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Was ist nur mit uns los? Wie die Pandemie spaltet – Unser Wochenende in Bildern 15./16.01.

„There’s something wrong with the world today, don’t know what it is…“
(Livin‘ On The Edge von Aerosmith)

Ich muss ganz ehrlich sein, aktuell verstehe ich die Welt und die Menschen nicht mehr.

Scrolle ich durch die sozialen Medien stoße ich auf Wut, Hass, Frustrationen, Aggressionen und Unverständnis.

Ich lese von lieben (Blogger-) Kolleginnen, die sich zurückziehen, weil Beschimpfungen und beleidigende Kommentare zu sehr belasteten, erkenne, wie Meinungen so sehr auseinander gehen und eine Gesellschaft sich spaltet.

Das macht mich traurig und lässt mich mit einem Gefühl der Hilflosigkeit zurück.

Insbesondere gehen jene Empfindungen weit über die sozialen Medien hinaus, treffen in’s eigene Mark und auf sehr persönlicher Ebene.

Ich sehe Menschen, die ich noch vor wenigen Monaten als besonders ausgeglichen und tiefenentspannt bewunderte, verzweifeln und muss zu meinem Erschrecken feststellen, auch hier Argwohn, Zorn und Wut in den Zeilen erkennen zu müssen.
Warum?

Familien werden gespalten und Freundschaften zerrissen.

Wir leben gesellschaftlich gefühlt gerade am Abgrund.

Bin ICH immer ein guter Mensch? Nein.

Nun kann ich hier nicht nur urteilen, drehe ich doch selbst in – ähm – regelmäßigen Zyklen durch.

Ich verurteile Menschen, die ich doch im Grunde „liebe“, sehe Dinge, die nicht existent sind – und unterstelle Gemeinheiten.

Als wäre ich nicht ICH, sondern ein anderer Mensch – und das tut mir aus tiefstem Herzen leid.
Jeden Monat auf’s Neue.
(Und auch manchmal an schlechten Tagen dazwischen)

Und ich kann nur dankbar dafür sein, dass die richtigen Menschen immer wieder ein Nachsehen mit mir haben, milde über meine Fehltritte hinweglächeln oder gar verzeihen können.

Auch ich bin nicht immer ein guter Mensch und verletze selbst die, die mir am Herzen liegen.

Und dennoch tut das Leben und diese Pandemie gerade weh.

Warum ich hin und wieder die Augen vor der Realität schließen muss und möchte, habe ich gestern hier (einfach klicken!) verbloggt.

Sehr viele Worte mehr möchte ich im Grunde auch gar nicht verlieren, zu einem Wochenende, das nun einmal nicht das dollste und fröhlichste war.

Und welches aber dennoch hin und wieder ungeahnte Lacher und Lichtblicke für uns bereit hielt.
Das Leben eben :)

Samstag

Das Gute ist, selbst das trübste und zermürbendste Wochenende ist nicht durchweg schlecht.

Dafür sorgen allein schon die drei wunderbaren kleinen – und mittlerweile fast so großen wie ich – Menschen im Haus.

Ungeahnte Lacher sind vorprogrammiert!

So prusten und grunzen wir später ob des viel zu riesigen neuen Einhorn-Anzuges der kleinsten Tochter!

(Sie besitzt einen Einhorn-Einteiler aus Joggingstoff, welchen das Christkind vor drei Jahren beim Schweden besorgte.
Seitdem ist es DAS Lieblingsteil, ist das Kind krank oder faul zu Hause – und muss mal schnell in etwas hineinschlüpfen.
Er reicht mittlerweile nur noch bis zu den Waden und geht nur kläglich verschließen.
Kurzum:
Ein Neuer müsste her!)

Er wird zurückgeschickt werden, weil viel zu groß.

Ich verrate jetzt hier besser nicht, wer ebenfalls in das knallbunte Teil hineinschlüpfte und für Riesen-Lacher sorgte.
Es wäre der Person vermutlich peinlich. ;)

Neue „Farbe“ muss her!

Geht es mir schlecht, hilft stets Abwechslung.

Ich muss etwas zu tun haben, etwas Sichtbares bewirken.

Praktischerweise möchte der Sohn schon länger sein Zimmer frisch gestrichen haben – und gemeinsam machen wir uns ans Werk.

Vater und Sohn lösen Bordüre (der arme Kerl hatte tatsächlich noch die Traktor-Bordüre im Zimmer!), schmirgeln, pinseln Acryl und kleben ab.
(Ich muss das so detailliert wiedergeben, damit es nicht so aussieht, als habe ich das Meiste getan ;) )

Für’s Streichen und Farbe auftragen bin ich zuständig. Ich liebe das!

Es hat etwas Meditatives und bringt auch noch ein Ergebnis zum Vorschein!

Dieses Mal in einem fröhlichen, lebensbejahenden Steingrau! ;)

Auf den Crosstrainer schaffe ich es an diesem Abend aber nicht mehr.

Macht jedoch nix, ein bisserl habe ich von der Tochter abbekommen – und fühle mich dezent angeschlagen.

Sonntag

Weitere Bilder vom Sonntag habe ich nicht.

Ich möchte ehrlich sein, der restliche Sonntag verlief einfach nur frustrierend und wenig harmonisch.

Auch das ist Familienleben.

Und ja, ich schloss nicht nur die Augen – für einen kleinen Moment musste ich auch wirklich kurz abhauen.

Raus an die frische Luft. Durchatmen. Alleine sein.

Morgen geht’s weiter und wird ein besserer Tag! :) 

Nachtrag: 

Und dann kam er doch wieder, der lustige, unverhoffte Moment.

Nämlich dann, als mein großes Mädchen beim Abendessen stolz ihre selbstgebackenen Muffins nebst Schokoladenpudding präsentieren wollte.

Sorgfältig hatte sie eine Kuchenform zum Stürzen gefüllt und es hätte durchaus ein wunderhübsches Prachtwerk werden können!

Bis zu dem Zeitpunkt als der Mann herumblödelte – und sich die schwabbelige Masse dabei zur Hälfte ins Gesicht schüttete.

Tja…. ;)

Eure 

Alex

(Mehr Wochenenden in Bildern gibt’s bei grossekoepfe!)

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