Endlich Ruhe, Eierlikör und Kerzenschein – unser Wochenende in Bildern 21./22.12.

11+

Samstag-Morgen, 9 Uhr

„Du sollst aufstehähn“

Aus weiter Ferne höre ich eine Stimme rufen.
Noch kann ich weder die Worte ganz ordnen, oder gar das Wesen hinter jenem lärmenden Störfaktor identifizieren.
Doch es hört einfach nicht auf!

„Los, Du faule Socke! Stäh jetzt mah‘ ääändlich auf!“

Als ich versuche, die schweren Lider einen klitzekleinen Spalt zu öffnen, schrecke ich in die weichen Kissen zurück.
Das Etwas kniet direkt, zotteligen Haares auf mir.
Und petzt nun in die meine Nase!

„Du bist ein Faultier! Steh‘ auf Du faule Socke und mach mir eine Vanilläääh-Milch!“

Das befremdliche Wesen will einfach keine Ruhe geben. Im Gegenteil, es setzt noch einen drauf!

„Immer schläfst Du so lange!“

Zur Erinnerung, es ist Samstag!

Die Tage zuvor berührten zwei ausgewachsenen Frauenfüße stets pünktlich um zehn nach sechs den Schlafzimmer-Boden – während es die kleinen Treter des nervigen Widersachers auf mir noch lange nicht taten!

„Ich stehe sonst immer viel früher auf als Du!“

versuche ich mich doch tatsächlich vor dem Kind in meinem Bett zu rechtfertigen.
Was dämlich und blöd gleichermaßen ist – also gebe ich’s schnell wieder auf, nehme das kleinste meiner Babies an die Hand – und taumel die Treppe in’s Untergeschoss herunter.
Zum Mann, der da vermutlich schon seit einer Weile auf der Couch sitzt und arbeitet.

Ich, die faule Socke

„Die Mama ist eine faule Socke, schläft immer zu lange – und trinkt immer Wein!“

Es sind exakt diese Worte, mit denen das hinterlistige, freche Kind den Vater begrüßt!

Und beschämt stelle ich fest, dass ich es in der Nacht zuvor ausnahmsweise einmal vergessen haben muss, das leere Weinglas direkt in die Spülmaschine zu befördern – und somit alle Spuren des mütterlichen Feierabends zu beseitigen.

Ertappt! Wisst Ihr also nun alle Bescheid! 😉 

Und so startet ein weiteres Wochenende in Bildern für die faule Socke mit dem zügig geleerten Weinglas!

Gestatten: Faule Socke mit gelegentlichem Hang zum Feierabend-Weißwein 😉

Die Sache mit dem Leergut-Automaten

Zwei Espresso und diverse häusliche Aufräum-Aktionen später stehe ich vor dem Leergut-Automaten des hiesigen Supermarktes – und zähle rückwärts.

„Zehn, Neun, Acht…“

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der mir verhasste, dunkle Schlund meine Flaschen nicht mehr schlucken will!
Ist immer so.
Heute habe ich eine Kiste Glasflaschen, eine weitere Kiste Plastikflaschen und eine volle Tüte kleinster PET Flaschen bei mir.
DAS kann nicht reibungslos funktionieren!

„Fünf, vier, drei…“

„Kiste nicht angenommen“

Schwupps kommt die Anzeige und ich komme den Bitten des Automaten, die Kiste doch einfach mal zu drehen und zu wenden, nach. Fehlanzeige!
Wutentbrannt (ich wusste es!!!) stapfe ich zur Frische-Abteilung.

Der Wochenend-Einkauf steht an.
Gegen Mittag erwarten wir Besuch und ich möchte noch einige Zutaten für das geplante Spaghetti-Mahl besorgen – ebenso wie für den morgigen Sonntag.

Parkplatz-Romantik

…warten auf den Besuch…

Kinder lüften!

Die Sonne lacht vom Himmel und lässt das nahende Weihnachtsfest ob der überaus milden Temperaturen gedanklich noch weiter in die Ferne rücken.

Leute! Ich möchte bitte sehr dicke, weiße Schneeflocken, klamm-gefrorene Finger und Näschen – und meine dicke Wollmütze, um endlich, endlich realisieren zu können, dass wir in drei Tagen um einen gewaltigen Haufen Tannenzweige hocken werden!

Doch hat das schöne Wetter auch einen ganz netten Nebeneffekt:
Wir können alle noch einmal raus, Kinder lüften – und ein wenig zusammen spazieren gehen!

…nach der frischen Luft schmeckt der Kuchen umso besser!…

Schnell geht jener Samstag vorüber – dem quakenden Ungeheuer vom Morgen habe ich längst verziehen.

