Wir tun es wieder! Warum Familien-Urlaub im Mobile-Home?

Wir waren früher die typischen Hotel-Urlauber.
Damals als kinderloses Pärchen.

Nicht abstreiten möchte ich an dieser Stelle, dass dies auch zu einem nicht gänzlich unbedeutenden Teil an MIR lag! 😉

Denn wenn man es so nehmen möchte, hatte ich durchaus so meine Ansprüche und Eigenheiten.
(Die habe ich auch immer noch!)

Und – damals noch zwei Vollverdiener – musste ein schicker Sterne-Hotelurlaub schon sein.

Mit abendlichem, ausgiebigen Schick-Machen und allem Drum und Dran.

Stundenlang konnte ich in der Sonne liegen – früher – und mich in nicht kürzerer Zeit stylen und zurechtmachen, die Zimmer mussten geil und der Hotelpool einladend sein, ein bisschen Bling-Bling und Glitzer durfte auch nicht fehlen.

Nun, Zeiten ändern sich, Menschen auch und Lebensumstände sowieso.

Wir sind schon lange nicht mehr Mitte Zwanzig und…

…ausgiebiges „In-der-Sonne-rösten“ liegt mir mittlerweile ebenso wenig wie jeden Abend im schicken Kleidchen vor der Cocktail-Bar zu sitzen.

Zwar würde das mittlerweile sogar wieder gehen – doch vierzehn Jahre Sommerurlaub mit Kindern prägen, hinterlassen Spuren und lassen durchaus neue Vorlieben und Interessen wachsen!

Ein Urlaub heute muss abwechslungsreich daher kommen, ich brauche die Bewegung (wenn mir früher jemand erzählt hätte, dass ich mich auf die morgendliche Laufrunde freue!) und meine Sichtweise hat sich geändert.

Ein zweiwöchiger All-Inclusive-Urlaub im Hotel-Komplex langweilt mich, um hier ganz ehrlich zu sein.

Auch ist ein Hotelurlaub mit festen Essenzeiten mit drei Kindern nicht immer und unbedingt Erholung pur!

Jeden Abend pünktlich frisch geduscht und mit fünf halbwegs zurechtgemachten Familienmitgliedern zur Schlacht am Buffet zu erscheinen IST nicht entspannt und glamourös!
Das haben uns die Jahre gelehrt.

Ich „brauche“ sowas nicht mehr unbedingt!
(Ein Jammer allerdings um die vielen hübschen Heels und Kleidchen! 😉 )

Warum aber schreibe ich hier und jetzt überhaupt vom Urlaub?

Dass das Fernweh in mir brennt und schmerzt ist wohl schon lange kein Geheimnis mehr.

Das tut es immer in regelmäßigen Abständen.

Nun kamen allerdings bislang einige Hindernisse dazwischen, die in diesem Jahr die Hoffnung auf einen Familien-Urlaub zu Fünft deutlich schrumpfen und mich immer trübseliger werden ließen.

Denn ein kaputter Familien-Van mit Automatik-Getriebeschaden (!) ausgerechnet DANN, wenn wir endlich, endlich Monaten der Pandemie und des steten Daheim-seins den Rücken kehren könnten, IST scheiße und schlägt auf die Stimmung.
Anders kann man es nicht bezeichnen.

Andere Probleme und Sorgen, die nicht alle hierher gehören, gesellten sich dazu – und dann ist da noch immer diese Sache mit der Pandemie.

Keine guten Aussichten für eine doch so schmerzend notwendige Flucht vom Alltag, oder?

Wir tun es schon wieder!

Und doch haben wir vorgestern gebucht!

Trotz aller Widrigkeiten möchten wir es wagen, und in den letzten Ferienwochen unseren ganz eigenen Road-Trip zu Fünft starten.

Mit Leihwagen (der ist dann immerhin anfangs sogar schön sauber, he he! 😉 ) und nicht ganz so kostspielig.

Eine Flugreise kommt für uns aufgrund der Pandemielage UND in Verbindung mit den horrenden Auto-Reparatur-Kosten nicht in Frage, das supi-geile Ferienhaus mit Pool wollte ich aus freien Stücken (und auch wegen des Geldbeutels) dieses Mal NICHT!

