Irgendwie zum Kotzen – Unser (Kranken-) Wochenende in Bildern 18./19.01.

8+

Unsere Couch ist cremefarben und aus feinstem Cord.
Und sie ist alt, sehr alt.
Damals gefiel sie mir unendlich gut, heute nicht mehr allzu sehr.
Ich hätte gerne eine Neuere.
Eine Moderne!

Mit weniger Wasserrändern und dunklen Jeans-und Schmodder-Verfärbungen.
Weniger verranzt und abgesessen.
Ohne Platt-gedrückte Kissenfüllungen und vielen, vielen Jahren auf dem Buckel!

Eine Couch voller Erinnerungen

Doch es ist auch die Couch, die Erinnerungen schuf.

Erinnerungen, welche an ihr haften und selbst mit jedem einzelne Waschgang nicht ablösbar scheinen.

Es ist die Couch, welche wir als junges Paar damals in der Altbauwohnung aufgeregt bestellten – und auch die Couch, auf welcher ich das erste Mal im Leben kleinste Fäustchen und Füsschen unterhalb der eigenen Bauchdecke rollen sehen durfte!

Es ist die Couch, auf welcher ich mit Wehen ausharrte und auf den geeigneten Zeitpunkt für die Krankenhaus-Fahrt wartete – und die Couch, welche ich umzingelte, als sitzen und liegen nunmehr nicht mehr möglich war!

Und es ist die Couch, auf welcher ich viele, viele Stunden stillend verbrachte und winzige, wohl-duftende Körper auf dem Meinen liegen hatte!

Und jetzt gerade? Ist sie Krankenlager

Mal wieder.
Und abgezogen.
Denn das, das ist ein echter Vorteil hat Frau drei Kinder mit gelegentlichem Magen-Darm-Virus:

Die olle Couch ist mittels Reißverschlüssen abzieh- und waschbar!
Gerade jetzt, drehen zwei Bezüge in der Maschine ihre Runde.

Die Sitzflächen sind abgezogen und drehen in der Maschine fröhlich ihre Runden!

Die Kleinste ist heftig krank!

Wir hatten am gestrigen Freitag ein sehr spannendes Familienprojekt und damit verbunden einen aufregenden, langen und anstrengenden Tag.

Besonders für mich gestaltete sich diese im Grunde so tolle Aktion auch als etwas nervenaufreibend.
Denn parallel dazu ein leidendes, krankes Kind zu Hause zu haben zerreißt – gerade als Mama.
Wie gerne hätte ich ausschließlich gekuschelt und getröstet!


…Donnerstag beim Kinderarzt ging’s noch…

Freitag litt ein gestrandetes Einhorn auf des Bruders Bett….

Samstag

…kann ich im Krankenlager gerne gebrauchen!

Doch das Trösten und Kuscheln holen wir heute nach!

Es ist als würden wir heute alle ein bisschen in den Seilen hängen – die Kleinste fiebert hoch, bricht noch immer und hinzu kam auch noch Durchfall.
Doch kann sie heute schlafen.
Wo sie will, wann immer und wie lange!

Tee & Schüssel stehen parat

Und ich streichel und tröste, sitze daneben und halte Händchen.

Kucke Michel und schalte den Fernseher aus, wenn die müden, brennenden Äuglein zufallen.
Wasche die in Mitleidenschaft gezogene Bettwäsche (unsere Bettwäsche!) und reiche Schüsseln.
Kühle die Stirn und schreibe Fieber-Protokoll, zerkleinere Paracetamol Tabletten, weil nunmehr auch Zäpfchen keine Option mehr sind und Saft Würge-Reiz hervor ruft.
Ihr kennt das sicherlich.

Ich wechsele fiebersenkende Wirkstoffe und trockne Tränchen ob schmerzender Glieder und Übelkeit.
Schmerzenden Rückens trage ich das schwere Paket auf’s Klo und stütze den zitternden Körper auf der Toilettenschüssel.

Ein fieser Virus verursacht Wäsche. Sehr viel Wäsche…
…Wache Phasen dank Fiebermittel…
Gern gesehener Begleiter an diesem Wochenende: Michel aus Lönneberga (lebt der noch???) 😉

Ich leide mit!

Und es tut mir so unendlich weh!

Ich leide und fühle so sehr mit meinem jüngsten Kind und will heute einfach nur da sein!
Kann die immer wieder kehrende Frage „Warum ich?“ nicht mit passenden Worten erklären und berichte von mutigen, tapferen Kriegerinnen, die aus jeder einzelnen Erkrankung ein kleines bisschen stärker und größer hervor gehen.

