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Zwischen den Welten & doch mitten drin!! – Wo stehe ich im Leben? #wennkindergroßwerden #selbstwertgefühl #ü40

Manchmal kann ich hier nicht schreiben. Dann bin ich gehemmt und denke, dass ich nichts zu erzählen habe.

Dann denke ich, ich sollte “Platz machen” – für die jüngeren Mütter. Für die mit den “echten” Themen.

Denn was sollte man schon von mir und über mich noch wissen wollen?

Von einer Frau Ende vierzig!!!

Eine Frau, die längst die Kleinkind- und Babyzeit hinter sich gelassen hat?

Von einer oftmals traurigen und viel zu nachdenklichen Frau – vielleicht sogar manchmal verzweifelt und extrem nahe am Wasser gebaut? (Heulboje)

Wo sollte hier der Mehrwert sein?

(Wo sind die Lifehacks, Tipps und Rezepte und Bastelideen? 😉 )

Wer bin ich eigentlich!?

Wieso sollten sich Menschen für das Gefühlsleben einer Frau interessieren, die im Leben vielleicht sogar die ein oder andere falsche Entscheidung getroffen hat – und vielleicht selbst gar nicht weiß, wer sie eigentlich ist?

Und die nunmehr immer wieder aufs Neue nach Pfaden und Zielen sucht – die falsch abbiegt, hinfällt, sich Staub von den Knien wischt oder auch gerne einmal von Anderen das Bein gestellt bekommt?

Warum einen Mama-Blog lesen, wenn Kinder doch sogar fast vorm Abitur und Studium oder gar dem Auszug (oh bitte, bitte noch lange nicht!!!) stehen?

Warum die Gedanken einer alternden Frau verfolgen, die längst verflogene Kinderjahre betrauert und so unfassbar große Angst vor dem leeren Nest und plötzlichen Freiräumen hat?

Eine Frau, deren Zeit, in welcher sie noch mitten im Geschehen ist und als Mama gebraucht wird, wie Sand durch die Finger rieselt?

Vielleicht sogar eine ratlose Frau – immer und immer wieder auf der Suche nach sich selbst.

Eine Frau, die schon in viele Fettnäpfchen getapst ist – und hier auf dieser Seite auch den ein oder anderen unpassenden oder viel zu albernen Text verfasste.

Texte, die ihr sogar zum Verhängnis werden sollten. Weil nicht jeder mag und begrüßt und cool findet, welche Gedanken und Zeilen diese Frau verliert.

Weil es Menschen gibt, die schaden wollen – und Vorfälle von Zeit zu Zeit in Alarmbereitschaft rufen und alte Wunden aufreißen lassen.

Wo ist der Sinn!? Wo ist mein Platz im Leben?

Warum also sollte ICH hier weiterschreiben? 

Wer möchte denn schon bei mir bleiben? Wenn ich mich doch selbst gerade wieder verliere und hin und wieder so klein und wertlos und unsichtbar fühle?

Gerade in dieser jetzigen Phase frage ich mich einmal mehr, WO genau mein Platz im Leben ist.

Ich fühle mich in der Schwebe – immer noch – gefangen in einer Zwischenwelt.

Mit meinen 47 Jahren ist es noch nicht an der Zeit, an so etwas wie Ruhestand (oder die Kreuzfahrt – Insider 😉 ) zu denken.
(Wenngleich mich der große Sohn gerne einmal belächelnd “Rentner” nennt)

Und doch sind in diesem Alter Neuanfänge umso schwerer, insbesondere auch den Mut dafür aufzubringen!

Ich könnte neu durchstarten, mir Projekte und Aufgaben ausdenken, mich neu erfinden! 

Doch noch kann ich nicht – und noch bin ich nicht ganz so weit!

In der Warteschleife & Noch gebraucht!

Ich bin noch in der Warteschleife.

Ich habe keine Erlaubnis, irgendwo zu landen und in einem neuen Leben anzukommen oder gar durchzustarten.

Noch bin ich ein Ping-Pong-Ball.

Immer irgendwo dazwischen.

