Viel zu früh wurde ich wieder aus meinen schönsten Hunde-Träumen gerissen und sollte mich um…
Ein (neuer) Hund ist verdammt viel Arbeit! Aber es wird leichter, so schön & manche Freiheiten kommen wieder! :) Unser #wib 25./26.04.
Seit zehn Wochen ist unser Familienleben ganz schön durcheinander gewirbelt.
Und es ist ein anderes, als es noch vor einem Jahr der Fall war!
Auch wenn wir uns aktuell in dem neuen Konstrukt angekommen fühlen und fast schon ein klein wenig (übermütig 😉 ) cool, lässig und eingegroovt – sehen:
Bis hierhin war es ein richtig ordentlicher Brocken Arbeit!
Bis zu dieser ersten Entspannung – dem Aufatmen – war das ein Knochenjob! Es war zum Haare-raufen und Aus-der-Haut-fahren, Leute! 😉
Wir haben uns dieses neue Familienmodell, zu welchem unsere Hazel nunmehr aus vollem Herzen dazu gehört und nicht mehr wegzudenken ist, erst richtig erarbeiten müssen!
Und wir sind noch lange nicht angekommen.
Ganz viel Weg und eine beachtliche Schubkarre Arbeit (und hoffentlich nicht Mist 😉 ) werden auch noch vor uns liegen.
Es wird Rückschläge geben und Momente der Verzweiflung. Vielleicht gibt es auch wieder Tage, an welchen wir uns fragen, WIE wir uns nur in ein solches Abenteuer begeben konnten.
Wir werden noch öfter stolpern, uns in der Leine verheddern und Tränchen von den Wangen wischen!
Und wir werden noch formen und trainieren müssen!
Alles, damit von einem eingeschworenen und harmonischen Familien-Team, von Bindung und Prägung (die Liebe ist ja schon da! 🙂 ) die Rede sein kann.
Das ist uns allen bewusst!
Dafür haben wir einen prima Hundetrainer an der Hand und Zuversicht – ganz genauso wie die Bereitschaft, weiter miteinander zu arbeiten und Familie zu sein.
So viele Fortschritte & tolle Momente, so viel Liebe!
Trotzdem läuft es mittlerweile schon gut und voll schön! Es gab schon viele Fortschritte!!
In Gedanken planen wir zukünftige Auto-Reisen und Ausflüge mit unserer liebsten Fellnase und werden von Tag zu Tag mutiger.
Wir nehmen sie mit zum Mittagessen ins Restaurant, entdecken zusammen die Welt.
Und wir haben hier ein ganz wunderbares “Projekt”, das die Familie und Kinder zusammenschweißt und so viel Freude und glückliche oder gar lustige Momente bereitet!
Das hatte ich anfangs nicht so kommen sehen. Das ist voll schön!
Wir fühlen uns erfüllt! Und die kleine Aussie-Hündin ist in der Tat eine Bereicherung.
(Auch wenn unser Haus nunmehr nach Hund müffelt, Scheiben voller Rotz und Sabber sind und Pfotenabdrücke tagtäglich das Laminat verzieren. 😉 )
Die kleine, wilde Hüte-Göre auf vier Pfoten ist nicht mehr wegzudenken!
Gerade die ersten Wochen bedeuteten Verzicht
Und dennoch bedeutet eine derartige Entscheidung nicht nur Familienzusammenhalt, sondern auch Verzicht.
Wir haben unseren alten Alltag hinter uns gelassen.
Und wir sahen uns auf einmal vielen Fragen und noch mehr Organisation rund um das kleine Welpen-Baby, welches nunmehr schon ein Grundschulkind an der Schwelle zur Pubertät (es geht so schnell!!!) ist, konfrontiert.
Uns war klar, dass es vorerst eine ganze Weile keine Tagesausflüge mehr als Familie geben würde. Und dass die kleine Hündin über Monate noch nicht alleine zu Hause bleiben kann.
Wir wussten, es bedarf erst ganz viel Geduld und Training – und dass wir uns Freiheiten erst Stück für Stück zurück erarbeiten müssen.
Trotzdem tat mir diese Form des – gerade anfänglichen! – Verzichts auch für die Kinder leid.
Insbesondere die große Tochter hatte in den ersten acht Wochen unfassbar viel Teenie-Zeit und Jugend einbüßen müssen.
Denn als Haupt-Mensch der kleinen Hündin ist sie es, bei der der neue Familienzuwachs von Anfang an im Zimmer schläft.
Es war die Tochter, die abends mit einem überdrehten Zoomie-Welpen früh ins Bett gehen musste (teils direkt nach dem Abendessen), weil die Hündin nur im Zimmer der Tochter zur Ruhe finden konnte!
Und es war auch meine große Tochter, die sich aufopferungsvoll kümmerte, an der Bindung arbeitete und trainierte – und auf eigene Interessen und Freunde wochenlang (!) verzichtete.
Das tat mir im Herzen leid!!!
Auch wenn das Mädel das gar nicht so empfunden und gesehen hat.
Hundeerziehung im (Familien-) Team 🙂
Ich war hingegen diejenige, die Vormittage und eigene Freiheiten und Flexibilität “aufgab“. Und die über viele Stunden all’ die Aufgaben der großen Tochter während der Schulzeit übernahm.