Und während ich abends heimlich im Hauswirtschaftsraum ein Dutzend Geschenke in gold-glänzendes Papier hülle, kann ich es eigentlich doch kaum erwarten, in die strahlenden Gesichter der eigenen Kinder zu blicken! An Heilig Abend.

Ich, das Verpackungs-Talent! Nicht. 😉

Wäre da nur nicht „Last Christmas“ von Wham!, welches mir in Dauerschleife von einer höchst ambitionierten Alexa um die gequälten Ohren geschmettert wird!

Die Kinder haben DEN Klassiker für sich entdeckt – und hoffen nun, auch in mir einen Funken Vorfreude auf das anstehende Fest entfachen zu können.
Ausgerechnet mit Wham!
Als die Mädels auch noch lauthals einstimmen, kann ich mir ein dickes, fettes Schmunzeln allerdings nicht verkneifen.

Durch den restlichen Abend begleitet uns der liebe Hans-Peter – wir kucken „Der Junge muss an die frische Luft“.
Und wenngleich der Film durchaus aufgrund seiner Tiefe und Dramatik letzten Endes Tränchen bei mir kullern lässt, so muss ich gleichermaßen herzhaft lachen.

Als dargestellt wird, dass bei jeder Familienfeier die Flasche Eierlikör zum Einsatz kommt – und jedes Gläschen bis auf das letzte Tröpfchen mit dem Zeigefinger ausgewischt wird.
Bei dene Kerkelings hätte ich mich gewiss auch wohlgefühlt! 😉

Sonntag

Während die Kinder spielen, setzen der Mann und ich den Film am Morgen fort.
(Ihr glaubt doch wohl kaum, dass es uns gelingen mag, einen Film in nur einem Teil zu sehen! 😉 )

Sehr gerührt bin ich ob des Schlusswortes, Hape’s Erkenntnis:

Denn eigentlich ist jeder Mensch zwar ein Unikat, welches jedoch aus mehreren Wesen und Seelen besteht!
Denn wir alle (jeder von uns!) sind die Menschen, die uns in unserer Kindheit und im Laufe unseres weiteren Lebens geprägt haben.

Unsere Persönlichkeit und unser Wesen wird durch ein Zusammenspiel von Begegnungen, Erlebnissen und lieben Menschen um uns herum geformt.
Wir sind nicht nur ICH, sondern auch der Vater, die Mutter, Oma, Tante – und wer auch immer eine bedeutende Rolle in unserem Dasein spielte!

Weihnachtsmarkt auf dem Bauernhof

Den Mittag verbringen wir auf dem Weihnachtsmarkt des örtlichen Bauernhofs – und inspiriert vom zuvor gesehen Film komme ich nicht umhin, beim selbstgemachten Eierlikör des Hofladens zuzugreifen!
Ist nicht besonders erotisch und sexy, aber halt eine Leidenschaft von mir! 😉

Und endlich kommen wir zur Ruhe!

Glaubt es mir nun, oder auch nicht:
Aber ich vermeine urplötzlich endlich, endlich eine gewisse innere Ruhe zu verspüren!
Das erste Mal seit längerem gibt es an diesem Sonntag-Nachmittag – neben dem üblichen Haushalts-Kram – nicht viel zu tun.

Keine weiteren Verabredungen und Termine, keine Klassenarbeiten, für die es noch zu lernen gilt – und auch keinen Besuch!
Das erste Mal überhaupt in diesem Advent leuchten die Kerzen des Adventskranzes bereits schon am Nachmittag und werden nicht nur obligatorisch schnell zum Abendessen angezündet – damit der Docht wenigstens schwarz ist.

Das erste Mal freue ich mich über das Leuchten des Weihnachtsbaumes und darüber, dass draußen so richtig schönes Scheiß-Wetter ist. Gewiss, morgen noch einmal steht der übliche, verrückte Vorweihnachts-Einkauf an.
Und das wird die Hölle – wir kennen es alle!

Aber dann?
Dann, glaube ich, fühle ich mich bereit!
Vielleicht nicht wirklich für „Tannenzweigen-Duft“ und „dicke, rote Kerzen“ – aber für ganz viel laute und chaotische Familien-Zeit!

Denn „bis Weihnachten, bis Weihnachten ist’s nicht mehr weit!“

Kommt gut in die Feiertage!

Eure 

Alex

P.S. Wer noch mehr Wochenenden in Bildern sehen möchte – hier geht’s lang zu grossekoepfe! 😉 (Werbung durch Verlinkung)

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