Was Frauen im Bad so machen: Bin ich etwa alt!?

16+

Ich bin nicht nur Mutter, sondern hin und wieder auch mal Frau.

Und die ticken für gewöhnlich auch mal aus und machen eigenartige Dinge, die sich Man(n) schon einmal gar nicht erklären kann.

Und weil es heute am Samstag-Morgen mal wieder soweit war – und ich im Nachhinein über mich selbst schmunzeln und kichern musste, hier ein kleiner Auszug aus dem wundersamen Leben der Alex L.!

Es ist ein alter Film aus den Achtzigern (oder waren’s die Neunziger?), der mich an diesem Samstag-Morgen ein klein wenig verunsichert vor mich hin grübeln lässt – und im Anschluss gleich eine Welle unnützer Tätigkeiten und Versuche auslösen soll.

Einer der Sorte „Weihnachtsfilm“, welchen die Mädels heute früh im Pyjama schauen dürfen und in jenem sich ein armes Kind alleine zu Hause  auf die Jagd nach üblen Verbrechern macht.
Nicht jedoch Kevin.

Offensichtlich schien es damals mehr von denen zu geben.

Der Film ist blöd! 

Und während die Jüngste wahlweise verzückt vor sich hin quietscht oder sich laut prustend auf die Schenkel klopft, als ein blöder Dödel ordentlich eins auf die Eier bekommt (solche Szenen gingen offensichtlich in den Achtzigern noch! 😉 ) – komme ich verbissen in’s Grübeln.

Ja, ICH finde den Film durchaus blöd! 

Es ist die Mutter in jenem Schaustück, welche mich grämt und in Gedanken versunken meinen doppelten Kaffee schlürfen lässt.

Die schick-gekleidete, erfolgreiche Mutti mit der perfekten Friese und den winzig kleinen Lachfältchen.
Die Muddi, welche hier angeblich neben dem kleinen Gangster-Jäger bereits zwei groß-gewachsene Teenie-Kinder besitzt – und noch immer jung und strahlend schön aussieht.

Ich tippe das dargestellte Alter auf Anfang/Mitte Dreißig!

Und würde ich nicht gerade meinen großen Kaffee-Pott halten, so hätte ich spätestens JETZT beleidigt die Arme vor der – noch BH-losen – Brust verschränkt!

Warum soll die eigentlich so verflixt jung und schön sein!?

Mit drei Kindern!?

WANN um alles in der Welt soll die ihren ersten Sohn bekommen haben? Mit zwanzig!?

Und unweigerlich hämmert sie in meinem Kopf, die immer öfter wiederkehrende Frage:

Bin ICH etwa alt?

Sind meine Lachfalten zu tief, dunkel und viele geworden?
Sollte ich vielleicht einfach des Lächelns müde werden – so müde, wie sich die eigenen Augen noch gestern Abend anfühlten?
Liegt es vielleicht an der falschen Augencreme?
Am wenigen Schlaf? An der ungesunden Ernährung?

WAS um alles in der Welt kann ich GENAU JETZT tun, um auch so strahlend wie die Muddi auf dem Bildschirm zu sein?

Dass die Mami von einst möglicherweise heute längst am Krückstock geht, schließe ich hierbei gedanklich selbstverständlich aus.

Das Drama beginnt

Missmutig trabe ich ins Badezimmer, um mich fertig zu machen.

Das geht in der Regel recht flott und insoweit gut, bis ich zum Detail komme:

Mein Gesicht!

Denn ich habe fast den Eindruck, je älter ich werde, umso länger benötigt es für diesen winzig-kleinen – aber doch ziemlich bedeutsamen – Part meines Körpers.
Heute nun besonders.

„Vielleicht sollte ich einfach nochmal diese andere Augensalbe benutzen?“

schießt es mir durch den Kopf.

Denn die verspricht mir, meine Augen mittels Koffein strahlen zu lassen – und helle soll die Partie erscheinen! Nahezu glänzen!
Das tut sie auch.

Aufgetupft auf die Partie unter den Augen – nach der straffenden Tagescreme versteht sich – bin ich nunmehr ein weiß-silber glänzender Panda! Geil!

