Ein unbeschwerter Sommer-Urlaub? Wie geht es uns in Kroatien?

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„Abenteuer beginnen da, wo Pläne aufhören“ – ein Spruch, der mir gestern beim Scrollen durch’s Netz in’s Auge fiel!
Und mich seitdem nicht mehr loslassen möchte.
Daher hier gerne geklaut und wiedergegeben.

Denn genau genommen lebe ich hier gerade ein kleines Abenteuer.

Und das alles nur, weil ursprüngliche Pläne scheiterten oder aufhörten.
Erst scheiterte der ganz große, lang überlegte Plan.
Denn bekanntlich wollten wir in diesem Sommer beinahe sechs Wochen in Kanada leben.

Dann endete die mit Bedacht und leicht ängstlich geplante Woche im Ferienhaus in Kroatien.
Und wir wollten wieder zurückfahren. Eigentlich.

Gelandet sind wir schließlich hier.
Auf einem Campingplatz ganz in der Nähe von Porec, an der wild-romantischen Küste Istriens!

 

Und ich fasse jetzt selbst nicht, dass ich die folgenden Zeilen ausgerechnet von der Veranda eines Mobilheims auf einem Campingplatz schreibe, doch….

….im Grunde genieße ich gerade den Sommer, von dem ich in diesem Jahr nicht mehr glaubte, ihn erleben zu können!

Welche Rolle spielt Corona hier im Urlaub?

Wir sind hier gedanklich ganz fern von Corona – auch wenn das vielleicht „nicht richtig“ ist.
(Genau genommen jedoch tue ich oft und gerne Dinge, die nicht wirklich richtig sind!) 

 

Sicher, die an den Pools aufgestellten Desinfektionsmittel-Ständer werden von uns genutzt!
Und wir haben in nunmehr fast zwölf Tagen Kroatien nicht in einem geschlossenen Raum oder gar Restaurant mit anderen Personen gesessen! Waren nur draußen!

Auch erinnere ich die Kinder hin und wieder daran, am Poolbecken-Rand nicht so dicht neben Anderen zu verweilen.
Und auch die Maske gehört hier absolut zum Einkauf dazu!
Doch damit hören Ängste und Vorsichtsmaßnahmen aktuell auch wieder auf.

Wir haben uns entschieden, mit Corona zu leben (das werden wir ohnehin meiner Meinung nach noch eine sehr lange Zeit tun müssen) und trotzdem in den Urlaub zu fahren.

Und aktuell muss ich sagen, bereue ich diese Entscheidung in keinster Weise!

Unfassbar viele schöne Momente und Eindrücke, neu gewonnenen Erkenntnisse und Erlebnisse als Familie, wurden mir in den vergangenen Tagen geschenkt.

Kostbares, wohl portioniertes Glück, welches ich so oft es ging versuchte, mit der Handy-Kamera zu konservieren.

Vielen von Euch wird dies auf Instagram und Facebook nicht entgangen sein.
Sorry für so viel Urlaubs-Spam! 😉

Der Sommer, den ich beinahe abgeschrieben hätte

Und noch vor drei Wochen hätte ich im Leben nicht daran geglaubt, Sommer leben und erleben zu dürfen!

Ein Sommer, der nach vielen, vielen Kindheits-Erinnerungen riecht!
(Auch wenn wir die Sommer an der Emilia Romagna verbrachten und nicht in Istrien)

Ein Sommer, der nach Pinienbäumen duftet und Zikaden noch lange in meinen Ohren hallen lässt.
Ein Sommer mit kratzigem Salz auf der Haut, nunmehr fast erblondeten Haaren und Sonnen-geküsster Haut!
Und auch ein Sommer mit viel Eis für glückliche Kinder und stundenlangen Tauch-Sessions!

 

Die Kinder können planschen und schwimmen!

Allein DAS macht mich so unfassbar glücklich!

Die Tatsache, dass meine Kinder tauchen, planschen und schwimmen dürfen!

