Familien-Urlaub in der Jugendherberge: Unser Wochenende am Alfsee, Teil 2

*Werbung. Samstag-Morgen, 18. August 2018

Beim Frühstück treffen wir auf viele Familien. Eltern mit Kindern, Großeltern und ganze Gruppen junger Menschen jenseits des Klassenfahrt-Alters 😉 Messdiener-Freizeit beispielsweise wie ich später feststellen soll. Dies erfahre ich über die Info-Tafel nahe der Rezeption, meiner Meinung nach eine sehr schöne Idee. Da weiß man gleich, wer sonst noch so an diesem Wochenende im Hause nächtigt! (“Familien“ steht auch mit in der Auflistung 😉 )

Schon jetzt wissen wir, den nächsten Städte-Trip zu Fünft werden wir in einem Familien-Zimmer eines Hostels verbringen! Und nicht wie sonst im Business Hotel mit “günstigen“ Wochenend-Angeboten für Familien.

Was durchaus auch ein Geheimtipp ist, aber preiswerter ist die Herberge sicherlich. Und bietet eigentlich auch alles, was man so braucht: Eine heiße, saubere Dusche, weiches frisch bezogenes Bett und Brötchen mit Kaffee zum Frühstück! Zumindest ist das alles hier am Alfsee wunderbar!

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Bestens verpflegt sind wir zudem auch noch, können wir immerhin drei Mahlzeiten am Tag im Speisesaal der Herberge einnehmen. Alles einfache Gerichte, aber sehr schmackhaft und fast ein kleines bisschen wie zu Hause! Dafür bleibt aber auch das nervige Gedrängel am Buffet aus! Noch immer bin ich was das betrifft ein bisschen vom vergangenen Türkei-Urlaub geschädigt. Hier können wir uns ganz entspannt den Teller füllen, alles ist lecker und satt machts auch! 😉

Nach dem Frühstück hat meine  Kleinste Riesen-Spaß, mit dem Lappen nicht nur den eigenen, sondern am Liebsten fast alle  Tische des Speise-Saals abzuwischen. Und insgeheim spiele ich mit dem Gedanken, einfach auch mal zu Hause Eimer und Lappen bereit zu stellen. In der Hoffnung, dass sie sich diese Begeisterung noch ein klitzekleines bisschen wahrt! 😉

Ich hätte Euch jetzt gerne noch an dieser Stelle etwas ganz Bestimmtes berichtet.

Davon, wie ich, die obercoole Sau kurz vor der Vierzig, da steht. Im hautengen, sexy Neopren-Anzug. Klatschnass aber super stolz! Mutti, die mega heiße Wakeboarderin! Das wär’s! Was wäre ich ein Held! Doch leider, leider muss ja jemand bei der Kleinsten bleiben und acht Uhr morgens ist einfach way too early für neue sportliche Herausforderungen! Also hab‘ ich den Mann und die beiden großen Kinder erstmal geschickt. Zum Wasserski-Kurs. Denn dafür ist der Alfsee ja schließlich berühmt!
Wakeboard und Wasserski auf dem kleinen, Segeln auf dem großen See!
Außerdem wollte ich es ja langsam angehen lassen und mich erholen! 😉

Wenngleich ich dem Versuch „Mutti goes Wasserski“ nach vierzehn Jahren durchaus einmal wieder eine Chance geben sollte!
Damals im Hochzeitsurlaub fand ich’s blöd und warf trotzig das Hotelhandtuch! Nun, heute bin ich wohl etwas geduldiger, hab‘ mehr Biss und Ausdauer und darf mich selbst tatsächlicher als trainierter bezeichnen! Und das nach (oder wegen?) drei Kindern!

Aber die Heldenrolle überlasse ich heute gern dem Nachwuchs!

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Und bin super stolz auf die beiden großen Kinder, welche sich seit 8.30 Uhr auf den Brettern befinden. Bereit, den niedersächsischen Alfsee zu bezwingen. Naja, genau genommen ist’s der „Dubbelausee“, auf dem sich die Wasserski-Anlagen sowie das Strandbad befinden.
Doch möchte ich beim Oberbegriff Alfsee bleiben.

Vielleicht aber morgen, dann kommt gewiss auch meine Zeit!

Der Anfänger-Kurs am frühen Morgen ist jedenfalls schon bezahlt und gebucht.
Und ob ich nun kalte Füße ob der ganzen Aufregung oder eben des frischen See-Wassers bekomme, wird sich dann wohl zeigen! 😉

Aber eines muss ich schon jetzt zugeben:

Das sind  schon heiße Typen! Die  „echten“ Wakeboarder. Die, die es richtig drauf haben, mit Kunststücken und so. Seehr cool und gechillt! Und so genieße ich heute einfach erst einmal die nette Aussicht! 😉

PicsArt_08-21-02.19.13Rund um den See befinden sich übrigens jede Menge Campingplätze, Ferienhäuser, Ferien-Anlagen, Minigolf und Trampolin.
Ein richtiges Ferien-Gebiet eben.

