Unser Mädels-Ausflug nach Berlin – wie es weiter ging

14+

Dienstag.
Am liebsten würde ich sie beide jetzt schon abholen.

Gleich und sofort.
Würde sie in den Arm nehmen, ganz dick knutschen und mich bei Beiden bedanken.
Für eine Zeit, die intensiver nicht hätte sein können.
Und auch kaum anstrengender. 😉

Wohl aber haben die letzten 48 Stunden geprägt, ein Bündnis geschaffen, Zusammenhalt sich weiter festigen lassen und ganz viele Erinnerungen gebildet!
Erinnerungen, von denen meine Töchter hoffentlich noch lange Zeit sprechen werden.

Und gerade jetzt am Dienstag Vormittag fällt mir die Umstellung besonders schwer.
Jetzt, wo ich ein paar kurze Stunden alleine im Haus bin. (und eigentlich dringendst mal durchwischen sollte! 😉 ) 
Der Gatte auf Dienstreise, der Sohn auf Klassenfahrt und die beiden Mädels wohlbehütet in Kita und Schule.
Genau jetzt vermisse ich sie schmerzlich!

Ja, wir hingen und „klebten“ regelrecht und buchstäblich aneinander, während dieser zwei Tage.
Weit mehr als wir es jemals zu Hause getan hätten.

Denn hier wären Freunde gewesen, die weite Wiese, Termine und Verabredungen.
In Berlin gab es nur uns drei.
Wir mussten zusammenhalten, auf uns gegenseitig aufpassen – und waren auf uns alleine gestellt.
So etwas schweißt ein bisschen zusammen.
Und ist vor allem Eines: Auch mal richtig schön!

Und ich bin stolz!

Ohne auch nur einen Kratzer davon getragen zu haben, kamen beide Mädchen wieder unversehrt nach Hause.
Und das trotz wildem Gekletter und Getobe auf Berlins Spielplätzen und trotz sengender Hitze und gleißender Sonne!
Trotz Menschenmassen und vollem Programm!

War es die richtige Entscheidung?

Ja, für einen Moment fragte ich mich, ob die ganze Aktion wirklich eine gute Idee gewesen ist.
Als Schweißperlen die eigene Stirn herunter rinnen und wir alle in der brütenden Hitze am Getränke-Wagen anstanden.
Müde und erschöpft von der Anreise, durstig und staubig.
Als ich die Kleinste immer wieder ermahnen musste, bei mir zu bleiben und das Bändchen mit der Handy-Nummer eben nicht mutwillig zu entfernen.
Als ein Kind mal musste und das Andere gerne im schattigen Zelt ruhen wollte, als Eines hungrig war und das Andere zu aufgeregt, um auch nur einen Bissen herunter zu schlucken.
In kurzen Momenten wie diesen glaubte ich meine Kinder an irgendeinem beschaulichen Badesee in Brandenburg wohl besser aufgehoben, als inmitten der Menschenmenge vor einer großen Live-Bühne!

Leuchtende Kinderaugen – und alles ist gut!

Doch dann waren da diese anderen, ganz und gar zauberhaften Momente.
Als mich die Kleinste urplötzlich ganz feste drückte und mir einen dicken Schmatzer auf die Wange drückte.
Als die Mittlere meine Hand hielt und ein „Ich hab Dich lieb, Mama“ flüsterte.

Und auch als ich das Funkeln in beiden Augenpaaren beim Auftritt der Lieblings-Band sah!
Und ich sah diesen glückseligen Ausdruck im Gesicht!
Ein Ausdruck vollster Dankbarkeit und Glück.
Und nun wieder zu Hause bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher:

Es sind genau diese Momente, die lange in Erinnerung bleiben und die Töchter noch Monate später von unserem Ausflug erzählen lassen!

Wie stolz sie am nächsten Tag mit mir zusammen im Hotel am Frühstücks-Tisch saßen und sich am reichlichen Buffet selbst bedienten!
Wie selbstverständlich sie mit der Karte alleine auf’s Zimmer verschwanden und mir sogar beim Packen der Taschen halfen!
Und wie sie sich ausnahmsweise beide am Montag Morgen über die Vormittags-Gestaltung einig waren! 😉

Meine Mädels wollten noch in den Zoo!