Denn ich hatte im letzten Jahr an einer etwas anderen Art zu urlauben Gefallen gefunden.
Ausgerechnet ICH! 😉

Wir werden in diesem Jahr erneut Urlaub in einem Mobile-Home auf einem Campingplatz in Istrien machen.

Glamping“ sozusagen.
Wenngleich ich jenen Begriff nicht ganz so mag…

Familien-Urlaub? MUSS das jetzt sein!?

Warum aber ein Urlaub, wenn doch schon das Auto uns so teuer zu stehen kommt?

Ja, ich kann es durchaus verstehen, kommt jener Gedanke dem ein oder anderen hier in den Sinn.

Doch verhält es sich nun einmal so, dass ich einen Ortswechsel, ein „Mit-der-ganzen-Familie-woanders-sein“ für essentiell halte!
Zumindest, was mein ganz eigenes Seelenleben betrifft.

Und ich wage zu behaupten, für das einiger anderer Familien-Mitglieder auch.
Zumindest hörte ich in den vergangenen Wochen an der ein oder anderen Stelle heraus, dass eine Reise tatsächlich gewünscht ist.
(Der Sohn hat schon die LED-Stripes zum Verschönern unserer Terrasse bestellt 😉 ) 

Nicht von jedem Familienmitglied, was bei fünf Menschen unterschiedlichsten Charakters und Vorlieben auch absolut logisch ist, aber ich bin mit meinem Fernweh nicht alleine!

Ich zehre stets lange von einer Reise und bereits die Vorfreude und Aussicht auf eine Veränderung schenkt neue Zuversicht, Kraft und Energie.
(Oder lässt hier einen ganzen Blog-Beitrag entstehen! 😉 )

Eine Vorfreude, die mir in den letzten Wochen stark gefehlt hatte!

(Last-Minute wäre somit wohl nie wirklich etwas für mich 😉 )

Ich muss raus!

Ich bin Mama und ich arbeite höchstens von zu Hause aus.
Immer, immer, immer.

Im Grunde sehe ich nichts Anderes, als mein eigenes Zuhause.
Ständig.
Nicht nur zu Pandemie-Zeiten.

Und auch wenn wir es uns gerade noch so schön gemacht haben, die Außenanlage immer hübscher wird, so KANN ich zu Hause nicht Urlaub machen.

Es ist reine Kopf-Sache, doch mag es mir schlichtweg nicht gelingen!

Denn – kaum zwinge ich mich auf die Terrasse – fällt mir ein, was in dem Haus, welches uns nun einmal gehört, alles genau JETZT getan werden könnte!

Die Fenster, die ich seit Wochen putzen wollte, die Kinderkleider in prall-gefüllten Schränken, die endlich aussortiert werden müssten, die mit Seife verschmierte Dusche.

Es gibt im eigenen Haus und Garten nie nix zu tun – das stoisch auszublenden fällt mir mehr als schwer!

Es fühlt sich fast so an, als könne ich ob der ganzen Verantwortung, welche man für sein eigenes Heim besitzt, nicht in Ruhe auf der Sonnenliege verweilen. (Tue ich auch zu Hause NIE!)

Denn mir fehlt hierzu die Legitimation.

Kurzum: Ich muss weg, um Erholung zu finden!!!

 

Aber wir waren doch jetzt so lange alle zusammen!?

Ja, das waren wir in der Tat!

Bis zum Heulen, Zürnen und manchmal trotzigem Erbrechen. 😉

Dieses Pandemie-bedingte „Ständige-aufeinander-hängen“ war und ist lästig und anstrengend – aber auch das ist im Urlaub anders und fühlt sich anders an!

Erst, habe auch ICH Entspannung und kann abschalten, kann ich meine Familie so richtig, richtig genießen, immer wieder neu kennenlernen und befreit Zeit mit Allen verbringen!

Wir waren zusammen – und doch habe ich das „WIR“ in der Pandemie-Zeit vermisst.

Klingt eigenartig, ist aber so – und im Familien-Urlaub empfinden wir eine ganz andere, so viel schönere Form der Gemeinsamkeit!
Darauf freue ich mich, das brauche ich jetzt!

Warum ausgerechnet ein Mobile-Home?

