Wisst Ihr, was mich manchmal traurig macht? All' die Zeit, die ich in meinem Kopf…
Der letzte Sommer mit drei Schul-“Kindern” – Gedanken vor den großen Ferien #muttergefühle #ausdemalltag #wennkindergroßwerden
Als ich heute Morgen den großen Sohn verabschiedete, tat es wieder etwas weh.
Da stand er im Türrahmen, dieser hochgewachsene Kerl.
Noch immer lockig, noch immer mein Kind – aber im Grunde ein Mann.
Er brach auf, bewaffnet mit seinem Rucksack und hinter ihm das jüngste Kind. Ich fahre morgens kein Taxi mehr zur Schule, das übernimmt er jetzt.
Da stand ein hübscher Kerl mit Leinenhose und Hemd, kündigte an, erst am späten Nachmittag wieder zu kommen.
Denn er ist frei und so viel reifer und schlauer und erwachsener als ich. Verflucht, was lieb ich ihn!
Was bin ich stolz und ich möchte ihn so gerne noch ein Weilchen hier zu Hause halten. Doch klammern darf ich nicht.
Ja, ich bin nicht mehr die Mama des kleinen, gelockten, zweijährigen Jungen. Ich bin auch keine Dreißig und jung und frisch mehr.
Ich bin jetzt ein altes Auslaufmodell. 😉
Dabei gehörte ich doch gestern erst noch dazu, zum Kreis der jungen Muttis mit den vielen Fragen und Sorgen und Kinderthemen!
Wo sind all’ die letzten Sommer hin!?
Und irgendwie weiß ich auch gar nicht, was ich die letzten neunzehn Jahre so gemacht habe, sie gingen in einem Finger-Schnipsen vorbei!!!
Schemenhafte Erinnerungsfetzen und Fotobücher (die ich längst noch nicht alle fertig habe!!!) zeugen von glücklichen Jahren!
Jetzt beginnen für diesen Jungen die letzten Sommerferien seines Lebens – im nächsten Jahr steht das Abitur an.
Ich weiß nicht, wie seine konkreten Pläne dann sind, da möchte ich auch gar keinen Druck erzeugen und drängen.
Ich weiß nur, Zeiten werden Andere werden. Autsch.
Ich drückte der Jüngsten einen Kuss auf die Stirn und muss mich in diesen Tagen auch von einem Kind verabschieden.
Wenn sich der Sommer dem Ende neigt, wird aus meinem letzten Kind ein Teenager.
Dieses Kind geht zwar noch mit mir ins Freibad und albert mit mir im Wasser, doch hat auch dieses Kind das ein oder andere Geheimnis vor mir, welches ihre Wangen erröten und ihre Lippen schelmisch zucken lässt. 😉 #lebenmitteenagern
Mein letztes Kind zeigt sich neuerdings end-genervt von mir und faucht. Und auch wenn ich diesen Weg schon zweimal gegangen bin, so ist das ein kleines bisschen hart.
Doch die Umarmungen, die da noch immer sind, trösten!
Zeit für Veränderungen
Auch für die mittlere Tochter werden diese Sommerferien Veränderung mit sich bringen.
Nicht immer läuft das Leben in geraden Bahnen, das tut es selten.
Manchmal funken zwischenmenschliche Konflikte und Herausforderungen dazwischen – und man fühlt und spürt, dass der Platz nun woanders sein soll.
Für die mittlere Tochter steht ein Schulwechsel an, sie wird ihr Abitur an der Schule des großen Sohnes anstreben und sieht ihn ein kleines bisschen als Vorbild und Orientierung. Und das ist wiederum schön. 🙂
Und auch wenn wir Eltern – zumindest der Papa – Hoffnung auf eine Fortsetzung der Familientradition hatten, so ist das alles ok!
Ein Kind bleibt ja noch auf dem “alten” Gymnasium.
Ich habe mir immer für meine Kinder die Freiheit zur eigenen Entfaltung und Entscheidung gewünscht!
Denn – und da bin ich mir sicher – alle Drei werden ihren Weg gehen.
Nun, in dieser Woche führt “der Weg” vermutlich zum Filme-gucken in abgedunkelten Klassenzimmern, dem Ausflug in den Erlebnispark, zum Sportfest bei hochsommerlichen Temperaturen und Freitag zur Zeugnis-Ausgabe.
So, wie es immer ist, in der letzten Woche vor den Ferien.
Ein letztes Abenteuer zu Fünft!?
Ja, es werden die letzten Sommerferien mit drei Schulkindern sein.
Vielleicht sogar ein letzter Sommer, in welchem wir alle Fünf uns in ein neues Abenteuer stürzen. Doch wird dies ein anderer Blogbeitrag sein.
Ein Sommer bleibt noch, um eine “vollständige” Mama zu sein.
Alte Fragen & neue Wege
Wie aber auch in jedem Sommer stehe ich erneut vor Fragen.
Ich frage mich, ob es – nach den Ferien – nicht an der Zeit wäre, neue Wege zu gehen.
Diese Frage stelle ich mir jeden Sommer, um sie wieder zu verwerfen und meiner Leidenschaft – dem Schreiben auf dieser Seite hier – nachzugehen.
Es ist ein brotloser Job, er reicht für ein Taschengeld, um kleinste Wünsche und Träume zu erfüllen. Ganz kleine – spekuliert erst gar nicht!
Der Nebenjob ebenso – er legt mir gerade einmal einen winzigen Krümel auf die Hand.
Und doch schreibe ich so sehr aus Leidenschaft, dass ich den Appel und das Ei in Kauf nehme.
So kann es aber nicht immer bleiben.
Und ein Teil von mir fragt sich noch immer, ob es nicht Zeit ist, wieder in eine Festanstellung zurückzukehren.
Während ein anderer Teil meines Selbst so sehr nach Freiheit und Entfaltung schreit!!!
Doch – ebenso wie jeden Sommer – möchte ich solchen Gedanken gerade nicht allzu viel Raum gewähren.
Es ist doch gerade meine liebste Jahreszeit!
frei!
Ich möchte genießen, schließlich bin ich ja frei!
Ich kann morgens mit der liebsten Hündin auf der Wiese hocken und durch das Fell kraulen, solange ich will.
Ferner kann ich von ihr lernen, einfach im Moment zu sein – und die winzigen Schönheiten dieser Welt zu betrachten.
Und ich kann durch dieses herzallerliebste Wesen (ich muss dringend einmal ein Update schreiben!) lernen, was wirklich bedeutsam ist im Leben.
Bedeutsam ist: Zu sein.
Es ist wichtig, an sich selbst zu glauben – und mit ausgebreiteten Armen und offenem Ohr immer für die Kinder da zu sein.
Denn – auch wenn ich mich hier wiederhole – Mama bleibe ich ein Leben lang.
Und Frau auch.
Und diese Frau hat ganz schön Bock auf Sommer und (allerletzte) Sommerferien zu Fünft!!!
Allen Hessen Freitag einen guten Start in die Sommerferien!
Eure
Der Text gefällt? Dann Daumen hoch für die Alex!


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