Abenteuer Großstadt: Das besondere Weihnachtsgeschenk

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Würde er es können, er würde jetzt gerade in den lautesten Tönen schreien!
Denn in den letzten Tagen stark in Mitleidenschaft gezogen,  schreit mein Magen – ach was mein ganzer Körper (!) –  heute Abend nur noch nach dreierlei Dingen:
Omeprazol, Kamillentee und trocken Toast!

Boah! Fühle ich mich bescheiden!
Das fing schon in der Nacht an, als ich schlaftrunken nach dem beiseite gelegten Mobiltelefon griff und googelte!
Und ich wage es hier an dieser Stelle kaum zuzugeben, doch ich googelte tatsächlich das Folgende:

„Unterschied Sodbrennen und Herzinfarkt“.

Gefolgt von dem Gedanken, dass – sollte mich in den nächsten Minuten Letzteres heimsuchen – wohl der Gatte mich genau so auffinden würde!
Mit dem Handy in der Hand und der Google Startseite.

Und trotz allen Todesängsten und fürchterlichen Schmerzen musste ich bei dem – wenn auch leicht makaberen Gedanken – vor mich hin schmunzeln!

Ob Forensiker eigentlich auch daran denken?
Zu untersuchen, wonach der plötzlich Verstorbene zuletzt googelte?
Könnte durchaus Hinweise enthalten!

Nun, in meinem Fall war es die Furcht vorm plötzlichen Herztod, der dann, nachdem ich den Oberkörper höher lagerte und in die linke Seitenschläfer-Lage wechselte, erstaunlicherweise doch ausblieb.
Ich vermute einmal der Sündenbock heißt wohl vielmehr „Spekulatius-Tiramisu“ gefolgt vom beim Abendessen stattgefundenen „Käse-Contest“.

Gatte:
„Probier mal den Käse“
„Und den?“
„Und wie findest Du diesen hier?“
„Wie? Du weißt es jetzt nicht mehr?!“
„Warte, ich reich Dir von jeder Sorte nochmal ein Stückchen“

Ernsthaft?!

Aber schließlich musste irgendwer ja die Reste vom Heilig Abend vertilgen. 😉

Desweiteren befand ich mich in dem Irrglauben, nachdem ich höchst muttiviert am Vormittag die knapp 7 Kilometer um den See hechtete, nun die absolute Legitimation zu besitzen, erneut die Grenzen des eigenen Körpers bis auf’s Äußerste zu reizen.

Und es tut mir an dieser Stelle von Herzen leid, den geplant-gemütlichen Fernseh-Abend mit dem Gatten
(„Kinder! HOCH JETZT! Mama und Papa wollen auch mal Fernseh kucken!!“) mit einem lautstarken

„Boah! IS MIR SCHLECHT!“

im 30-Sekunden-Takt kommentiert zu haben!
Was durchaus nicht an Dieter Nuhr’s Jahresrückblick lag.
Auch nicht daran, dass der Gatte versehentlich die Helene-jetzt-wird-mir-gleich-erneut-schlecht-Mogelpackung-Fischer drauf machte!
Er würde jetzt nicht mehr unter uns weilen, hätte er dies getan!!!
Nun, mein vollster Vorfreude eingeschenktes Glas Rotwein (nicht schon wieder! 😉 ) landete letztendlich in der Spüle – und ich vorzeitig im Bett!

Und dennoch kann ich dieses Jahr nicht über das Weihnachtsfest klagen!

Das kann ich ganz und gar nicht!

Der Heilige Abend verlief erstaunlich harmonisch und gesittet und meine Oma unter uns allen zu wissen, bedeutete so viel mehr als all die hübschen und innerhalb von Sekunden aufgerissenen Päckchen unterm nordmännischen Tannenbaum!

Dabei befand sich das schönste aller Geschenke nicht unter der Tanne, sondern zusammengerollt und ausgedruckt auf deren Zweigen!
Ein Geschenk vom Gatten und mir an uns alle Fünf!

Ein neues Familien-Abenteuer

Weil wir’s ja doch nie ganz lassen können! 😉
Doch dazu gleich.

Dabei sahen die Aussichten auf das kommende Jahr vor wenigen Tagen noch recht trübe aus.
Zumindest aus der – vom steten Fernweh gepackten – mütterlichen Sicht!
Denn der Entschluss stand. Felsenfest:
2019 würde es keinen Sommerurlaub zu Fünft geben.
Das Erlebnis „Wenn fünf eine Reise tun“ : Es soll im Sommer 2019 definitiv NICHT stattfinden!

Zu groß sind die Pläne und Wünsche was das darauffolgende Jahr betrifft, zu viele nötige Anschaffungen stehen bis dahin noch an!
Und wer drei Kinder hat weiß, wie unvorstellbar teuer eine Flugreise mitten in den Sommerferien ist!