Und genau das taten wir auch. An diesem sonnigen Montag.
Vom Hotel in Mitte fuhren wir nach dem Auschecken mit U-und S-Bahn zum Zoologischen Garten und verbrachten wunderbare letzte Stunden inmitten der wunderhübschen grünen Oase.
Es war so schön zu beobachten, wie die Mädels alle Eindrücke in sich aufsaugten und zu erkennen, dass auch

die Kleinste sich mittlerweile sehr interessiert an den unterschiedlichsten Tieren zeigte.
(Aus reichlicher Erfahrung weiß ich, dass ein Zoo-Besuch für Kleinkinder nur semi-interessant ist – da erweist sich der Spatz auf dem Boden meist spannender als jegliches gigantische Tier hinterm Zaun!)

Wie schön die Sonne durch die Bäume leuchtete und wie erfrischend an diesem weiteren heißen Tag das (gar nicht mal ganz so teure) Eis schmeckte! 😉

Gegen Nachmittag sollte unser ICE in die Heimatstadt fahren und nach einem kurzen Snack bei einer beliebten SB-Kette mit italienischem Namen ließen wir uns erschöpft im Großraumwagen nieder.
Während die Mädels mit Tablet & Co eine Weile beschäftigt waren,
(JA wir spielten auch Kartenspiele und übten sogar Diktat für die Schule! 😉 ) hatte ich Gelegenheit, ein wenig zu sinnieren.

Alles ist möglich!

Berlin zeigte mir mal wieder, dass alles geht und möglich ist, wenn man nur will.
Frau kann auch alleine sich mit zwei Kindern durch den Großstadt-Dschungel schlängeln, auf beide Mädels aufpassen – und dabei noch ganz nebenbei Trolley, Jute-Beutel, und diverse Taschen hinter sich her schleifen.
Ist nur ein bisschen schweißtreibend – lohnt im Ganzen aber dennoch.

Hatte ich Zeit für mich?

Nicht eine Minute!
(Na gut, das ist übertrieben.
Ich habe geduscht, geschlafen und sogar acht Minuten alleine gefrühstückt, als beide Mädels auf’m Klo waren! 😉 ).
Aber das war auch in Ordnung so!
So etwas muss einem vorher bewusst sein, lässt man sich auf eine solche Aktion ein!

War ich shoppen?

Bullshit!
Nicht einen Laden habe ich gesehen – und auch absolut nix vermisst! 😉

Wurden wir alle satt?

Na logo!
Ick hätte ma ein bisschen besser auf die Ernährung achten sollen – heute hab‘ ich eine Weißmehl-Wampe – aber allet jut! 😉

Mag ich jetzt Currywurst?

Schon, aber niemals mehr esse ich die bei Temperaturen über 30 Grad. (Durst, Durst, Duuuuurst!!!)

Gab es denn genug zu trinken?

Na wenn ich dafür nicht gesorgt hätte!

Hatten wir uns lieb?

Erstaunlicherweise mehr als daheim! 😉

Kann ich noch Großstadt?

Eeeasy!!! (ok, das dachte ich erst nach ein paar Stunden „Wieder-Eingliederung“ 😉 )

Haben wir mit Berlin noch eine Rechnung offen?

Und ob!
Ich noch mindestens tausend Jahre Blogfamilia!
Und die mittlere Tochter hat dies bereits seit unserem Familien-Wochenende 2017.
Doch davon darf ich hier nicht schreiben, ist aber wichtig und muss irgendwann mal angegangen werden.
Und deshalb müssen wir so schnell wie möglich wieder hin! 😉

Habt noch eine schöne Woche!

Eure 

Alex

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Ein Gedanke zu “Unser Mädels-Ausflug nach Berlin – wie es weiter ging

  1. Dresden Mutti Antworten

    Hey das klingt wirklich schön. Ich überlege auch, ob ich mit meinen Mädels in den Herbstferien mal eine Woche verreisen soll. Ich werde mir auf jeden Fall eine Woche Urlaub nehmen.

    0

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