Denn schließlich sprechen wir hier von Dingen welche jahrelang als selbstverständlich galten – doch vor wenigen Monaten so fern schienen!

Wir dürfen einen Sommer mit Duftkerzen und lauen Abenden auf der Veranda leben – und abends im Bett die noch immer warme Haut spüren!

Kinder laufen den ganzen Tag in Badesachen umher und hier und da riecht es nach Kokos-Sonnenöl oder ertönt das altbekannte „Flip-Flap“ viel zu ausgetretener Bade-Latschen.

Wir bummeln nicht durch volle Gassen historischer Altstädte, aber bestaunen diese aus der Ferne, flanieren bei Sonnenuntergang am Meer entlang – und Kinder spielen bis spätabends auf Spielplätzen!

Und wenngleich ich hier für einen Sommer doch recht gewöhnliche Dinge schildere, weiß in diesem Jahr nunmehr fast jeder, wie sehr man sich nach gewöhnlichen Dingen sehnen kann!

Und wie aus Gewohnheiten plötzlich große Abenteuer werden!

Wie gut, dass unser Plan endete!

Ja, wir sind von unserem Plan abgewichen, und haben nicht nach einer Woche das Land wieder verlassen.
Sind hier hängen geblieben, trotz aller negativen Schlagzeilen und Ängste welche geschürt werden.

Ein Weilchen länger darf ich selbstvergessen auf’s Meer schauen – oder beim morgendlichen Lauf durch Pinienwälder und entlang der Steilküste zu mir selbst finden!

Denn Eines fühle ich mich dieser Tage ebenfalls:
Bei mir angekommen!

Ich schlafe wie ein Stein, beinahe acht Stunden jede Nacht, bewege mich viel und esse gut.
Tanke Sonnenlicht und „Vitamin Sea„, fühle mich erholt – und schließe Frieden mit so vielen Dingen, die ich einfach nicht ändern kann.

Das Leben und Gefühle annehmen können

Denn auch das gehört zum Leben dazu – eine Erkenntnis, welche mir hier leichter fällt, anzunehmen.

Ich kann mich nicht gegen Trauer oder negative Gefühle wehren.

Sie kommen und gehen, wann immer sie wollen.
Auch hier.

Manchmal gänzlich unerwartet – einfach aus dem Nichts.
Weil sie eben ein Teil des Lebens und Seins sind.

Ich ziehe glücklich meine Schwimmzüge im smaragdgrünen Adria-Wasser – und urplötzlich tauchen sie auf.
Traurige Gedanken und Wehmut.
Trauer um die lieben Menschen, welche im letzten Jahr gegangen sind.

Weil Glück und Leid eine Einheit bilden wollen.

Ich möchte sie annehmen und zulassen – all‘ die Gefühle, welche mich nun einmal heimsuchen.

Hier fällt es mir leichter.

Ein Risiko?

Vielleicht sind wir ein Risiko eingegangen, hierher zu reisen. Wer weiß das schon.

Wohl aber weiß ich, wie kostbar kleinste Momente im Leben sein können!

Und auch wie schnell dieses vorüber sein kann.

Und all‘ die Momente der vergangenen Tage waren jeden „Wagemut“ wert!

Ich fühle mich versöhnt mit einem Sommer, der für mich als verloren galt!

Bin gestärkt für alles, was noch kommen mag!

Donnerstag fahren wir nach Hause – ich habe ein Versprechen einzulösen, denn die mittlere Tochter möchte ihren Geburtstag zu Hause feiern.

Wie die Heimfahrt wird?
Ob wir sie in einem Stück schaffen werden?
Ob wir gar in Quarantäne müssen?

(Man munkelt, die Niederländer müssten dies bereits – ich plane für diesen Fall, mich mit einer Tonne Nachos einzudecken – und in der Zeit einfach meine Memoiren zu schreiben! 😉 )

All‘ das weiß nur das Leben selbst!

Eure 

Alex

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