„Aber vielleicht sieht es ja nach dem Pudern so richtig, richtig frisch aus?“

verspreche ich mir gedanklich.

Und lege los.

Ich pudere heute extra viel, was das Zeug hält, damit ja keine Schatten unter den Augen mehr sichtbar und erkennbar sind.
Nun ja.

Offensichtlich jedoch scheint die „boostende“ Salbe während meines Puder-Vorgangs (immerhin, Make-up benutze ich NIE!) eingetrocknet zu sein – und feinste, staubige Linien kommen während des doch eigentlichen „Vertuschungs-Vorgangs“ zum Vorschein.

Lienchen, die doch verschwinden –  und nicht wie Furchen in der Wüste Gobi hervortreten sollen!

Verflixte Augenfalten aber auch!

Ich nehme also mein Handtuch, befeuchte es und wische den getröckelten Mist komplett wieder ab.
Und fange von vorne an.

Jetzt nehme ich einfach die alt-bewährte, bekannte Augensalbe und tupfe (immer schön vorsichtig! 😉 ) abermals.

Weil ich aber irgendwann ja auch mal fertig werden muss – und im Untergeschoss mindestens drei hungrige Mäuler auf mich warten, pudere ich schnell hinterher.
Zu schnell.

Abermals betont das Gemisch aus diesmal noch zu fettiger Augensalbe und Puder nunmehr die alt-gewordene Partie um die Augen besonders! (Und ich dachte, das machen derzeit nur Masken! 😉 )

Jetzt bin ich’s aber komplett leid – und wasche mein ganzes Gesicht erneut!

Und fange von vorne an.

Endlich „erstrahle“ (ha ha) ich wieder in der gewohnten Grundierung und entscheide mich heute für die besonders betonende Wimperntusche. Denn ich will ja schließlich jung und frisch aussehen.

Was ist mit dieser Wimperntusche los!?

Die Wimperntusche, die mir verspricht, immer wieder aufgefrischt werden zu können – ohne zu verkleben.
OHNE Fliegenbeine.

Nun, es schmiert und klebt – gleich beim ersten Versuch!

„Aber vielleicht wird es ja noch“

denke ich mir.
Und tusche beherzt nach.

Ich sehe grau!

Als endlich die Augenpartie fertig ist, möchte ich mich frisieren.

Hierbei fallen mir kleinste, silberne Härchen auf, die darauf schließen lassen, dass offensichtlich mein (bereits terminierter!!) Friseur-Termin in der nächsten Woche ansteht.

Ich möchte aber dennoch meine Haare zurück stecken – und greife zum „Haar-Ansatzspray“.

Das Ansatzspray, welches mir verspricht, kleinste weiße Härchen sofort verschwinden zu lassen.

Das Ansatzspray, welches mir nunmehr braun die Stirn herunter fließt – und somit mich sowohl Puder als auch braune Farbe wieder wegwischen lässt.

„Jetzt aber! Jetzt muss ich doch fertig, jung und frisch sein!“

schießt es mir trotzig durch den Kopf.

Nun, ein abermaliger Blick in den Spiegel lässt jegliche Illusion schnell verpuffen!

Der Mascara hat geschmiert und kleinste schwarze Punkte unterhalb der Brauen lachen mir entgegen!

Mittels Q-Tipp beseitige ich schnell das Malheur – inklusive Puder – und vermutlich auch Augencreme.

Leute! Mir reicht’s! Was machen wir Frauen da eigentlich immer!? What the fuck!!!

Um aber dennoch ein nettes, selbst-belustigtes Selfie für Euch zu schießen, trage ich heute sogar ausnahmsweise mal Lippenstift auf.

Immerhin, das will mir gelingen!

Und Filme aus alten Jahrzehnten?
Bei denen die Auflösung (es heißt doch so, oder?) ja ohnehin nicht die Beste ist?

(Es liegt an der Auflösung! Garantiert liegt es an der Auflösung!!!)

Gehören für den Rest des Wochenendes einfach verbannt! 😉

Habt’s fein und kruschpelt nicht so lange im Bad rum! 

Eure 

Alex

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