Immer dazu da, die Bedürfnisse aller anderen Familienmitglieder zu befriedigen und deren Leben zu organisieren.

Noch werde ich gebraucht!!!

Und noch immer gehe ich in diesen meinen Aufgaben auf!
(Außer wenn’s eben nervt! 😉 )

Für meine Kinder da sein zu können wärmt mein Herz – und füllt gleichzeitig Augen mit Tränen.

Weil ich spüre, wie endlich diese Zeit und dieses aktuelle Familienleben und Konstrukt sind!

Ich habe in der jüngen Hündin – unserem neuesten Familienzuwachs – eine weitere Liebe gefunden und habe so viel Spaß an dieser Aufgabe.

Gleichermaßen aber traue ich mich nicht, mich dieser Sache gänzlich hinzugeben.

Denn wer weiß, wie lange Kinder und vierbeinige Fellnasen mit uns unter einem Dach wohnen werden.

Ich fürchte mich vorm Älter-werden und den Wechseljahren und kann hier gerade keine zuversichtlichen Zeilen verlieren.

Ich kann gerade gar nicht behaupten, wie sehr ich mich auf die neue Freiheit und Neu-Definition meiner selbst freue!

Denn das stimmt nicht und ist aktuell nicht der Fall.

Mama bleibe ich!

Noch bin ich eine Mutter.

Das werde ich im übrigen für immer sein – bis zu meinem letzten Atemzug!

Doch noch bin ich mittendrin im Trubel.

Ich stecke noch fest im Lernen für Klassenarbeiten und darf noch Tränchen trocknen, kann zuhören, umarmen und an der Seite meiner liebsten Kinder (und der Aussie-Hündin) verweilen.

Ich bin noch mittendrin im Wäsche-Chaos  und habe noch unser zwölfjähriges “Nesthäkchen” – so knapp davor, selbst Teenager zu werden.
Diese turbulente Zeit mit all’ ihren Sorgen und Herausforderungen steht uns hier noch bevor. 

Und noch fülle ich den “immer leeren” Kühlschrank, koche täglich (manchmal zweimal) für bis zu fünf Menschen.

Ich fühle mich (nicht selten fluchend!!!) alleinig verantwortlich für Haus und Garten – und weiß vor lauter Arbeit, To-Dos, Alltags-Organisation und Familienchaos nicht, wo mir der Kopf steht.

Noch kann ich mich nicht neu erfinden!

Aktuell habe ich nicht einmal die ZEIT (und das Selbstvertrauen oder gar die Zuversicht) für eine Umorientierung und Job-Suche!

Und ebenfalls noch erfüllt mich die Arbeit rund um diese Seite und auch mein kleiner Nebenjob.

Trotzdem bin ich nicht mehr eine Mutter, wie man sie hinter einem “Mama-Blog” vermutet.

(Der Name aber bleibt aus Gründen!!!)

Es gibt nun andere Themen – Aber ich bin nicht alleine!

Ich habe jetzt andere Themen.

Ich habe neue Freiheiten, die zu genießen mir manchmal schwer fällt.

Ich habe hin und wieder sogar Lücken zu füllen – und ich darf auf Solo-Reisen gehen!!

Meine Themen sind die, älterer Mütter mit so viel größeren Kindern!

Und vielleicht ist auch genau DAS ein Grund, zuversichtlich hier weiter zu schreiben und Gedanken zu teilen.

Denn – ganz vielleicht – fühle ich nicht alleine!

Vielleicht sehe ich mich nicht alleine so verloren – und finde diese Zeit des Umbruchs, dieses “Dazwischen” und “zwischen den Welten” so emotional herausfordernd und irgendwie auch beängstigend.

Vielleicht sollten wir Frauen auch öfter über genau DIESE Zeit offen und ehrlich schreiben und einander die Hand reichen und uns Gehör schenken.

Und ebenso vielleicht tut mir das Schreiben nach wie vor einfach verdammt gut!

Danke, an Alle, die noch immer hier sind – natürlich geht es weiter! 🙂

Eure 

Alex

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