wir krank

Und dann kam eben auch jenes Virus, der Atemwegsinfekt, der drei von uns Fünfen ausbremste, hinzu.

Beginnend mit der mittleren Tochter erwischte es sowohl mich als auch den großen Sohn mit starkem Husten und Fieber – und unser Alltag wurde mit quietschenden Reifen (gerne auch sprühenden Funken, wenn man sich denn eine Zugfahrt vorstellen möchte)  so kurz vorm fröhlichen Fest unterm Tannenbaum ausgebremst.

Mit noch ungewissen Ausgang.
(Das ängstigt ein wenig – noch ist die Lage aber ok) 

Doch wisst Ihr was?

Jetzt, da ich hier sitze – und selbst wieder in der Lage bin, in die Tasten zu hauen (mich hat’s Freitag wirklich darnieder gelegt!!) – bin ich gar nicht mehr so böse ob jener Umstände.

(Von der Sorge um die noch kranken Kinder einmal ganz abgesehen)

Was hatten wir für Pläne gehabt!

Denn es hat meine eigene – eingefahrene – Sichtweise ein klein wenig ausgebremst. 

Und was hatten wir alles noch vor!

So viele Aktivitäten wie möglich wollten wir neben all’ dem Alltag und Schulkram noch in die Zeit vor dem Weihnachtsfest packen!

Nehmen wir nur den gestrigen Freitag.

Es wäre ein sehr voller Tag gewesen!

Mit einem nachmittäglichen wichtigen Termin mit dem Sohn und einer aufregenden – und gewiss auch anstrengenden “Reise” – am Abend.

Mit dem Zug wollten wir (alle Fünf!) nach Frankfurt ins 3-D-Kino fahren, den neuen Avatar-Film sehen.
Die Tickets waren gekauft.
Bis Mitternacht wären wir unterwegs gewesen – der Sohn hatte sich so sehr auf diese Aktion gefreut.

Nun aber lag auch er fiebernd im Bett.
Und ich ebenfalls krank mit dem auch noch angeschlagenen Mädchen auf der Couch vorm Weihnachtsfilm.

Über den Weihnachtsmarkt wollten der Gatte und ich nochmals alleine bummeln – ohne Kinder. Jetzt wagte ich – auf dem Weg der Besserung – einen leichten Spaziergang übers Feld mit der Wintersonne auf dem noch kränkelnden Näschen.

Gänse-Essen wollten wir morgen – am Sonntag – gehen, mit lieben Freunden – jetzt werden wir wohl kuschelig zu Hause im Wohnzimmer bleiben.

Und so muss ich hier und jetzt zugeben – trotz aller Umstände – trotz all’ der Sorge um die hustenden und fiebernden Kinder, kann ich jener beinahe schon Vollbremsung aus der vorweihnachtlichen Hektik auch etwas Schönes und Friedliches abgewinnen!

Es geht auch ohne vollen Einsatz!

Denn endlich bekam ich mein ganz eigenes STOP.

Ich wurde vom eigenen Körper ausgebremst, der (der/die/das – ja wat denn nun? ;) ) Virus hatte auch mich fest im Griff – und von einem Tag auf den andern ging nicht mehr viel.
Außer auf der Couch und im Bett rumzugammeln.

Ich glaube so verwachsen mit beidem war ich schon JAHRE nicht mehr!

Und irgendwie war das aber auch schön! So chillig! ;) 

Es war heilsam, zu erkennen, dass ich nicht immer – rund um die Uhr – funktionieren muss.

Dass die Wäsche nicht immer umgehend, fein gefaltet in den Schränken liegen muss und dass der Kühlschrank eben auch nur mal so semi-gefüllt sein kann.
Dass Staubflöckchen auf dem Badezimmer-Boden niemanden ins Verderben stürzen und Geschirr sich auch mal in der Küche stapeln darf.
Auch dass der Schreibtisch überquellen darf  und Essen eben vom Thai-Imbiss in der Stadt kommt – all das zu erkennen, war und IST auch einmal sehr entspannend.

(So etwas sollte natürlich kein Dauer-Zustand sein – aber es geht verdammt-nochmal auch mal! @ Alex!!! ;) )

Das Haus explodiert nicht sofort, wenn ich selbst mal krank bin und nicht mehr kann, die Kinder verwahrlosen nicht – und selbst ein Tag komplett auf der Couch sei mir verziehen!

UND kann sogar einmal ganz nett sein!

Eine (geschenkte) Auszeit

Ich weiß jetzt, wie grottenschlecht einige Weihnachtsfilme sein können, WIE schön es ist, auch einmal tagsüber mit den Kindern auf der Couch zu kuscheln (ich schaffe es sonst nie, mich von Aufgaben und Pflichten zu befreien und mir die Zeit dafür zu nehmen) – und auch dass ich es noch immer nicht geschafft habe, “Ein Schweinchen namens Babe” jemals in meinem Leben zu Ende zu schauen!

Gestern schlief ich unter leichtem Fieber neben der Kleinsten ein – früher hab’ ich’s irgendwie auch nie zu Ende gesehen.
Es scheint wohl einfach nicht meins zu sein.

Ich weiß jetzt wieder, dass Tage gänzlich anders verlaufen als geplant (wir holen Avatar einfach auch zwischen den Jahren nach!!!) und auch dass man sich sehr wohl auch noch um die ganz großen Kinder arg sorgen kann!

(Der fünfzehnjährige Sohn fieberte mit 40,2 so hoch, dass der Papa mit ihm zum Notdienst gefahren ist)

All das weiß ich jetzt wieder und bin dem Leben ob der vergangenen Tage gar nicht mehr sooo böse.
(So vielen Familien geht’s aktuell beschissener – doch soll dies hier kein Text dieses traurige Thema betreffend werden) 

Vielleicht hat es uns sogar einen klitzekleinen Gefallen – eine kleine Auszeit – gegeben.

Nur, wenn jetzt noch die zwei verbleibenden Familienmitglieder so kurz vor Weihnachten ebenfalls flach liegen – oder sich Krankheitsverläufe verschlechtern:

DANN, ja dann bin ich doch so richtig grinchig sauer ob der kleinen und großen Ironie des Lebens!

Bleibt gesund uns stresst Euch nicht so vor Weihnachten! :)

(mehr zu unserem entschleunigten und teils Kranken-Wochenende später im #wib!)

Eure 

Alex

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