Und das Germanenland. Germanenland? Ja!
Zumindest das, was davon schon fertig ist. Per Zufall entdecken wir es, als wir auf der Suche nach einem Parkplatz sind. Ein riesig großer Kletter-Abenteuer-Spielplatz für Kinder entsteht hier. Mit viel Herzblut und Detail-verliebt wurde und wird hier Großes errichtet, das lässt sich schon jetzt erahnen. Selbst Übernachtungs-Hüttchen und ein großes Gemeinschafsthaus entstehen neben diesem fantastischen Kinderparadies. Meinen Drei hat es jedenfalls schon jetzt sehr gefallen! (Und mir auch 😉 )

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Später schlagen wir unsere Picknickdecke im sehr gepflegten Strandbad auf.

Und wir sitzen tatsächlich auf satt grünem Gras! Ich möchte gerne schwimmen gehen und entscheide mich, einfach entlang der roten Kette meine Bahnen zu ziehen, welche den Schwimmerbereich von den Wasserski-Bahnen trennt. Fünfzig Minuten schwimm ich durch den frischen See und fühle mich angekommen. Im Reinen mit mir selbst, um mal die Esoterikerin raushängen zu lassen! 😉

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Kurze Zeit später gelingt sogar das Unfassbare!

Es gelingt mir tatsächlich auf der Decke in der Sonne einzudösen!
Und dem Mann ebenso! Trotz der drei Kinder. Ein frisches Lüftchen weht, die Sonne scheint. Und die Kinder? Spielen im seichten Wasser und auf dem Spielplatz des Strandbades. Beide großen Kinder passen bereitwillig auf die Kleinste auf! Luxus! Und mich überkommt die sanfte Gewissheit, dass eben alles wieder kommt. Auch solch friedliche Momente! Ja, ich bin entspannt! Sehr sogar! Mehr als unter der sonst so bevorzugten Gluthitze! Denn schweißgebadet? Wäre ich sicherlich nicht weggenickt! 😉

Da die beiden großen Kinder nun Feuer und Flamme in Sachen Wasserski geworden sind, dürfen sie mittlerweile alleine auf der gegenüber des Bade-Strandes gelegenen Bahn fahren. Und was soll ich sagen? Gegen Ende des Nachmittages schaffen beide (!) die ganze Runde um den See! Hammer! Was werde ich morgen früh alt aussehen, sollte es mir nicht einmal gelingen, den eigene Hintern aus dem Wasser zu bekommen! 😉
Ich ahne Fürchterliches, doch werde ich der Herausforderung wohl jetzt erst Recht trotzen müssen! 😉

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Viel zu schnell ist es bereits wieder Zeit fürs Abendessen.

Doch macht so viel frische See-Luft auch hungrig und so schlurfen wir direkt vom See zum Speisesaal der Herberge. Und auch hierbei fühle ich mich sonderbar entspannt und lässig. Es ist mir gerade gleich, wie ich aussehe. Geh‘ da jetzt hin, einfach so. Mit nassen verwurschtelten Haaren und noch immer ein bisschen Sand an den Füßen. Denn in der Herberge muss niemand super-schick und frisch geduscht erscheinen. Ist das nicht sogar ein kleines bisschen befreiend? Ich werde einfach später duschen gehen. Dann wenn alle schlafen und ich meine Ruhe habe! Der -selbst-auferlegte- Stress, rechtzeitig vorm Abendessen duschen zu müssen, entfällt somit!

Ich muss noch erwähnen, dass wir hier in der Herberge überall auf sehr herzliches Personal treffen!

Als beim Abendessen die Pizza-Brötchen vergriffen sind, werden diese  extra für uns noch einmal nachgebacken!
(Und uns später sogar noch ein Vorrat in die Hand gedrückt ;))
Und so speisen wir fast ein bisschen wie zu Hause. Denn da mache ich auch des öfteren einfach noch ein paar fertig Pizza Baguettes zusätzlich zu Brot und Tee!
Nur mit dem Vorteil, dass ich hier zwar mein Tablett weg räumen muss, die restliche Müll- und Geschirr-Entsorgung mich aber herzlich wenig interessiert! Hach! Fast besser als in der geilsten Luxus-Ferienwohnung, stichele ich nun ein bisschen mit Blick an den Gatten gerichtet. 😉

Bei einem Eisbecher in der Eisdiele in Alfhausen, welche sich nicht auf Melmac befindet (DER musste noch sein), lassen wir schließlich diesen wundervollen Spätsommer-Abend ausklingen!

Später unter der mollig warmen Dusche stelle ich fest, wie viel Farbe ich an diesem Nachmittag am norddeutschen See noch einmal bekommen habe! Wenn das nicht noch das I-Tüpfelchen in Sachen Urlaubsfeeling-pur ist, weiß ich aber auch nicht! 😉

To be continued!

Eure

Alex

*Die Kosten für Verpflegung und Übernachtung während unseres Aufenthaltes in der Jugendherberge Alfsee wurden freundlicherweise vom Team der Jugendherbergen im Nordwesten für uns übernommen. Wir sind jedoch so begeistert, dass wir sicherlich sehr gerne wiederkehren werden! 🙂 


2 Gedanken zu “Familien-Urlaub in der Jugendherberge: Unser Wochenende am Alfsee, Teil 2

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