…Krank-sein macht auch tapfer, stark und jedes Mal ein kleines bisschen größer

Heute will ich wieder gut machen, was ich am Freitag nicht leisten konnte, wenngleich das Kind immer betreut wurde.
Wahlweise vom Papa oder den Geschwistern, wer immer verfügbar war und gerade Pause hatte, konnte sich dem kleinen Patienten widmen – oder auch einfach zum Schlafen ganz in Ruhe lassen.

Und doch will ich heute hier im abgedunkelten Wohnzimmer bei ihr sein.
Ohne Trubel und Hektik.

Und so wie es ausschaut gelingt mir das auch.

…leckeres Mittagessen für alle Gesund-gebliebenen muss dennoch sein 🙂
…ebenso wie Hände-Desinfizieren, damit das auch so bleibt 😉

 

Am Abend geht’s der Kleinsten zwischenzeitlich dank Ibuprofen gut!

Sonntag

So unterschiedlich Kinder vom Wesen her sind, so unterschiedlich fiebern sie auch.

Das stelle ich einmal mehr in der Nacht mit.

Ene-Mene-Mei – da waren’s plötzlich drei!

Jetzt hat es auch die mittlere Tochter erwischt und mit glühenden Wangen steht das arme Kind weinend vor mir.

Denn unter Fieber bekommt meine mittlere Tochter große Ängste und Empfindungsstörungen in den Händen, welche sie sehr verunsichern. Nicht hingegen die Kleinste, welche in der Regel sehr hoch fiebert, jedoch auch dann noch immer klar und ansprechbar ist und vor allem freiwillig trinkt!

Was gut ist und mir eine Sorge nimmt, welche mich wiederum beim großen Sohn umtreibt.
Denn unter Fieber verweigert dieser jegliche Flüssigkeitsaufnahme.
Und das kann schon einmal zu einem echten Problem werden!

Das dritte Kind fiebert!

Ich hab‘ sie also alle durch.
Am morgigen Montag kann ich – sofern es denn soweit kommen sollte – auf sieben Tage fiebernde Kinder zurückblicken.
Yeah!

Doch genug gejammert.

Zwangs-Chillen für Alle

Im Grunde hat alles seine Vorteile, auch kranke Kinder.
Sofern Frau sich in Sicherheit wähnen darf, dass es auch wieder gut wird, versteht sich selbstverständlich!
Und aktuell tue ich das noch.

Ein Virus geht auch wieder vorüber, sofern sich nicht Dinge verändern und andere hinzu kommen.

Fiebernde Kinder sind manchmal wie kleine Erwachsene.

Sie legen sich auf die Couch, geben dem Körper die nötige Ruhe, schlafen (sofern nicht auf Ibuprofen und dann voller trügerischer, neuer Energie 😉 ), kreischen und fordern weniger.

Und würden wir Mütter mal alles Mitgefühl und Mitleid beiseite schieben:

Kranke Kinder sind phasenweise auch chillig!

Wir fiebern weiter….zusammen mit der großen Schwester…

Denn sie lassen auch uns Mütter zur Ruhe kommen.
Zumindest ist es bei mir so.

Sie zwingen mich, auch mal auf der Couch zu lümmeln und Händchen zu halten, das Haus zu hüten und Dinge langsamer angehen zu lassen.
Und das tut auch mal gut, sofern es sich um eine vorübergehende Sache handelt!
Dann lese ich eben vor und streichele Köpfchen – und dann kann auch einmal die Welt da draußen verflixt nochmal auf uns warten!

Früher oder später verlassen wir schon wieder unser derzeitiges Familien-Vakuum! 😉

Und bis dahin:
Bleibt alle gesund!

Eure 

Alex

P.S. Mehr Wochenenden in Bildern findet ihr auf grossekoepfe! (Werbung durch Verlinkung)

Der Text gefällt? Dann Daumen hoch für die Alex!

8+
Teilt den Beitrag gerne auch über Facebook. Dazu einfach auf den Button klicken.  😉

Keinen Beitrag mehr verpassen?

Dann mach es wie viele Andere und folge mir! Gib dazu einfach Deine Email-Adresse ein und klicke auf 'MamaStehtKopf folgen'. Dann wirst Du über neue Artikel von mir persönlich informiert. So einfach kann's sein... 🙂 Beachte auch meine Datenschutzhinweise.

8+

8 thoughts on “Irgendwie zum Kotzen – Unser (Kranken-) Wochenende in Bildern 18./19.01.

          Kommentar verfassen