Flunker-Queen – was sie sagt – und was sie wirklich meint

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Ich habe kürzlich in einem Blog-Beitrag darüber geschrieben, wie Scheiße das Lügen und Flunkern ist – und dass wir es doch viel öfter mal mit der Wahrheit versuchen sollten.
Das finde ich auch immer noch, gerade geht es darum, gegenüber den Kindern als Vorbild zu fungieren!
Dann ist es unsere verflixte Pflicht und Aufgabe!

Was ich dabei aber vergaß ist, wie oft ich selbst eigentlich im Alltag flunkere.
Und sei es nur ein klitzekleines bisschen.
Auch – oder vor allem – den Kindern gegenüber.

Zumindest realisiere ich, dass ich des Öfteren Dinge sage und Aussagen treffe, die ich gar nicht so meine.
Und vielleicht wäre gerade im Zusammenspiel zwischen Mann und Frau ab und an ein übersetzendes Wörterbuch (ich weiß, das hat schon mal jemand vor langer, langer Zeit versucht) von Nutzen.
Vielleicht aber auch gerade besser nicht! 😉

Ich jedenfalls sage ziemlich viele Dinge, die ich innerlich ganz anders meine.
Und gewiss fallen mir nach diesem Blog-Beitrag noch eine ganze Menge weiterer Beispiele ein.
Ein paar habe ich aber dennoch für Euch, mich selbst und mein Umfeld (und meinen Mann! 😉 ) zusammentragen können.
Viel Spaß! 🙂

Was ich sage:

„Oh komisch – ich muss ja schon wieder auf’s Klo“
(gerichtet an’s Kind)
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Lügen ist scheiße – Wir lesen „Flunker-Freunde“

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Menschen lügen. Unentwegt.
Und vermutlich liegt dies sogar in unserer Natur.
Selbst diejenigen, die uns am nächsten stehen und die wir von Herzen lieben, flunkern uns hin und wieder an.
Fleißig verteilen wir Halbwahrheiten oder unterschlagen Tatsachen.
Aus Eigenschutz, um den Anderen zu schützen, aus Vergeltungs-Zwecken – also Rache, um Schaden anzurichten oder ein schlechtes Gewissen einzureden, weil wir keine „Eier in der Hose“ haben, um einen Nutzen aus der Sache zu ziehen – oder aus unzähligen tausend anderen Gründen.

Nur die Wenigsten von uns sagen immer und unentwegt die Wahrheit!
Meistens spielen wir Erwachsenen sogar dieses Spiel mit!
Wir wissen, dass der Andere uns gerade eine faustdicke Lüge auftischt – und alles was wir tun, ist zustimmend und milde lächeln.
Des lieben Friedens willen – und weil Streit und Konflikte nicht immer produktiv sind und für alle zu einer akzeptablen Lösung führen.
Wir nehmen die Lügen der Anderen einfach so hin, manchmal sogar mit einem resignierenden Achselzucken.

Aber ist es das, was wir unseren Kindern vorleben wollen? Ernsthaft?
Sollten wir – sollten unsere Kinder! – nicht noch an das Gute im Menschen glauben dürfen?
Und daran, dass das Lügen einfach scheiße ist und sich nicht gehört?
Ich finde schon!

Kinder sind, wenn ihr mich fragt, von Grund auf gut!
Es sind herzensgute und liebe, kleine Persönlichkeiten!
Es gibt keine „falschen“ und bösen Kinder!

Denn ich wage zu behaupten, niemand wird böse oder gar verlogen geboren!
Es ist das, was den Kindern im Laufe ihrer Kindheit widerfährt, was sie vorgelebt und anerzogen bekommen, nur das prägt und formt einen Menschen!
Das geborene „Arschloch“-Kind? Existiert doch gar nicht. 😉

Klar flunkern wir Erwachsenen manchmal auch aus einer Notwendigkeit und gut gemeinten Höflichkeit heraus – das mag eine andere Seite des Lügens zu sein.
Und doch ist unsere Aufgabe als Eltern den Kindern vorzuleben, dass Lügen nicht selbstverständlich ist und zum guten Ton gehört! Basta!

(Rezension)
Eine, die sich dieser Aufgabe angenommen hat, ist Katja Reider mit ihrem Kinderbuch „Flunker-Freunde“.
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