Denn eine solche soll es auch 2020 durchaus wieder geben!
Eine sehr lange und kostspielige Flugreise.
Der Plan, ein Herzenswunsch, geistert bereits fest verankert in unseren Köpfen herum, mag uns nicht mehr loslassen, setzt jedoch ein Jahr „Enthaltsamkeit“ voraus!

Zu Fünft möchten wir 2020 die kompletten (!) Sommerferien nach Toronto fliegen!

Wollen lieb gewonnene Freunde nach über einem Jahrzehnt wieder in die Arme schließen.
Möchten mit dem Auto zu den großen Seen fahren, vielleicht ein kleines Cottage am Lake Huron.
Vor alledem ebenfalls geplant: Der mehrtägige Zwischenstopp in Island auf der Hinreise.
Die gedankliche Route steht also schon, die Sehnsucht ist riesen-groß!
Think schließlich big! 😉
Wenn die Lotzis reisen, dann gerne mit mehreren Zielen!

Das Kapitel „All Inclusive am Mittelmeer“ – wir werden es vorerst schließen. 

Somit sagten wir vor wenigen Wochen auch schweren Herzens unseren Freunden für nächstes (und übernächstes) Jahr ab.
Und das tat wirklich weh! Vor allem mir! Ich kann so etwas nur sehr schlecht!
Denn bringt mich nicht das weihnachtliche Tiramisu um die Ecke, so ist es in einem solchen Fall nahezu mein Gewissen!

Doch kennt mich mein Gatte anscheinend nur allzu sehr

Er weiß, wie gerne ich unterwegs bin und dass die Aussicht auf anderthalb Jahre nur „daheim sein“ für mich eine recht bedrückende darstellt.

Ebenfalls ist auch ihm bewusst, dass drei Wochen Winterferien unendlich laaange werden können und aus unserer Sicht auch total sinnfrei sind!
Skiurlaub? Kann sich keine Sau zu dieser Zeit leisten!
Nach Marokko oder Ägypten fliegen? Vielleicht irgendwann einmal.
Jeden Tag Kino, Eislaufbahn, Bowlingcenter, Therme – alles um die Kinder in der Zeit nach Neujahr bei Laune zu halten? Ein teurer Kraftakt!

Und auch wenn es ob der ganzen Sparpläne nun paradox klingt, so werden wir noch in diesen Ferien eine Reise tun!
Nicht besonders lange und kostspielig. Nicht dann, wenn alle fahren und schon einmal gar nicht in den Sommerferien. Doch werden wir dem Alltag entfliehen. Als Familie.
Ein Abenteuer welches wir uns mit einem zusätzlichen vierzehntägigen, kostspieligen Sommerurlaub ebenfalls auch niemals erlauben könnten!

Wir fliegen nach London!

Zumindest ist dies der einen Abend vorm 24. Dezember ausgeheckte Plan!
Die Tickets der Billigflug-Linie sind gebucht, das Appartment im schicken, zentral gelegenen Londoner Stadtteil ebenfalls!

Vier Tage werden wir auf Städte-Reise gehen! Und ich freue mich riesig!
Dabei ist es nicht unsere erste Städtetour mit drei Kindern.
Nach Berlin vor zwei Jahren wagen wir uns nun mit allen dreien in die britische Metropole!
Ein gelungenes und perfektes Weihnachtsgeschenk für uns alle!
Und beinahe meinte ich ein begeistertes Strahlen im Gesichte des Vorpubertären entdeckt zu haben!
Als er uns am Heiligen Abend entgegnete: „Is nicht Euer Ernst!!“ . 
Yup, Überraschung gelungen! 🙂

Bleibt zu hoffen, dass alle bis dahin gesund sind und einem Abflug nix im Wege steht!

Ich zumindest kann sie kaum verbergen: Die Vorfreude eine vor vielen Jahren oft besuchte und lieb gewonnenen Stadt endlich wieder besuchen zu können! (vorm endgültigen Brexit 😉 ).

Ich freue mich auf das pulsierende Leben! Darauf, den Kindern nicht nur die typischen Attraktionen zu zeigen, sondern eben auch wie vielfältig die Welt sein kann.
Wie viele unterschiedliche Nationen und Kulturen vereint in einer Stadt leben zu können, die Farben, Gerüche, Cafés, welche es nur in einer Großstadt geben kann.

Nun, bis es soweit ist, werde ich wohl noch ein wenig Tee trinken müssen.

Einen fiesen Schnupfen (mit tauben Ohren! 😉 ) gilt es ebenfalls auszukurieren.
Genau wie die fett-süffigen-Sünden der letzten Tage.
Doch wenn alles gut geht, das neue Jahr eingeläutet wurde, dann ist es vielleicht ganz bald wieder so weit:
Dann tun wieder Fünf eine Reise!

Genießt die ruhigen Tage zwischen den Jahren!

Eure 

Alex

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