Klar, wir müssen und wollen in diesem Jahr ob der äußerst kostspieligen Auto-Reparatur auf das Budget achten und Mobile-Homes sind nun einmal günstiger als die geile Villa mit Pool oder gar das All-Inclusive-Hotel!

Aber als wir letztes Jahr in Kroatien sehr spontan unseren Urlaub verlängerten und vom großen, schicken Ferienhaus mit Pool in ein Mobile-Home auf einen Campingplatz zogen, habe ich (ganz, ganz unerwartet!!!) großen Gefallen an jener eher minimalistischen Form zu wohnen gefunden!

Für mich stellte die Mischung aus dem Leben auf dem Camping-Platz und der Unterkunft in einem festen Mobil-Home den größtmöglichen Weg zum persönlichen Chill-Faktor dar.

Hier ein paar Impressionen vom letzten Jahr:

Das entspannte, lässige Flair mitten im Grünen und am Meer gefiel mir, verbunden mit dem Comfort eines eigenen, kleinen Zuhauses mit drei Schlafzimmern, eigener Dusche, bestens ausgestatteter Küchenzeile und großzügiger Terrasse!

Ich bin kein eingefleischter Camper, das werde ich in diesem Leben wohl auch nie mehr werden!

Allein der Gedanke, mit dem Kulturbeutelchen einmal über den Platz zu Gemeinschaftsduschen zu laufen widerstrebt mir, denn ich BRAUCHE meine eigene Dusche!

Ich habe da (noch immer) so meine Ticks und Eigenarten im Badezimmer, die ich gerne alleine und ohne einen gewissen Zeitdruck und „Beobachtungsgefühl“ ausleben möchte! 😉

Was ich aber am Urlauben im Mobile-Home so unfassbar entspannend finde, ist in der Tat ein bisschen der beengte Wohnraum.

Es ist alles da, überall finden sich Nischen und Verstaumöglichkeiten, drei Schlafzimmer bieten Rückzugsmöglichkeiten, das Geschirr-spülen übernimmt die Maschine – aber es bleibt nicht viel Raum, seinen Dreck und das Gerümpel überall zu verteilen!

Das stresste mich in der großen Villa in der Tat.
Denn wer suchte wohl immer auf zwei Stockwerken den ganzen Klumpatsch einer fünfköpfigen Familie zusammen? 😉

Es gibt nicht viel zu tun in so einem Mobile-Home, außer zu genießen und zu entspannen!

Vielleicht ist es das, was Menschen am minimalistischen Wohnen so schätzen?
Weniger Kram, weniger Raum, weniger Verantwortung.

Sicher, wir müssen uns selbst versorgen –  doch gibt es auf so einem Campingplatz zu genüge Restaurants und Pizzerien.

Und geht mein Mann nicht mindestens zwei, dreimal schick (Ich werde durchaus auch Kleidchens einpacken 😉 ) mit uns essen, sei der heftige Tritt in den Hintern versichert! 😉

Wir reisen gerne „Individual“

Auch Gefallen haben wir in den letzten Jahren daran gefunden, uns stets unseren ganz eigenen Road-Trip zusammenzustellen.

Und das möglichst abwechslungsreich!

Auch jetzt liebäugeln wir damit, VOR Kroatien noch ein paar kurze Tage in Österreich zu verweilen und das möglichst urig und in den Bergen – des Kontrastes und der Gegensätzlichkeit wegen!

Ein solches Abenteuer bietet uns keine Pauschalreise!

Ich mag es, durch die unterschiedlichsten Landschaften und Länder zu cruisen, allein Slowenien besticht mit ganz eigenem Flair, und Rast zu machen, wo es uns gefällt!

Und jetzt: Vorfreuen und Hoffen!

Noch etwas mehr als vierzehn Tage bis zum Start.

Ich werde nunmehr planen und vorfiebern – und nicht zuletzt hoffen, dass alles gut geht und wir auch wirklich (!) unsere wohlverdiente Reise zu Fünft antreten können.

Vorher passieren kann immer etwas, doch soll mir die Vorfreude nicht durch negative Worst-Case-Szenarien getrübt werden!
Also schnell weg damit! 😉

Auf dass es bald wieder heißt „Wenn Fünf eine Reise tun….“

Eure 

Alex

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