Und gleichzeitig war ich auch diejenige, die dabei ihr ganz eigenes Herz an das Wesen mit den wunderschönen Augen verlor – und somit ebenfalls zu einer wichtigen Bezugsperson heranwuchs.
Mittlerweile liebe ich die gemeinsamen Vormittage mit der Hündin!
Und ich freue mich stets ganz arg darauf!
Doch war ich in den letzten Wochen auch eine Mutter, die zum Beispiel mit der jüngsten Tochter keine großen Ausflüge machen konnte.
Es hätte viel Orga und freiwillige Familienmitglieder gebraucht, die über Stunden die Welpen-Betreuung übernehmen.
Aber auch das hat sich ganz gut eingespielt!!!
Und ich wage zu behaupten, wir schaffen es, dass alle Familienmitglieder Freiraum und Freiheiten bekommen.
Auch sind wir jetzt so in der Routine, dass jeder einmal auf die kleine Hündin aufpassen kann – und das gerne auch möchte!
Diese Gelassenheit und Routine – die sicherlich immer wieder mal über den Haufen geworfen wird – mussten wir erst mit Geduld erreichen.
Ein Mädels-Ausflug!
An diesem Wochenende aber sollte es so weit sein. Und ich konnte endlich ein Versprechen der jüngsten Tochter gegenüber einlösen!
Auch durfte unsere Große mal einen gesamten Tag lang abschalten und einfach nur wieder Teenager sein!
So sehr hatte sich die Zwölfjährige schon seit Wochen gewünscht, einmal mit mir in ein Spaßbad mit Rutschen zu fahren und Quality Time mit ihrer Mama zu verbringen.
Immer waren Tage bislang verplant. Oder aber wir wollten Mann und Sohn nicht über Stunden mit der Hunde-Betreuung “belasten“.
An dieser Stelle Danke an die beiden Männer, die das mittlerweile voller Freude (sind halt doch auch ein bisschen verliebt 😉 ) und Bereitschaft übernehmen und auch ganz, ganz prima handeln!
Dieses Mal aber passte alles!
Und auch wenn gefühlt tausend andere Dinge nur darauf warteten, endlich angegangen zu werden (sowas belastet mich innerlich immer ein wenig), so stand unser Vorhaben an erster Stelle!
Noch viel schöner war es, dass selbst die große Schwester uns gerne auf dem Thermen-Ausflug begleiten wollte!
Ich glaube, sie hat sich wirklich einmal einen Tag zum Abschalten und auch ein wenig Freiheit gewünscht – und das auch mehr als verdient!!!
Und weil mittlerweile auch unsere Abende so viel entspannter geworden sind und die Hündin es gelernt hat, einfach bei uns vorm Fernseher zu schlafen, konnte unsere Siebzehnjährige nach so vielen Wochen auch wieder einmal Abends ausgehen.
Ich habe es ihr so sehr von Herzen gegönnt!
Ja, dieser Samstag ließ mich abends ziemlich dankbar und erfüllt zurück.
Und ich verfasste meine Gedanken in folgendem Insta-Beitrag, den ich sehr gerne hier zitieren möchte! 🙂
Zu Hause wollten Betten abgezogen werden und das Obergeschoss müsste gesaugt – Regale entstaubt werden.
Duschen sind schmuddelig und schreien nach einer Grundreinigung. Und Fenster sind vollster Blütenstaub – oder Hundesabber und Rotz ;).
Im Garten wuchert Unkraut, die Hecke sollte endlich gestutzt und das Pampasgras vom letzten Jahr abgeschnitten werden. Unsere Autos sind zum Schämen staubig , so auch Haustüre und Briefkasten. Und Hemden wollen gebügelt werden.
Das sind alles Dinge, die ich hätte tun können! Es sind Dinge, die man (in Deutschland 😉 ) Samstags so macht.
Doch ist all’ das nichts gegen die Wichtigkeit, endlich ein Versprechen einzulösen.
Dreck und Unordnung können warten. Doch eine Kinderseele nicht – und auch nicht die Zeit, die wir mit unseren liebsten Menschen haben!!!
Sie werden viel zu schnell groß und fragen eines Tages nicht mehr nach gemeinsamen Ausflügen und Rutschenspaß.
Mein jüngstes Kind steht an der Schwelle zum Teenie-Alter. Und ganz bald werden andere Dinge von Bedeutung sein.
Noch aber ist es Zeit mit MIR! Noch möchte sie mir Dinge zeigen und mit mir erleben, die sie begeistern!!!
Und wie schön bitte ist es, dass selbst die große Schwester sich dazu entschieden hat, uns heute auf unserem Mädels-Ausflug zu begleiten!?
Denn auch dieses Mädchen hat einmal eine Auszeit und unbeschwerte Stunden verdient!
Auch große Mädels möchten etwas mit ihrer Mama und Schwester unternehmen!
Und so bin ich dankbar, für einen lange versprochenen Ausflug, der endlich stattgefunden hat!
Danke an dieser Stelle an meine beiden Männer, die zu Hause geblieben sind, ganz lieb auf’s Hundi aufgepasst haben und uns somit diese Stunden Auszeit ermöglicht haben!
Hier die Bilder vom Wochenende!

















Kommt gut in die neue Woche!
(Wie immer – mehr #wibs gib’s bei grossekoepfe!)
Eure
Der Text gefällt? Dann Daumen hoch für die Alex!


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